Netzteile: Intel aktualisiert ATX auf 3.1
Intel hat den ATX-Standard auf 3.1 aktualisiert. Die neuen PCI-Express-Stromstecker 12V 2×6 sind damit verpflichtend. Sie ersetzen den glücklosen 12VHPWR.
Intel hat den ATX-Standard auf die Ausbaustufe 3.1 aktualisiert; zeitgleich wird die PCI Express Card-Electromechanical Specification auf 5.1 aktualisiert, damit alles zusammenpasst. Die neue Spezifikation schreibt vor, dass künftig die überarbeitete Version des etwas leidgeplagten 12VHPWR-Stecker verwendet werden muss. Das sind prinzipiell alles Nachwirkungen des Dramas um verschmorte Stecker, insbesondere bei Grafikkarten mit hoher Leistungsaufnahme.
Die Ursache war am Ende so lapidar wie effektiv. Wenn die Stecker nicht richtig in die Buchse gesteckt wurden, konnte es zu Kontaktschwierigkeiten kommen, was am Ende zu schmelzenden Steckern führte. Da die Stecker zuweilen nicht die beste Passform hatten und schwergängig waren, kam es bisweilen vor, dass sie nicht richtig saßen.
Die Lösung für das mechanische Problem ist ähnlich simpel: Beim neuen 12V-2×6-Stecker sind die Sensorik-Pins gekürzt, sodass die bei inkorrekter Passform erst gar keinen Kontakt haben und so mit dem Netzteil nur die niedrige Leistungsstufe ausgehandelt wird. Das fällt dann auch eines Tages dem Nutzer auf, ohne dass der Rechner verschmort riecht. Die von der PCI-SIG gekürzten Stecker sind ab ATX 3.1 Vorschrift.
Der neue 12V-2×6-Anschluss liefert weiterhin bis zu 55 Ampere Dauerstrom, um die Grafikkarten mit maximal 600 Watt elektrischer Leistung an einer 12-V-Schiene versorgen zu können. Mechanisch ist 12V-2×6 zu 12VHPWR kompatibel.
Außerdem gibt es jetzt feinere Leistungsstufen im unteren Bereich bei 150 Watt und 0 Watt, indem bei der Sensorik die Belegung leicht angepasst wird. 300, 450 und 600 Watt bleiben wie gehabt. Die Stufe bei 150 Watt soll kleinere Systeme besser abbilden und Netzteile mit um 500 Watt ermöglichen, während 0 Watt ein Stromsparmodus ist, über den sich Steckkarten komplett abschalten lassen.
Quelle: Intel



Für ein ATX3.0 PSU sind 2 offene Sense Pins gleichbedeutend mit "Es dürfen bis zu 150w fliesen". Bei einem ATX3.1 PSU bedeutet dies nun aber "Es darf kein Strom fliesen".
Die Sense Pins an der PSU definieren mit wie viel Watt das Kabel belastet werden darf und die Grafikkarte muss sich dann daran halten und darf dieses Limit nicht überschreiten. Wenn die PSU also sagt maximal 450 Watt hab ich, dann muss die Grafikkarte eben sicherstellen das nicht mehr als 450 W genommen werden. Und da kommt der Knackpunkt, passiert alles eh erst mit PCIe 5, wenn ich das richtig sehe. Aktuelle Karten machen das nicht, weil die kommen eh nicht auf 600W und sind keine PCIe 5 Karten.
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oder auch aus der PCIe 5
To ensure safety, the card designer is responsible for ensuring the power drawn from the cable never
exceeds the limits indicated by SENSE1/SENSE0, even if erroneous messaging is given by
Set_Slot_Power_Limit or Power Limit PM Sub State mechanism.
Für ein ATX3.0 PSU sind 2 offene Sense Pins gleichbedeutend mit "Es dürfen bis zu 150w fliesen". Bei einem ATX3.1 PSU bedeutet dies nun aber "Es darf kein Strom fliesen". Es ist dabei völlig Banane ob man den alten oder neuen Connector verwendet. Der hat KEINEN Einfluss darauf wie das PSU die Information bewertet.
lg
Hier kannst Du dir anschauen was bei einem Bequiet DarkPower 13 passiert ist:
Wackelkontakte bzw. unsichere Brücken, sowie erhöhte Widerstände in folge solcher Aktionen sind bei diesen Stromstärken jedoch hochgefährlich und führen sehr schnell zu genau den Fehlern, die wir bereits weiter oben gesehen habe.