Opera bringt Neon: KI-Browser mit Abo und Warteliste
Opera wagt den nächsten Schritt: Mit Neon startet ein neuer KI-Browser, der als "agentic browser" vorgestellt wird. Doch wer ihn ausprobieren möchte, muss zahlen und sich zunächst mit einer Warteliste zufrieden geben.
Opera erweitert sein Browser-Portfolio um ein neues Projekt, das den Anspruch erhebt, die tägliche Internetnutzung grundlegend zu verändern. Mit Neon präsentiert das norwegische Unternehmen ein Werkzeug, das nicht nur Webseiten anzeigt, sondern mithilfe sogenannter KI-Agenten aktiv mit Inhalten umgehen soll. Opera spricht von einem "agentic browser", der beim Recherchieren, Planen oder sogar Erstellen von Inhalten unterstützen kann. Zugänglich ist die neue Lösung aber zunächst nur in begrenztem Rahmen und gegen monatliche Gebühr.
Zum Start werden Einladungen an eine kleine Nutzergruppe verteilt. Diese "Founders" erhalten ab sofort Zugang, müssen dafür aber ein Abo über 19,90 Euro im Monat abschließen. Wie groß die erste Welle ausfällt, bleibt allerdings noch unklar. Für alle anderen gibt es lediglich die Möglichkeit, sich auf eine Warteliste setzen zu lassen und auf eine spätere Freischaltung zu hoffen.
Im Kern verspricht Opera mit Neon ein Zusammenspiel verschiedener Funktionsbereiche, die sich als eigenständige KI-Agenten präsentieren. Über "Task" sollen sich Arbeitsumgebungen für bestimmte Projekte anlegen lassen, die den gesamten Kontext bündeln. Innerhalb dieser Umgebung übernimmt "Do" das aktive Browsen: Tabs öffnen, Informationen zusammentragen, Inhalte ordnen und das im Idealfall ohne ständige Eingriffe des Nutzers. Ergänzend kommen "Cards" zum Einsatz, die als vorbereitete Instruktionen funktionieren und Neon dabei helfen sollen, zielgerichteter zu reagieren. Wer unter anderem Produkte vergleichen möchte, fügt Karten für Detailabfragen oder Vergleichstabellen hinzu, während bei Notizen andere Kartensets greifen. Opera sieht darin einen entscheidenden Unterschied zu bisherigen Ansätzen, bei denen der Nutzer jeden Schritt erneut erklären muss.
Neben den neuen KI-Funktionen enthält Neon auch bekannte Werkzeuge aus dem Opera-Kosmos. Dazu zählen ein integrierter VPN-Dienst, ein Adblocker und weitere Komfortoptionen, die in bisherigen Browsern zum Standard gehören. Nach Unternehmensangaben soll der Schutz der Privatsphäre im Vordergrund stehen: Daten wie Passwörter oder Cookies blieben lokal gespeichert, eine Nutzung für Werbezwecke oder KI-Training sei nicht vorgesehen.
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