Schlecht gealtert: Nvidia-Chef verspricht 2011 preiswerte GPUs
Der Grafikkarten-Markt hat in den vergangenen Jahren eine preislich unangenehme Entwicklung für Endkunden genommen - entgegen Nvidia-CEO Jensen Huangs Versprechen im Jahr 2011, dauerhaft günstige GPUs anbieten zu wollen.
Es gibt Aussagen, die wie ein feiner Wein altern - und manche wie Milch. Zu letzterem gehört definitiv das Statement von Nvidias CEO Jensen Huang, der 2011 in einer Rede an der renommierten US-Universität Stanford preiswerte Grafikkarten als dauerhaftes Ziel für das Unternehmen ausgab. Im kürzlich auf Reddit aufgetauchten Mitschnitt der Rede spricht Jensen davon, dass man die "teuerste Workstation-Technologien neu erfinden" und versuchen wolle, diese günstig anzubieten.
Generell seien zum damaligen Zeitpunkt insbesondere Investoren skeptisch gegenüber Jensens vorgezeichnetem Weg zum Erfolg gewesen, wie der Nvidia-CEO in seiner Stanford-Rede zu verstehen gibt. All der Skepsis zum Trotz war Nvidia aber schon 2011 ein äußerst erfolgreiches Unternehmen seit seiner Gründung 1994, angefangen bei der populären Riva 128 aus dem Jahr 1997 bis hin zum Launch der CUDA-Architektur im Jahr 2005. Im gleichen Zeitraum wie die Stanford-Rede konnte Nvidia zudem die Schallmauer von einer Milliarde gelieferter Chips durchbrechen.
Auch lesenswert: RTX 3060 Ti, SSD, Prime, Gaming-Monitor: Amazon drückt Preise zum Wochenende kräftig
Zumindest zum Zeitpunkt der Stanford-Rede konnte Jensen sein Versprechen zu preiswerten Grafikkarten einhalten: Begann der Fermi-Refresh mit einer etwa 140 Euro günstigen Geforce GTX 550 Ti, war das damalige Spitzenmodell GTX 590 mit einer UVP von 620 Euro ausgestattet. Inflationsbereinigt wären das heute knapp 800 Euro, was immer noch unter jeglicher offiziellen UVP der aktuellen RTX-40-Reihe liegt - selbst die nominelle Mittelklasse-GPU RTX 4070 Ti ist mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 899 Euro teurer als die damaligen Flaggschiff-Modelle.
Quelle: Tom's Hardware via Reddit

. Bleibt der Preis zur GTX 970 gleich und verdreifacht sich nicht, wäre der passende Name RTX 1581,1. Dann würde sich Nvidia aber das Marketing sparen oder die Käufer gehen einfach mit unterschiedlichen Vorstellungen und Mathematik an diese Sache heran.
Nvidia hat nie kommuniziert dass man etwas an der Bedeutung des Namens geändert hat, sie haben versucht es den Leuten langsam und heimlich an zu gewöhnen. Also muss ich davon ausgehen dass die 70er Serie nach wie vor die Mittelklasse darstellt.
Ich gehe ja bei einer S-Klasse auch von einem gewissen Standard aus. Und wenn ich mich dann reinsetzen ist es nur eine E-klasse auf die man ein S- geklebt hat? Das ist, im besten Fall, die Leute an der Nase herumgeführt.
einer 4070 Ti zur GTX 970 wären wir dann beim Namen (970 x 4,89) RTX 4743,3. LOL
Man sieht eigentlich sehr schön an deiner Quelle, dass die Waverherstellung nicht 1:1 in die Preisgestaltung fließt. Wenn dem so wäre, hätten gpus von 2014 auf 2016 doppelt so teuer sein müssen.
Man sieht eigentlich sehr schön an deiner Quelle, dass die Waverherstellung nicht 1:1 in die Preisgestaltung fließt. Wenn dem so wäre, hätten gpus von 2014 auf 2016 doppelt so teuer sein müssen.