[03/10/2025] Die letzten 11 Jahre habe ich als Vollzeit-Redakteur in der PCGH-Redaktion verbracht. Das bringt es mit sich, dass Hardware-Entscheidungen unter einem stetigen "Wäre das geil"-Bombardement auf der einen Seite sowie mit zahlreichen Kontakten, die direkt an der Quelle sitzen, auf der anderen Seite, getroffen werden. Die mitgebrachte GTX 670 war somit die letzte Grafikkarte, für die ich mich auf normalem Wege entschieden habe – alle folgenden Upgrades resultierten aus günstigen Gelegenheiten. Sie waren/sind also Gebrauchtware aus der Hand von Leuten, die zu dem Zeitpunkt schon die (über-)nächste Generation in ihren Rechner steckten. Wer hat, der hat.
Normal-Nerd-näher sind meine vorangehenden 14 Jahre, welche der Benchmark leider nicht abdeckt: Aus den 90ern nahm ich eine Riva TNT mit ins PCGH-Zeitalter, welche bald einer Kyro II und weitere rund zwei Jahre später einer Geforce 4 Ti-4400 weichen musste. Mit der war ich lange zufrieden, ehe auf halbem Wege durch Vampire Bloodlines eine Pechsträhne begann, die Jahre andauerte: Ein Ausfall des guten alten CRT erforderte eine 1.600-×-1.200 taugliche 6800 GT für den IPS-Nachfolger. Kurze Zeit später konnte die 6800 GT weder gegen ein funktionierendes Exemplar getauscht werden (out of stock) noch wurde der Kaufpreis voll erstattet (diese Franchise-Kette gibt es heute nicht mehr ...), für eine gebrauchte 6800 Ultra musste ich ordentlich zuschießen. Diese überhitzte prompt und wenige Tage später wurde die deutlich bessere, günstigere 7800 GS bestätigt – welche dann noch schneller verstarb. Mit dem (bis heute im Schrank schlummernden) Austauschexemplar war ich dann endlich wieder längere Zeit glücklich (Übertaktung auf 7800-GT-Rohleistung half), aber die Crysis-Demo weckte meinen Wunsch nach HD-3850-AGP-Leistung. Schade: Vier Monate später äußerte das AGP-Mainboard seinen Wunsch nach Ruhestand. Dem Ersatz spendierte ich, vom zunehmend knapper werdenden Studenten-Budget, eine 9800 GTX+, aber als die sich kurz nach Garantieablauf ebenfalls frühverrentete, reichte es nur noch für eine gebrauchte 8800 GT. Unter regulären Umständen wäre die vermutlich meine zweite statt siebte Aufrüstung nach der Ti-4400 gewesen (mit X1950 Pro oder 7600 GT in der Mitte), so wurde sie ein Dauer-Notnagel bis zur eingangs erwähnten GTX 670. Kurzfristig kamen zwischendurch übrigens eine MX4000 (netto-0-Euro-Überbrückung während der Garantieklärung), eine Mystique (aus dem vor-TNT-Rechner und dank PCI lange kompatibel) sowie eine Rage II (aus der Schrottkiste) zum Einsatz. Letztere lehrte mich die Bedeutung von VRAM: Hat man zu wenig, muss man Auflösung und Qualität massiv runterdrehen – die des Windows-Desktops. (Torsten Vogel)