Enermax Revolution Duo: Drei Netzteile mit zwei Lüftern
Enermax hat die Netzteilserie Revolution Duo ins Leben gerufen und innerhalb derer drei Stromwandler veröffentlicht. Der Name bezieht sich auf das Kühldesign, das auf zwei Lüfter setzt. Enermax verspricht sich durch niedrigere Drehzahlen als bei einem großen Lüfter einen leiseren Betrieb. Die Auslieferung hat bereits begonnen.
Hatten Netzteile früher meistens auf der Rückseite einen kleinen Lüfter zur Wärmeabfuhr, kommen inzwischen bei fast allen ATX- und SFX-Modellen größere Ventilatoren auf der Vorderseite zum Einsatz. Dank steigender Wirkungsgrade muss zudem nicht mehr so viel in die Kühlung investiert werden, was (semi-)passive Designs ermöglicht. Enermax möchte mit der Revolution-Duo-Baureihe nun einen neuen Weg gehen und setzt auf zwei Lüfter - je einer vorne und hinten.
Die Intention dahinter ist klar: Durch zwei langsamer drehende Lüfter statt eines schnelleren und einen saubereren Luftstrom verspricht sich Enermax eine leisere Geräuschkulisse. Den eigenen Angaben zufolge werde die Abwärme bei vielen klassischen Netzteilen nicht effektiv abgeführt. Vorne, an der "normalen" Position, werkelt ein 100-mm-Lüfter, an der Rückseite ein 80er. Beide sind mit Enermax' typischen Twister-Lagern versehen. Einen semipassiven Betrieb gibt es nicht. Stattdessen laufen die Lüfter beim 600-Watt-Netzteil mit rund 1.000 (100 mm) respektive 700 U/min (80 mm) an. Bei maximaler Last werden daraus rund 1.400 beziehungsweise 900 U/min. Beim 500-Watt-Modell drehen die Lüfter etwas langsamer, beim 700-Watt-Boliden schneller. An der Rückseite befindet sich ein Drehregler, mit dem die Spannung und folglich die Drehgeschwindigkeit manuell erhöht werden kann. Auf der Vorderseite, gegenüber vom 80-mm-Lüfter, befinden sich Schlitze, um zusätzliche Luft aus dem Gehäuse anzusaugen. Die Lüfter könne man beispielsweise schneller drehen lassen, wenn Netzteil und Festplatten vom restlichen System abgetrennt sind und man kühlere Temperaturen erreichen wolle. Ob das in der Praxis wirklich leise ist.
Die Effizienz wird indes auf 80 Plus Gold mit einem Wirkungsgrad von bis zu 92 Prozent beziffert. Alle gängigen Stromsparmechanismen sollen sich an Bord befinden. Beim ERD500AWL-F und ERD600AWL-F stehen für Grafikkarten je zwei 6+2-polige Stromstecker zur Verfügung, beim ERD700AWL-F vier. Preislich werden 80, 90 beziehungsweise 100 Euro fällig. Die Straßenpreise befinden sich etwas unter den UVPs, wobei die Auslieferung bereits begonnen hat.


Beim normalen Netzteillüfter pustest du ja die Luft auf die Platine drauf, wo sie dann um 90° abgelenkt werden und aus dem Gehäuse strömen muss, um eine vernünftige Kühlung zu erreichen. Dieses Umlenken des Luftstroms ist diffusionsgetrieben (hoher Luftdruck an der Platine, geringerer Luftdruck am Ausgang -> Luftstrom), daher muss ein so starkes Druckgefälle aufgebaut werden, dass das ganze in annehmbarer Geschwindigkeit von Statten geht. Außerdem staut sich die Luft an den Gehäuseseiten, an denen keine Ausgänge für den Luftstrom sind. Diese Probleme musst du mit mehr Luftdruck wettmachen, ein größerer Lüfter mit größerer Fördermenge ist notwendig.
Mit mehreren Lüftern sieht das ganze schon anders aus. Du erzeugst deutlich einfacher ein ausreichendes Druckgefälle, wenn du einen einblasenden Lüfter als Luftquelle und einen ausblasenden Lüfter als Luftsenke montierst. Da der Luftstrom nun von zwei Seiten getrieben wird, ist er viel stärker gerichtet und man hat viel weniger Luftstaus. Dadurch kann man auch auf Lüfter mit geringerer Fördermenge setzen, da der Luftstrom effizienter genutzt wird. Fördermenge ist dann halt doch nicht alles.
Klar, große Lüfter sind immer zu bevorzugen, aber vergleich es doch mal mit einem Gehäuse - also ich würde ein Gehäuse mit 2* 120 mm-Lüftern immer einem Gehäuse mit nur einem 160 mm-Lüfter vorziehen. Vorausgesetzt natürlich, ich kann in Zweiteres keine zusätzlichen Lüfter mehr einbauen
Allerdings sehe ich da nicht wirklich eine Notwendigkeit dahinter. BeQuiet zeigt ja Jahr für Jahr, dass man auch mit dem etablierten Kühlkonzept eine unhörbare Kühlung des Netzteils erreichen kann. Es geht also auch so schon verdammt gut. An dieser Stelle sehe ich also kein Bedürftnis danach, das Rad neu erfinden zu müssen.
gRU?; cAPS
Xilence wurde aus der Insolvenzmasse von Jet Computer an Listan verkauft. Ich glaube nicht dass wird da Netzteile sehen werden, die preislich auf dem Niveau von be quiet! liegen.
Okay, dann bin ich ja nicht der einzige dem die Optik gleich vertraut vorkam. Was ist eigentlich aus den Xilence (oder wie die Marke heißt) und ihrem Konzept geworden. Hatten die nicht vor ein paar Jahren auf der CeBIT Diese Netzteile die mit zusätzlichen, kleinen Lüfter ausgestattet und auf einer Seite abgeschrägt waren?
Edit
Diese Teile meinte ich:
PCGH-Preisvergleich by Geizhals: Die besten Preise fur PC-Spiele und Hardware
Zwar etwas anders als in meiner Erinnerung, aber dennoch mit zwei Lüfter.
Da gab's Gold und Platinum und jetzt sind sie zurück aus Bronze (was ich aber völlig legitim finde).
Ich bezweilfe auch das es funktioniert, 2 Lüfter sind eigentlich lauter als einen grossen Lüfter aber kann sein das Enermax ein Wunder geschafft hat