Onboard-Sound
Mittlerweile finden Sie auf jedem Mainboard eine Onboard-Soundlösung. Doch können diese kostenlosen Klanggeber mit einer PCI-Soundkarte mithalten? Wir haben den Praxistest gemacht und sagen Ihnen, ob Sie noch eine externe Soundkarte brauchen. Sie hören auf kryptische Kürzel wie ALC6550, AD1980 und CMI9739A. Hinter diesen Abkürzungen stecken so genannte Codecs, die auf Mainboards verbaut werden und das Kernstück einer Onboard-Soundlösung bilden. Diese Codecs können zumindest auf dem Papier alles, was eine normale PCI-Soundkarte auch kann. Wir haben die aktuellen Onboard-Lösungen und Codecs in einem Praxistest für Sie überprüft.
Grundprinzip und Aufbau
Alle aktuellen Codecs arbeiten nach dem so genannten AC97-Standard. Dieser Standard wurde von Intel definiert und erstmals mit dem Intel 810 (Whitney) vorgestellt. Die Technik, die sich hinter dem Begriff AC97 versteckt, ist simpel: Ein relativ leistungsschwacher Controller (Codec) managt nur den Datentransfer (Ein- und Ausgabe). Rechenintensivere Aufgaben wie die Klangerzeugung werden an die CPU abgegeben. Komplexere Strukturen dieser Art gibt es mittlerweile in unterschiedlichen Ausführungen. Nvidia hat beispielsweise eine APU (Audio Prozessor Unit) in die Southbridge des Nforce2-Chipsatzes ("MCP-T") integriert. Diese Einheit übernimmt statt der CPU die Klangberechnungen. Ein- und Ausgaben werden aber weiterhin von einem einfachen AC97-Codec erledigt. Aus diesem Grund finden Sie auf Nforce2-Mainboards einen kleinen Chip mit entsprechendem Codec. Vergleichbares gibt es auch von Via. Auf einigen Mainboards (z. B. Albatron PX865 PE Pro II) finden Sie mit dem Envy24PT (VT1720) einen separaten Audio-Controller, der neben dem Codec-Chip (VT1616) für die Soundausgabe verantwortlich ist und zusätzliche Funktionen (8-Kanal-Sound) anbietet.
