PCGH-Plus Label [PLUS] 3 Notebooks mit 240-Hz-Display im Test

PCGH Plus: Eigentlich hinken Notebook-Displays den Monitor-Panels immer etwas hinterher. Hochwertige IPS-Panels mit 240 Hz gibt es aber bislang nur in Notebooks. Wir haben die ersten drei Modelle getestet. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 10/2019.

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 3 Notebooks mit 240-Hz-Display im Test
Quelle: Pixabay

Gestochen scharf

Die Gaming-Notebooks sind nicht gerade wie ein Phönix aus der Asche aufgestiegen. Die Anfänge der spieletauglichen Hochleistungs-Notebooks waren nicht gerade glorreich: Vor einigen Jahren, als die Grafikchips effizient genug für den knappen Formfaktor wurden, war es nicht nur die Rechenleistung, die im Vergleich zu einem Desktop-Rechner hinterherhinkte. Das Display hatte eine schlechte Farbqualität, die Tastaturen waren klapprig, die Verarbeitung bestenfalls ohne größere Mängel und der Sound hatte Telefonhörerqualität. Erst als die Nische der Gaming-Notebook wuchs, sich mehrere Hersteller dorthin wagten und der Konkurrenzdruck die Marktteilnehmer zu immer besserer Qualität zwang, besserte sich das nach und nach. Unsaubere Spaltmaße am Gehäuse kann sich heute kein Hersteller mehr erlauben. Es fängt immer einer mit einem Feature an und die Konkurrenten ziehen nach, wie etwa bei der Tastaturbeleuchtung. Mittlerweile passt also das ganze Drumherum zu den teuren, leistungsfähigen Rechenchips der Notebooks. Nun geht es hier aber vorrangig um die Displays und die ersten drei Modelle mit 240 Hz. Es ist noch gar nicht so lange her, nur wenige Jahre, dass ein Notebook-Bildschirm auf die standardmäßige Bildwiederholrate von 60 Hz beschränkt war, während der Desktop-Gamer schon längst 144 Hz genießen konnte. 2016 kündigte Asus dann erstmals ein TN-Panel mit 120 Hz an, was ein Jahr später von einem IPS-Panel mit 144 Hz getoppt wurde.

Während die Monitorwelt seit Jahren auf OLED-Monitore wartet, gibt es die schon seit mehreren Jahren in Notebooks. Wenn auch nur in UHD, 60 Hz und zu einem sündhaft teurem Preis. Vom Smartphone übers Notebook bis zum TV haben sich die selbstleuchtenden Pixel durchgesetzt, nur eben nicht in Monitoren. Aus einem einfachen Grund: der Lebensdauer. Monitore müssen darauf ausgelegt sein, täglich acht Stunden im Betrieb zu sein. Für Gaming-Notebooks sind OLED-Displays ohnehin uninteressant, denn auch wenn sie mit ihrem hohen Kontrast und den Reaktionszeiten von 0,1 ms die vielleicht beste Bildqualität auf den Schirm zaubern, ist die Qualität moderner IPS-LCDs in Notebooks mittlerweile ziemlich gut. Mit hoher Bildfrequenz sind die Panels zwar noch immer auf Full HD beschränkt, das reicht aber wegen der relativ kleinen Bilddiagonale im Gegensatz zum Monitor für eine gute Pixeldichte aus. 4K/UHD-Displays gibt es zwar ebenfalls schon, was aber auf 60 Hz beschränkt und einfach zu viel des Guten ist. Schließlich erfordert die hohe Auflösung auch eine entsprechend hohe (teure) Grafikleistung.

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