Pentium 4 in Gefahr?

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Kritische Hotspots
Die Prozessor-Hersteller versuchen den physikalischen Gegebenheiten entgegenzuwirken, indem sie die Leiterbahnen an kritischen Stellen im Prozessor, den so genannten Hotspots, dicker ausführen. Damit verringern sich Stromdichte und Widerstand - die Temperatur sinkt an dieser Stelle. Elektromigration tritt also auch bei nicht übertakteten CPUs auf. Das ist aber nicht weiter tragisch: Prozessoren sind auf eine Mindest-Lebensdauer von zehn Jahren ausgelegt.

Vorsicht beim Übertakten!
Kritisch wird's erst, wenn Tuner die Sicherheitsreserven durch hemmungsloses Übertakten aufbrauchen. Meist wird dazu die Kernspannung des Prozessors von 1,45 bis 1,55 Volt auf 1,85 Volt angehoben, um eine Übertaktung von 30 Prozent und mehr erreichen zu können. Warum die Ausfälle verstärkt den Pentium 4 und nicht den Athlon XP betreffen, liegt an zwei Dingen: Zum einen erlaubt die Architektur des Pentium 4 von Haus aus höhere Taktfrequenzen und Übertaktungserfolge. Zum anderen beherrscht der Pentium 4 das so genannte CPU-Throttling. Im Gegensatz zum Athlon XP regelt der Pentium 4 bei partieller Überhitzung des Kerns einfach den Takt herunter, während ein Athlon- XP-System abstürzen oder abschalten würde. Der Athlon-XP-User merkt also sofort, wenn er sein System zu weit übertaktet hat, während der Pentium 4 seinen Besitzer durch Throttling in trügerischer Sicherheit wiegt. Unser Tipp: wenn schon übertakten, dann mit angemessenen Kühlmethoden und in Maßen. Gehen Sie nicht zu weit!

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