[26/11/2021] Nvidia App – das neue Geforce-Treiber-Panel … ist stylischer als das (sehr) alte. Was in meinen Augen eine schlechte Nachricht darstellt. Treiber-Konfigurationsmenüs müssen nicht gut aussehen, sondern sie müssen viele Funktionen übersichtlich bereitstellen. Bezüglich war bislang nur die begrenzte Höhe der Scrollmenüs zu kritisieren, doch um das zu fixen hätte es keinen Wechsel auf eine Flat-Design-App gebraucht. Die sind allgemein dafür bekannt, Informationen schlechter zu strukturieren oder mehr Platz zu brauchen oder mehr Verschachtelung oder weniger Möglichkeiten anzubieten. Aber was heißt „oder“? Nvidia sagt: „Und!“. Das neue Panel ist raumgreifender, verteilt Wichtiges in mehr Untermenüs und lässt einiges einfach weg. Ob Nvidia weiß, wieso so viele erfahrene Anwender den noch altbackeneren Nvidia Inspector nutzen sowie Rivatuner-Skins und -Overlay-Tool für den MSI Afterburner nutzen? Die sehen genauso antik aus, wie der Name suggeriert*, aber sie sind funktional. Und nur das zählt. Nvidias neues Control Panel punktet hier nur mit der Integration von Geforce-Experience-Features. Schön, dass diese endlich datenschutzkonform ohne Account-Zwang verfügbar sind, aber verglichen mit den Möglichkeiten von Afterburner & Co sind sie ehrlich gesagt das Letzte, was ich im bisherigen Control Panel vermisst habe.
*Für Spätgeborene, die damit nichts anfangen können: Der RivaTNT war Nvidias Grafikchip („GPUs“ gab es damals noch nicht) des Jahres 1998. Ein Jahr später kam „Geforce“, aber die unabhängig entwickelte Tuning-Software blieb beim Namen „Rivatuner“ (und beim alten Design), bis MSI irgendwann als Sponsor einstieg. (Torsten Vogel)