PCGH-Plus Label [PLUS] Geforce Experience unter der Lupe: Top oder Flop?

PCGH Plus: Hersteller lieben es, ihre Hardware mit zusätzlich zu installierender Software zu bewerben. Auch Nvidia macht sich dessen schuldig. Aber was steckt eigentlich konkret in der Geforce-Experience-Suite? Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 10/2021.

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 Geforce Experience unter der Lupe: Top oder Flop?
Quelle: Basis-Bild: Nvidia

Geforce Experience unter der Lupe: Top oder Flop?

Das Marketing-Versprechen: Mit der Extra-Software wird die Nutzer-Erfahrung verbessert. Die durchaus interessanten Funktionen verstecken sich dabei nicht selten hinter Hürden wie sinnloser Account-Pflicht und einer unübersichtlichen Oberfläche in einer fehlerbehafteten Softwarelösung. Nicht nur hell leuchtende Regenbogen-Tastaturen von Razer oder Wireless-Headsets von Steelseries fallen in diese Kategorie, auch Grafikkarten von Nvidia werden neben dem notwendigen Treiber auch seit Jahren mit der optionalen Geforce-Experience-Software versorgt. Im Gegensatz zur Konkurrenz (AMD) besteht Nvidia dabei auf ein Einloggen mit einem Geforce- oder einem Social-Media-Account wie Facebook, Google oder QQ und Wechat für den asiatischen Raum. Eine sinnergebende Begründung dieses künstlichen Zwangs gibt es nicht, denn selbst beim nahtlosen Streamen auf Twitch und Youtube wäre theoretisch keine Anmeldung in der Software erforderlich, Schlüssel-Authentifizierung sei Dank. Mit dem 2016er-Release der dritten Version von Geforce Experience kam allerdings nicht nur die erforderliche Anmeldung, sondern auch neue Funktionen wie die interne Aufnahme- und Stream-Option. Aber welche Software-Tools gibt es heute, gut fünf Jahre später und wie ausgereift sind die Features mittlerweile? Was genau erhält man für die zusätzliche Datenabgabe? Wir schauen uns die aktuelle Version 3.23.0.74 für Sie deshalb genauer an.

Feature-Überblick

Im wilden Chaos der Marketing-Namen lässt Nvidia kein bombastisches Wortfeuerwerk aus. Die über die Grafikkarte laufende Aufnahme des Bildsignals wird mit der direkten Streaming-Funktion unter der Shadowplay-Technologie und Nvidia Share zusammengefasst, mit der auf der aktuellen RTX 3000er-Serie mittlerweile selbst Szenen in 8K-Auflösung bei 30 Fps theoretisch problemfrei aufgenommen werden können. In die technisch selbe Kerbe schlägt Nvidia Highlights, bei dem Spielmomente wie Rundensiege oder Kills automatisch erfasst werden. Der Fotomodus Ansel soll in unterstützten Spielen für Möglichkeiten wie 360-Grad-Bilder, einer höheren Bildauflösung und HDR-Support sorgen. Gesonderte Post-Processing-Spielefilter werden unter dem Freestyle-Namen vereinigt. Die automatische Optimierung der Spieleeinstellungen, der eigenen Hardware entsprechend, soll durch einen Abgleich der gesammelten Clouddaten von Nvidia vollzogen werden. Die Update-Funktion innerhalb von Geforce Experience erleichtert das Installieren neuerer GPU-Treiber. Weniger beworben, aber nicht ganz unpraktisch, kann das Gamestream-Feature sein. Eigentlich ist die Nutzung nur mit Nvidias eigener Shield-Hardware angedacht, allerdings funktionieren andere Geräte mit iOS, Android und anderen Betriebssystemen genauso, wenn nicht sogar besser (Open-Source-Projekten sei Dank). Der neue Leistungsreiter im Experience-Overlay ermöglicht nicht nur das direkte Anzeigen von Performance-Daten wie beim Riva-Statistics-Tuner, sondern bietet auch experimentell eine Leistungsoptimierung an, bei der versucht wird, die Grafikkarte automatisch zu übertakten.

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Folgende Themen finden Sie im Artikel: 
  • Feature-Überblick: GF Experience
  • Erforderliche Hard- und Software
  • Für wen lohnt sich der Aufwand?
  • Werkzeugkasten Shadowplay
  • Wo Aufnahme-Licht, da auch Stream-Schatten
  • Fotomodus: Ansel
  • Post-Processing-Filter: Freestyle
  • Automatische Spieleoptimierung
  • Leistungs-Optimierung
  • Gamestream über Moonlight
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