Praxis: Perfekter Plattenbau (Teil 2)

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Praxis: Perfekter Plattenbau (Teil 2) Es muss nicht immer das teure Profi-Programm sein: Im zweiten Teil des Festplatten-Specials beschäftigen wir uns mit den besten kostenlosen HD-Tools.
Festplatten-Tools wie Partition Magic sind leistungsfähig, aber teuer. Doch es gibt auch andere Wege: Mit einer Hand voll Hersteller-Tools kann man die meisten alltäglichen Aufgaben zum Nulltarif lösen.
Seagate-Tools
Arbeitsmaterial: Disk Wizard (siehe "Links zum Thema")
Gegen das Fdisk-Problem hilft zumindest bei Seagate-Festplatten auch der "Seagate Disk Wizard 2002". Das Tool läuft unter Windows 98, Me, 2000, XP und erlaubt die Partitionierung der Festplatte unter Windows. Der Disk Wizard ist zwar nur für Seagate-Laufwerke gedacht, in unserem Testlabor konnten wir damit aber auch Platten anderer Hersteller einrichten (zum Beispiel eine 100-GByte-Platte von Western Digital). Eine Garantie dafür gibt es freilich nicht. Wer wichtige Daten aufgespielt hat und keine Seagate-Platte besitzt, sollte damit lieber nicht herumexperimentieren. Das Tool hat leider einige Einschränkungen: Auf der einzurichtenden Festplatte sollten keine Daten und schon gar kein Betriebssystem installiert sein; der Disk Manager kann die Boot-Festplatte nämlich nicht partitionieren. Sie sollten die neue Festplatte deshalb erst am zweiten IDE-Kanal anschließen und einrichten. Danach können Sie die Platte als Primary Master anschließen und das Betriebssystem installieren. Das Tool kann noch mehr: Ein Assistent passt auf Wunsch den Laufwerksbuchstaben des CD-ROM-Laufwerkes in den Windows-Konfigurationsdateien und der Registrierung an. Außerdem an Bord: ein Diagnose-Tool und ein kleines Kopierprogramm, das ganze Partitionen kopiert. Einziges Manko: Es ist nicht möglich, Partitionsgrößen ohne Datenverlust zu verändern. Der Disk Wizard 2000 unterstützt alle aktuellen Seagate-Festplatten und ist gegen die Angabe einiger Informationen kostenlos über die Seagate-Webseite zu beziehen.
IBM-Tools
IBM Feature Tool: Das DOS-Programm ist ein unverzichtbares Hilfsmittel, nicht nur für Besitzer eines Silent-PCs. IBM Feature Tool: Das DOS-Programm ist ein unverzichtbares Hilfsmittel, nicht nur für Besitzer eines Silent-PCs. Arbeitsmaterial: IBM Feature Tool (siehe "Links zum Thema")
Besitzer einer IBM-Festplatte sollten unbedingt das "IBM Feature Tool" in der aktuellen Version 1.4 herunterladen. Das Programm erstellt nach dem Start automatisch eine bootfähige Diskette, die das IBM Feature Tool enthält. Nach dem Neustart erlaubt die Software unter anderem Eingriffe in das Automatic Acoustic Management (AAM); damit kann die Lärmentwicklung der Laufwerke reduziert werden. Der Anwender kann einen Wert zwischen 128 (Quiet Seek Mode/minimale Lautstärke) und 254 (Normal Seek Mode, maximale Performance) auswählen. Das Programm zeigt außerdem die aktuelle Temperatur in der Festplatte an und erlaubt es, den DMA-Modus von Hand einzustellen. Unterstützt werden alle aktuellen IBM-Festplatten.
Weitere IBM-Tools
IBM Disk Manager: Der IBM Disk Manager gleicht dem Seagate-Tool, ist allerdings nur in einer älteren Version erhältlich. IBM Disk Manager: Der IBM Disk Manager gleicht dem Seagate-Tool, ist allerdings nur in einer älteren Version erhältlich. Arbeitsmaterial: Diverse IBM Tools (siehe "Links zum Thema")
IBM bietet noch eine Reihe weiterer, kostenloser Tools an. Wer auf Nummer sicher gehen und die Hardware auf Fehler prüfen will, sollte den "Drive Fitness Test" (DFT) herunterladen. Das Programm prüft die Harddisk ausführlich und verlässlich. Bei fehlerhaften Sektoren versucht das Tool eine Wiederherstellung. Nutzt das nichts, so kann DFT die Platte Low-Level formatieren.
Der Smart Defender überwacht (IBM-)Festplatten und liest einige Smart-Daten aus. Smart steht für "Self Monitoring, Analysis and Reporting Technology", eine Schutzvorrichtung für Festplatten, die Fehler (zum Beispiel defekte Sektoren) frühzeitig erkennen soll. Der Informationswert des Tools ist begrenzt; letztlich handelt es sich um einen simplen Festplatten-Check unter Windows.
Wesentlich hilfreicher ist der Disk Manager 2000 von IBM - das Tool ist dem Seagate Disk Manager verblüffend ähnlich; offenbar programmiert Ontrack die Software für mehrere Hersteller. Das würde auch erklären, warum das Seagate-Tool mit anderen Festplatten funktioniert. Der IBM-Disk-Manager eignet sich zum Einrichten neuer Festplatten, unterliegt aber den gleichen Einschränkungen wie das Seagate-Programm.
Western-Digital-Tools
Cacheman: Mit Cacheman lässt sich der Festplatten-Cache optimieren; ideal für RAM-arme Rechner und Server-PCs. Cacheman: Mit Cacheman lässt sich der Festplatten-Cache optimieren; ideal für RAM-arme Rechner und Server-PCs. Arbeitsmaterial: Data Lifeguard (siehe "Links zum Thema")
Der "Data Lifeguard 2.8" von Western Digital erstellt eine Bootdiskette, mit welcher der den PC im DOS-Modus gestartet wird. Er beinhaltet einen Smart-Monitor und kann Festplatten auf Fehler überprüfen. Außerdem können Partitionen eingerichtet und formatiert werden. Mit im Paket ist auch ein Kopier-Tool, mit dem Daten einer bereits vorhandenen Festplatte auf eine neue Festplatte kopiert werden können.
Ähnlich wie der Disk Manager bei der Konkurrenz richtet "Max Blast Plus" Festplatten ein, die von Maxtor stammen. Die Software erlaubt es, Festplatten im System einzusetzen, welche die BIOS-Gren-zen wie 2,1GB, 4,2GB, 8,4GB oder 32GB überschreiten. Max Blast Plus wird automatisch von Diskette gestartet. Außerdem führt das Programm auf Maxtor- oder Quantum-Festplatten Schreib- und Lesetests durch. Es stehen verschiedene Testmodi zur Auswahl.
Universal-Tools
Arbeitsmaterial: Verschiedene Tools (siehe "Links zum Thema")
Easy Recovery von Ontrack kann - mit etwas Glück - verloren gegangene Daten wieder herstellen, egal ob diese durch Löschen, Formatieren, oder einen Fehler in der Partitionstabelle nicht mehr auffindbar sind. Mit der kostenlosen Demoversion aus dem Internet (http://www.ontrack.de) können Sie zuerst überprüfen, ob eine Rettung der Dateien möglich ist. Zumindest die "Personal-Edition" kann aber nicht mit NTFS-Partitionen umgehen.
Cacheman versucht, den Betriebssystem-Cache für die Festplatte zu optimieren. Verschiedene Anwendungsprofile sind schon vorbereitet. Das kostenlose Tool ist vor allem für RAM-arme Rechner und Server-PCs zu empfehlen, die anderen Rechnern Daten zur Verfügung stellen.
Der Partition Resizer kann Partitionen ohne Datenverlust verschieben und verändern. Die Software kann mit FAT und FAT32, leider aber nicht mit dem NTFS-Dateisystem umgehen. Das DOS-Tool unterstützt Partitionen bis zu zwei Terabyte. Es darf nicht von der Partition ausgeführt werden, die verändert werden soll. Der Partition Resizer ist bei weitem nicht so leicht zu bedienen wie Partition Magic, dafür aber kostenlos.
Zum Schluss noch ein sehr interessantes, ebenfalls kostenloses Tool: NTFSDOS 3.0/ NTFS for Windows erlaubt es älteren Betriebssystemen wie DOS oder Win95/98, auf NTFS-Partitionen zuzugreifen. Allerdings ist in der Freeware-Version nur Lesezugriff möglich; wer auf NTFS-Partitionen schreiben will, muss zur 90 Dollar teuren Profi-Version greifen.
Fazit: Jeder Festplatten-Hersteller bietet Tools an, mit denen der Anwender seine Festplatte mehr oder weniger komfortabel einrichten kann. Die Tools kommen in puncto Funktionsumfang nicht an Partition Magic heran; wer sich jedoch die Mühe macht, mit mehreren Programmen
zu arbeiten, kann (fast) alle anfallenden Aufgaben zum Nulltarif erledigen.

Bildergalerie: PC Games Hardware
Bild 1-3
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