Razer auf der CES 2017: Viel Wirbel um zwei Prototypen

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Special Roland Austinat (US-Korrespondent) Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Razer Stand
Quelle: PC Games Hardware

Klar, ein Laptop mit drei Monitoren sieht in erster Linie cool aus. Doch ein Beamer, der das Spielebild über die Leinwand hinaus auf die komplette Wand mit Mobiliar projiziert, ist eine deutlich spannendere Neuheit.

Zum siebten Mal in Folge kassierte Razer auf der CES 2017 in Las Vegas jede Menge Preise, darunter den begehrten CES Innovation Award. Über das Laptop mit den drei Monitoren hatten wir bereits berichtet - nun galt es, Razer-Produktmanager Hilmar Hahn mit Fragen zu löchern. Einmal mehr betonte dieser mit nach vier Messetagen heiserer Stimme, dass es sich bei Project Valerie um eine Konzeptstudie handele - die aber schon jetzt funktionieren würde. So liefen nicht nur Grafikdemos, sondern auch ausgewachsene Spiele wie Titanfall 2 problemlos auf den drei Monitoren des Laptops.

Wer mit dem System unterwegs ist, interessiert sich natürlich auch für die Akkulaufzeit. "Wir haben den größten eingebaut, den man derzeit legal verwenden kann", antwortet Hahn auf unsere Frage. Gerade bei Flugreisen gibt es hier Grenzwerte - und in einer Metallkiste im Frachtraum möchte man sein schmuckes System schließlich nicht transportieren. Eine konkrete Stundenzahl, wie lange dieser "größte derzeit erhältliche" Akku nun hält, wollte uns Hilmar Hahn aber nicht verraten.

Realer Nutzen oder nur ein Hingucker?

So cool ein Laptop mit drei Monitoren auch aussieht, und so groß auch legale wie illegale Begehrlichkeiten sein mögen: Im Gegensatz zu früheren Prototypen wie dem Razer Switchblade oder dem letztjährigen Duo Razer Blade Stealth und Razer Core fällt es uns derzeit noch schwer, einen praktischen Nutzen für Project Valerie zu sehen - insbesondere, wenn es um den mobilen Einsatz geht.

Zu filigran wirkt die Öffnungs- und Schließautomatik, die obendrein aus Kunststoff- statt aus Metallschienen gefertigt zu sein scheint. Wie liegt der Schwerpunkt des Systems? Kann man es überhaupt ohne Tisch verwenden? Und wie lange man mit einem Gaming-Laptop mit drei 17-Zoll-Displays und GTX 1080 spielen kann, bevor man wieder ans Stromnetz muss? Fragen, auf die Razer in den nächsten Monaten eine Antwort finden muss.

Project Ariana: Die ganze Wand als Spielfläche

Unserer Meinung nach deutlich spannender ist ein weiterer Prototyp namens Project Ariana. Dahinter verbirgt sich keine Rakete, sondern ein HD-Beamer mit Ultraweitwinkel-Fischaugenlinse, der Razers RGB-Variante Chroma unterstützt. Auf seiner Vorderseite befinden sich außerdem zwei 3D-Kameras, die den gesamten vor dem Projektor liegenden Raum abtasten. Mit diesen Daten bewaffnet berechnet Ariana dann ein Bild, dass die komplette Wand überlagert - nicht nur die Projektionsleinwand.

Außerdem berücksichtig der Beamer sämtliche Möbel und die etwaige Raumbeleuchtung. Die Spiel-Action wird nicht nur wandfüllend dargestellt, sondern enthält Inhalte und Details, die sich nahtlos an das eigentliche projizierte Bild anschließen. Die leichte Tönung des "Wandbildes" deckt sich dabei mit der RGB-Chroma-Farbe, die auf Tastatur, Maus, Mauspad und Co. dargestellt wird - ein sensationelles Erlebnis, bei dem man stärker ins Spiel eintaucht als jemals zuvor. Wir empfehlen Ihnen dringend das Anschauen des Project-Ariana-Videos.

Und ansonsten? Razer hält sich bedeckt.

Wer außer den beiden Prototypen auf neue Gaming-Laptops oder -Peripherie hoffte, wurde enttäuscht. Am Stand tummelten sich einige der noch im letzten Jahr unter Verschluss gehaltenen Razer-Blade-Stealth-Laptops mit externem Razer-Core-Grafikkartengehäuse. Außerdem belegten zahlreiche Gamer die 14- beziehungsweise 17-Zoll-Laptops mit GTX-1060/1080-Grafikkarten. Chroma-Mäuse, Tastaturen und Mauspads, Mods und Lenovo-Cases im razergrünen Design - Razer muss im Laufe des Jahres noch ein paar Pfunde beziehungsweise real verfügbare Produkte in die Waagschale werfen.

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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Pleasedontkillme Software-Overclocker(in)
        ...hast recht, hat was
      • Von Pleasedontkillme Software-Overclocker(in)
        ...hast recht, hat was
      • Von Abductee Kokü-Junkie (m/w)
        Der Beamer macht dir nur ein besseres Ambi-Light.
        Das soll keinen Bildschirm ersetzen.
      • Von Mydgard Freizeitschrauber(in)
        PCGH sollte imho darauf hinweisen, das im Razer Ariana Video ca. die ersten 40% über eine Tastatur gesprochen wird und nicht der Beamer.

        Anbei: Mir ist bei dem Beamer nicht ganz klar, warum man da dann den Monitor nicht gleich ganz weglässt ... weil der Rahmen des Monitors stört ja dann doch sehr stark finde ich.
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