[26/11/2021] Oblivion, Days Gone & Co. – Remasters & Remakes ... sind mir prinzipiell willkommen. Monkey Island 1 & 2 habe ich auf diesem Wege nachgeholt, Grim Fandango wurde meiner Meinung nach überhaupt erst durch das Remake zu einem spielbaren Erlebnis und OTTD schlägt das ohnehin nicht erhältliche TTD um Längen. Manchmal frage ich mich aber, ob der Aufwand den Nutzen wirklich wert ist? Ich bin zwar froh, dass dank Aufbruch der Kulturen die technische Basis für Siedler II DNG bereitlag, aber eigentlich hätte Fans ein "Neue-Betriebssysteme-Patch" für das Original gereicht. Neueinsteiger winken dagegen auch bei den Age of Empires Definitive Editions mit "was soll der alte Clunky-Kram?" ab. Um rund um zu begeistern, muss man oft komplett neu entwickeln. Aber dann kann man auch gleich ein neues Spiel machen – Elder Scrolls VI würde sicherlich noch besser ankommen als das Oblivion-Remake. Genau wie Neuverfilmungen lohnen sich diese in meinen Augen nur, wenn allein die Story den Reiz der Vorlage ausgemacht hat und massiv von der Technik gebremst wurde – eingehende Adventures sind ein Beispiel, bei Mafia war der technische Fortschritt schon fast zu gering. Da bringt man besser einen Nachfolger-im-Geiste-des-Vorbilds, wie Baldurs Gate 3 gegenüber 2 beweist. Es braucht auch niemand ein Tropico-1-Remake, wenn er Teil 3/4/5 haben kann, und die vor den Kopf gestoßenen Fans von Civilization III/IV/V/VI bleiben einfach beim Original, denn da ging es nie um die Technik. Masters of Orion II hat sogar eine ganze Reihe von Neuanläufen überlebt. Man kann Remakes und Nachfolger nämlich auch versemmeln, wenn man die Stärken der Vorlage nicht von deren Schwächen unterscheiden kann. Die Need-for-Speed-Reihe ist reich an Beispielen. (Torsten Vogel)