Pentium 4 EE im Test

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Pentium 4 EE im Test Mit einem aufgebohrten Server-Prozessor will Intel Spielefans vom Kauf des Athlon 64 abhalten. Ein kühner Plan, denn der neue Pentium 4 Extreme Edition ist teuer, kaum verfügbar und bei Spielen langsamer als ein Athlon 64 FX. Intel kündigt an, AMD liefert. Was nach einem Witz klingt, ist im Oktober 2003 Realität. Der beschleunigte Pentium 4 "Extreme Edition", der die Leistungslücke zum Athlon 64 FX-51 schließen soll, war in Deutschland bis Redaktionsschluss nicht verfügbar. Es war ein Fehlstart mit Ansage: "Der Prozessor wird in 30 bis 60 Tagen bei den OEM-Händlern sein", hatte Intel-Vize Louis Burns schon bei der Präsentation am 16. September angekündigt. AMD dagegen hat anfängliche Probleme behoben und liefert den Athlon 64 in allen Varianten seit Oktober aus.

Der P4 Extreme Edition entspricht weitgehend dem normalen P4, besitzt aber zusätzlich zwei Megabyte L3-Cache, der im Mittel etwa acht Prozent mehr Performance bringt. Insgesamt stehen dem P4 EE damit annähernd 2,6 MByte Zwischenspeicher zur Verfügung.

Was zählt, ist auf'm Platz
Pentium 4 EE im Test Zwischenspeicher hin, Verfügbarkeit her: "Was zählt, ist auf'm Platz", wie Fußballfreunde wissen. Im Spieletest schneidet der Pentium 4 3,2 EE gut ab, zwei von sieben Benchmarks entscheidet der Intel-Prozesor knapp für sich, in den anderen fünf liegt der Athlon 64 FX-51 vorne. Im normierten Mittel der sieben getesteten Spiele liegt der P4 3,2 EE fast gleichauf mit dem einfachen Athlon 64 3200+, kann den teuren Athlon 64 FX-51 aber nicht überholen. Besonders gut liegt dem Pentium 4 EE Elite Force 2: Hier ist der Intel-Chip neun Prozent schneller als der Athlon FX-51. Bei den traditionellen AMD-Domänen Unreal Tournament 2003 (dt.) (-7,4 %), Unreal 2 (-9 %) und Serious Sam: TSE (-11 %) ist für den P4 EE
dagegen nichts zu holen.

Verglichen mit einem normalen P4 3,2 gewinnt der Extreme-Prozessor dank L3-Cache bei der praxisfernen Auflösung von 640x480 Bildpunkten zwischen neun (NOLF 2) und 15 Prozent (Serious Sam: TSE). Im PCGH-Qualitätsmodus schrumpft der Vorsprung je nach Spiel auf 1,4 (NOLF 2) bis zehn Prozent (Serious Sam: TSE). Das Performance-Plus durch den L3-Cache ist also eher gering, zumindest im Verhältnis zum Anschaffungspreis einer neuen Grafikkarte.

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