Moons of Madness: Horror-Abenteuer auf dem Mars

3D-Grafikadventures sind heutzutage rar gesät, doch Moons of Madness will das ändern: Als Techniker in einer Forschungsstation auf dem Mars werden wir von seltsamen Visionen geplagt - und müssen herausfinden, woran die spurlos verschwundenen Forscherkollegen gearbeitet haben.

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Special Roland Austinat (US-Korrespondent) Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen 22,49 €
Moons of Madness: Horror-Abenteuer auf dem Mars
Quelle: Funcom

Seit 25 Jahren tragen Spiele das Funcom-Logo - doch das norwegische Studio ist nicht nur als Entwickler von Spielen wie Conan Exiles, The Secret World oder Dreamfall unterwegs. Parallel veröffentlicht Funcom auch Titel anderer Entwickler wie zuletzt das prächtige Mutant Year Zero: Road to Eden. Und mit Moons of Madness steht schon das nächste Projekt in den Startlöchern - ein Horror-Adventure von Rock Pocket Games.

Bislang war das ebenfalls norwegische Studio Rock Pocket Games hauptsächlich als Zulieferer von Spezialeffekten und für die Mitarbeit an Kinder- und Lernspielen bekannt. Das änderte sich im Februar, als das eigene, kunterbunte Plattform-Abenteuer Shiftlings für Nintendo Switch herauskam. Die Designer arbeiten derzeit an einem nicht minder bunten Switch-Prügelspiel namens Starflux Rivals. Und, quasi als komplettes Gegenprogram, an Moons of Madness.

Völker, hört die Signale!

Das von den Norwegern mit "cosmic horror" umschriebene Moons of Madness entführt uns auf den Mars, genauer: auf die Forschungsstation Invictus, die der Orochi-Konzern dort errichtet hat. Als Techniker Shane Newehart sind wir eine Art interstellarer Hausmeister: Wir müssen uns primär darum kümmern, dass die Station funktionsfähig bleibt, damit die dort stationierten Wissenschaftler ihrer Arbeit nachgehen können.

Weil heute alle Welt "Spoiler!" schreit, nur wenn etwa jemand sagt, dass Harry Potter ein angehender Zauberer ist, probieren wir, so wenig von der Story wie möglich zu verraten. Zur allseits bekannten Rahmengeschichte des Spiels gehört aber, dass die Orochi-Oberen die Station als Antwort auf ein seltsames Signal errichtet haben, um dieses weiter zu erforschen, ohne die Öffentlichkeit in Unruhe zu versetzen. Und da Moons of Madness im Universum von The Secret World spielt, können wir wohl davon ausgehen, dass das Signal nichts Gutes verheißt.

Bildergalerie

Mars macht mobil

In der Demo, die wir auf der E3 2019 in Los Angeles spielen durften, ging es schon zu Spielbeginn dezent mysteriös-gruselig zu. Held Shane Neweharts Arbeit wird immer wieder von seltsamen Visionen unterbrochen, die beispielsweise die Wohneinheiten der Station zu unterschiedlichen Zeiten zeigen. Wie in einem guten alten Grafik-Adventure müssen wir durch das Untersuchen und Manipulieren von Gegenständen und Umgebung herausfinden, was dahintersteckt - und wo die ganzen Forscher stecken, die wir normalerweise tagtäglich begegnen.

Wir krabbeln durch Versorgungsschächte, um Pumpen in Betrieb zu nehmen, die ein überschwemmtes Gewächshaus entwässern und begehbar machen sollen. Wir stöbern durch die Notizen der Forscher, die teilweise seltsame bis bedrohliche Züge annehmen. Wir suchen nach Schlüsselkarten, um in Bereiche der Station zu gelangen, die einem einfachen Techniker normalerweise nicht zugänglich sind. Und wir folgen Kabelsträngen, um dort Maschinen in Gang zu setzen, die uns weitere Hinweise auf die rätselhaften Ereignisse geben könnten.

Myst auf dem Mars?

Alle Aktionen auf dem Mars laufen in sehr schmucker 3D-Grafik ab, für die die Unity-Engine zuständig ist. Moons of Madness ist dabei kein Point-and-Click-Adventure, sondern ein Erlebnis aus der Ego-Perspektive, das atmosphärisch an Klassiker wie die Myst-Serie herankommt - nur eben mit dem Kniff, dass wir uns nicht auf einsamen Inseln, sondern auf einer vermeintlich einsamen Raumstation befinden. Und dass wir uns nicht Bild für Bild, sondern in Echtzeit durch die Spielwelt bewegen.

Wer vorwitzig meint, dass wir ja einfach abhauen und den Mars Mars sein lassen könnten: So einfach ist das nicht. Wir müssen nämlich auf das Versorgungsschiff Cyrano warten, das von der Erde mit einer neuen Besatzung unterwegs ist, um uns und unsere Kollegen abzulösen. Und bis dahin sollen wir nach Angaben der Entwickler nicht nur auf der Station, sondern auch auf der Marsoberfläche unterwegs sein ...

Fazit

Moons of Madness ist eine echte E3-Überraschung - eine positive noch dazu. Eine so atmosphärische Spielwelt, die noch dazu wirklich gut aussieht, hat es schon lange nicht mehr gegeben. Natürlich richtet sich ein Grafik-Adventure selbst mit Ego-Perspektive nicht an Fans schneller Ego-Shooter richtet. Wer sich jedoch auf das etwas geruhsame Gameplay einlässt, wird mit so manchem Aha-Moment belohnt - etwa, wenn wir unsere erfolgreiche Puzzelei einen neuen Bereich "freischaltet" oder uns ein Computertagebuch seinen Inhalt preisgibt.

Science-Fiction- und Horror-Fans sollten sich Moons of Madness auf jeden Fall vormerken, das passenderweise zu Halloween 2019 erscheinen soll - also am 31. Oktober. Und dann nicht ganz alleine in einem dunklen Zimmer spielen. Oder vielleicht gerade das. Dann aber auch mit einem Kopfhörer, um noch stärker in die Spielwelt abzutauchen.

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    • Kommentare (1)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von XXTREME Lötkolbengott/-göttin
        Jup....auf das Game warte ich seit Ankündigung. Hoffentlich versaubeuteln die es nicht .
      • Von XXTREME Lötkolbengott/-göttin
        Jup....auf das Game warte ich seit Ankündigung. Hoffentlich versaubeuteln die es nicht .
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