[PLUS] Geforce-Grafikkartentreiber optimiert - Teil 2: Optionen im Detail, Nvidia Inspector, NIS und mehr
PCGH Plus: Das Nvidia-Gesamtpaket bietet weitere Stellschrauben, doch auch abseits der bekannten offiziellen Wege gibt es einige erwähnenswerte Punkte - wie das Tool Nvidia Inspector. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 03/2023.
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Geforce-Treiber
- 1.1 Die ewige Zweiteilung?
- 1.2 Keine Panik auf der Titanic
- 1.3 Geforce Experience als Übertaktungshilfe?
- 1.4 Overlays zur Orientierung
- 1.5 Adieu, Nvidia Gamestream
- 1.6 DLSS 3.0 und die Frame Generation - nur im Spiel einstellbar
- 1.7 Schärfeanomalien mit NIS
- 1.8 Inoffizieller Treiberzugang: Nvidia (Profile) Inspector
- 1.9 Framelimit-Methoden mit Nvidia Reflex im Vergleich
- 1.10 Für ein flüssigeres Bild: G-Sync & Vsync - besser mit als ohne
- 1.11 Es gäbe noch viel, viel mehr
- 2 Verschüttetes Wissen: Spezialfunktionen
Geforce-Treiber
Im zweiten Teil unserer Treiber-Artikelreihe werfen wir einen genaueren Blick auf die Optionen innerhalb der Nvidia Geforce-Suite und gehen näher ins Detail, auch bei bereits angeschnittenen Punkten wie G-Sync, Vsync, Nvidia Reflex, Framelimits und dem Nvidia Inspector - Überraschungen und Geheimtipps inklusive!
Die ewige Zweiteilung?
Nvidia wird wohl auch auf absehbare Zeit beim schielenden Software-Blick bleiben und bei Geforce-Karten sowohl das altbackene Control Panel (die Nvidia Systemsteuerung) als auch das zusätzliche Experience-Paket behalten wollen - mit geteilten Einstellungsebenen und Features, die bei der Konkurrenz eben nicht getrennt werden. Das muss auch bei Weitem nichts Schlechtes sein, denn so können Anwender auf die (subjektiv) potenzielle Bloatware des Geforce-Experience-Pakets verzichten, aber in den vollen Game-Ready-Genuss mit funktionaler Treiberbasis kommen. Für simple Funktionen wie direkte Screenshots, Videoaufnahmen, Filter und andere Extras ist bei Nvidia-Karten ein einmaliger Experience-Login mit einem Account notwendig, um überhaupt das dafür notwendige Geforce-Overlay korrekt aktivieren zu können. Problematisch wird diese Designentscheidung insbesondere bei der ersten Einrichtung ohne bestehende Verbindung zum Nvidia-Server - sowohl bei eigenen Netzwerkproblemen als auch auf Herstellerseite. Experience-Funktionen wie der Live-Mitschnitt von Spiele-Highlights können ohne Erstkonfiguration nicht effektiv genutzt werden. Eine Lösung über Drittprogramme bleibt natürlich als Ausweichoption oder gar erste Wahl, nur bietet die GPU-Konkurrenz deutlich verbraucherorientiertere Konzepte, wie wir in einem folgenden Artikel über AMD näher beleuchten werden. Was halten Sie von den Treiberoberflächen, dem Design und der Einstellungsfunktionalität im Vergleich zwischen Nvidia und AMD? Nehmen Sie gern an unserer noch offenen Treiberumfrage unter www.pcgh.de/treiberumfrage23 teil. Wir freuen uns auch über Ihre Leserbriefe zu diesem Thema. Wir sind der Meinung: Nvidia, vieles davon geht doch deutlich eleganter!
Keine Panik auf der Titanic
In den Tiefen der Treibereinstellungen zu wühlen - insbesondere bei komplexeren Variablen innerhalb des inoffiziellen Inspector-Tools für Nvidia-Karten - ist für die meisten Anwender nicht notwendig. Kleinere Anpassungen, wie im ersten Teil der Reihe beschrieben, reichen völlig aus. Im Rahmen Ihres Leser-Feedbacks nannten Sie uns einige weitere Interessen, die wir nun für Sie durchgehen.
Geforce Experience als Übertaktungshilfe?
In der rechten oberen Ecke des Experience-Overlays (Standardtastenkombination: Alt + Z) unter dem Punkt Leistung finden Sie nicht nur wichtige Grunddaten wie den gerade anliegenden Kerntakt, sondern auch für alle RTX-Karten das sogenannte Auto-Tuning, bei dem die Software-Suite automatisch in einigen Minuten ein theoretisch geeignetes, stabiles Übertaktungsprofil ausarbeitet. Dafür muss Ihr Rechner nicht im Spiel, sondern im Idealfall ohne Last bis zum Abschluss des Optimierungsvorgangs eingeschaltet bleiben. Die Einstellungsmöglichkeiten fallen dabei nur rudimentär aus und sind für erfahrene Nutzer kaum bis gar nicht geeignet. Während in Programmen wie dem ikonischen MSI Afterburner GPU-Spannung, Kern- und Speichertakt feinjustiert werden können, hinkt das offizielle Angebot von Nvidia gnadenlos hinterher. Teils grundlegende Funktionen wie die Ziel-Lüftergeschwindigkeit funktionieren nicht immer alltagstauglich; so kam es etwa beim Test mit der neuen Palit Gamerock Geforce RTX 4070 Ti zum Fixieren des Lüfters auf die eingestellte Prozentzahl. Bedeutet: Beim Einstellen des Lüfterziels auf 40 Prozent lagen bei uns auch permanent 40 Prozent an, während die GPU mit kühlen 28 °C im Desktop-Idle auf Last wartete. Ähnlich sieht es beim Regler für die maximale Spannung aus, bei dem keine Spannungswerte, sondern ebenfalls intransparente Prozentzahlen eingestellt werden können. Auch hier werden Kinderkrankheiten sichtbar, denn es fehlt an einer effektiven Wirkung trotz Übernehmen und Speichern der Optionen. Unser Fazit zum Auto-Tuning von Geforce Experience: Finger weg! Der Griff zu Drittprogrammen wie dem immer noch funktionierenden (!) MSI Afterburner mit ähnlichen und vor allem mehr Funktionen bleibt beim Tuning nach wie vor die sinnvollste Wahl, selbst für Einsteiger.
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Folgende Themen finden Sie im Praxisartikel:
- Geforce Experience als Übertaktungshilfe?
- Overlays zur Orientierung
- Adieu, Nvidia Gamestream
- DLSS 3.0 und die Frame Generation - nur im Spiel einstellbar
- Schärfeanomalien mit NIS
- Inoffizieller Treiberzugang: Nvidia (Profile) Inspector
- Framelimit-Methoden mit Nvidia Reflex im Vergleich
- Für ein flüssigeres Bild: G-Sync & Vsync
- Verschüttetes Wissen: Spezialfunktionen
- Tipp 01: Anti-Aliasing-Vielfalt
- Tipp 02: Anti-Aliasing für Experten
- Tipp 03: Resizable BAR erzwingen
- Tipp 04: Einstellungen zurücksetzen
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