Turing RTX: RT-Cores können auch Töne berechnen

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Turing ist für Raytracing ausgelegt, kann aber wohl auch Sound.
Quelle: Nvidia

Die neuen RT-Cores der Turing-GPU-Architektur von Nvidia, die auch in abgewandelter Form auf der erwarteten Geforce RTX 2080 zum Einsatz kommen dürften, können nicht nur für die Berechnung von Lichtstrahlen, sondern auch für die Ausbreitung von Sound in 3D-Umgebungen verwendet werden. Eventuell plant Nvidia also auch hier einen Standard für Spiele.

Nvidia hat bislang nur Quadro-RTX-Grafikkarten vorgestellt, die neue GPUs verwenden, in denen sogenannte RT-Cores für Raytracing-Berechnungen genutzt werden können. Die neuen Grafikchips sind damit beim Raytracing deutlich schneller als bisherige Nvidias-GPUs. Es gilt als recht sicher, dass auch die erwartete Geforce RTX 2080 RT-Cores besitzt und damit den Weg für Raytracing in Spielen öffnet.

Nvidia Turing: Berechnet Licht und Ton

Den Kollegen bei Techpowerup ist nun ein kleiner Satz auf der Webseite aufgefallen, die Nvidia für die neue Turing-Architektur eingerichtet hat. Dort heißt es, dass die neuen RT-Cores die Berechnung von "Licht und Ton" in 3D-Umgebungen beschleunigen. Diese Aussage lässt die Spekulation zu, dass Nvidia nicht nur Raytracing, sondern auch realistische Ausbreitung von Schall unterstützen wird. Damit würde nicht nur die Grafik in Spielen realistischer, sondern auch der Sound, der beispielsweise von verschiedenen Oberflächen anderes reflektiert wird.

Denkbar wäre so eine Unterstützung über Gameworks, das bei vielen Spiele-Entwicklern ohnehin zum Einsatz kommt. Allerdings hatte AMD schon vor Jahren ähnliche Ideen für seine Radeon-GPUs, zunächst mit TrueAudio, das aber nur in vier Spielen tatsächlich zum Einsatz kam. Mit der Polaris-Architektur hatte AMD dann TrueAudio Next vor allem für VR-Spiele vorgestellt, das auch reflektierten Schall je nach Oberfläche berechnen kann, aber bisher wohl von keinem einzigen Spiel unterstützt wird.

Mehr zum Thema: Quadro RTX Turing: Nvidia stellt neue GPU-Architektur vor

Bisher setzen die Spiele-Entwickler lieber auf eigene Sound-Engines, doch vielleicht ändert sich das, falls die "Geforce RTX" tatsächlich auch realistischen 3D-Sound berechnen kann. Immerhin ist Nvidia Marktführer bei den Grafikkarten - und Soundkarten, die für solche Berechnungen ausgelegt sind, sind schon eher selten geworden, weil die meisten Gamer mit Onboard-Sound zufrieden sind.

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    • Kommentare (30)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von X-CosmicBlue BIOS-Overclocker(in)
        AW: Turing RTX: RT-Cores können auch Töne berechnen

        Zitat von Gurdi
        Klar, es ist Teil von Gameworks. Das es grundsätzlich von der DX12 API bereit gestellt wird bedeutet nicht das dieser auch entsprechend genutzt wird von den Nvidia Karten.
        Richtig, aber man kann sich fragen, ob Spieleentwickler lieber auf Gameworks oder auf DirectX setzen...
      • Von X-CosmicBlue BIOS-Overclocker(in)
        AW: Turing RTX: RT-Cores können auch Töne berechnen

        Zitat von Gurdi
        Klar, es ist Teil von Gameworks. Das es grundsätzlich von der DX12 API bereit gestellt wird bedeutet nicht das dieser auch entsprechend genutzt wird von den Nvidia Karten.
        Richtig, aber man kann sich fragen, ob Spieleentwickler lieber auf Gameworks oder auf DirectX setzen...
      • Von Gurdi Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Turing RTX: RT-Cores können auch Töne berechnen

        Zitat von X-CosmicBlue
        Naja, Raytracing ist jetzt kein NVidia-only feature. Raytracing ist oder wird Bestandteil von DirectX. Das hat mit Hairworks oder PhysX oder GSync nichts zu tun. Der Vergleich hinkt. Hier kann NVidia tatsächlich seine Balken verlängern.
        Klar, es ist Teil von Gameworks. Das es grundsätzlich von der DX12 API bereit gestellt wird bedeutet nicht das dieser auch entsprechend genutzt wird von den Nvidia Karten.
      • Von X-CosmicBlue BIOS-Overclocker(in)
        AW: Turing RTX: RT-Cores können auch Töne berechnen

        Zitat von CL90
        Bei den ganzen "Features" die Nvidia rausbringt geht es doch einzig und allein, darum den eigenen Kram in möglichst viele Spiele zu pumpen, damit diese, dann wesentlich schlechter auf anderer Hardware läuft. Wie bei Witcher 3 mit Hairworks. Wenn einem die AMD Hardware zu gut wird, schiebt man eben ein Feature rein, das dessen Leistung vernichtet.

        Wenn Raytracing Anklang findet, und AMD keine gute Lösung dafür findet, wird AMD wesentlich kürzere Balken in den nächsten Benchmarks zeigen, und das, ganz ohne das Nvidia ihre Balken verlängern musste

        Absetzen von der Konkurrenz - Nvidia Stil
        Naja, Raytracing ist jetzt kein NVidia-only feature. Raytracing ist oder wird Bestandteil von DirectX. Das hat mit Hairworks oder PhysX oder GSync nichts zu tun. Der Vergleich hinkt. Hier kann NVidia tatsächlich seine Balken verlängern.
      • Von CL90 Software-Overclocker(in)
        AW: Turing RTX: RT-Cores können auch Töne berechnen

        Bei den ganzen "Features" die Nvidia rausbringt geht es doch einzig und allein, darum den eigenen Kram in möglichst viele Spiele zu pumpen, damit diese, dann wesentlich schlechter auf anderer Hardware läuft. Wie bei Witcher 3 mit Hairworks. Wenn einem die AMD Hardware zu gut wird, schiebt man eben ein Feature rein, das dessen Leistung vernichtet.

        Wenn Raytracing Anklang findet, und AMD keine gute Lösung dafür findet, wird AMD wesentlich kürzere Balken in den nächsten Benchmarks zeigen, und das, ganz ohne das Nvidia ihre Balken verlängern musste

        Absetzen von der Konkurrenz - Nvidia Stil
      • Von micha34 Freizeitschrauber(in)
        AW: Turing RTX: RT-Cores können auch Töne berechnen

        Bei meinen Spielen (VR) könnte ich wegen dem 3D Sound mit HRTFs die Soundberechnung über RT Kerne sicher gut gebrauchen.
        Das ist auch sicher aufwendiger als bei normalen PC Spielen.
        Deshalb bin ich mir nicht sicher für welche Interessengruppe Nvidia da was plant.
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