LG OLED 48CX9LB im Test: Mit HDMI 2.1 und 120 Hertz gegen Gaming-Monitore [Update]

Jetzt aktualisiert: Der LG OLED 48CX9LB ist ein Fernseher, der offensiv um die Gunst der Spieler wirbt. So unterstützt er G-Sync, ist dank HDMI 2.1 zukunftssicher und mit einer Bildschirmdiagonale von 48 Zoll eines der kleinsten Geräte seiner Klasse. Mit seiner Bildwiederholrate von maximal 120 Hz ist er durchaus schnell. Gaming-Monitoren lehrt er damit jedoch nicht das Fürchten. Wir haben den Luxus-Fernseher mit Gaming-Ambitionen genauer beäugt.

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LG OLED 48CX9LB im Test: Mit HDMI 2.1 und 120 Hertz gegen Gaming-Monitore
Quelle: PC Games Hardware
Aktuelle Änderungen hervorheben

Update: Kurz nach Veröffentlichung hat der Fernseher eine neue Firmware bekommen, welches ihn mit Freesync nachrüstet. Bei der Gelegenheit haben wir den Test auch noch um weitere Messungen und Infos ergänzt.


Die Grenze zwischen Gaming-Monitoren und Fernsehern verschwimmt immer weiter. Ehemalig den Monitoren vorbehaltene Features wie G-Sync haben es in den TV-Markt geschafft und einige Monitore sind mit ihrer Diagonale von 65 Zoll besser für das abendliche Filmerlebnis geeignet, als mancher Fernseher. Die Trennung beider Bildschirm-Typen nimmt der eingebaute TV-Tuner vor, der aus einem Monitor ein TV-Gerät macht, sowie der Displayport-Eingang, welcher heutzutage in jedem Monitor zu finden ist und ausnahmslos beim TV fehlt. Der Tuner ist auch Teil des Pakets, das LG mit dem kleinsten aktuell erhältlichen OLED-TV schnürt. Neben diesem bietet der noch immer riesige Fernseher die LG-Smart-TV-Oberfläche WebOS, LAN und WLAN sowie eine Fernbedienung. Mit seinem OLED-Panel ist er ein Luxus-Gerät, was er mit seinem Preis von mehr als 1.750 Euro selbstbewusst unterstreicht. Dank seines dünnen Panels und des eleganten Aluminium-Standfußes fügt er sich vor allem in moderne Wohnbereiche gut ein. Als Fernseher verzichtet er auf für viele Gamer wichtige Aspekte wie RGB-Beleuchtung oder ein auffälliges Auftreten.

LG OLED 48CX9LB im Test: Mit HDMI 2.1 und 120 Hertz gegen Gaming-Monitore (2) Quelle: PC Games Hardware LG OLED 48CX9LB im Test: Mit HDMI 2.1 und 120 Hertz gegen Gaming-Monitore (2) Das elegante aber dezente Äußere täuscht schnell darüber hinweg, dass es sich um ein Gerät handelt, das aktiv um die Gunst der Spieler wirbt. G-Sync-Unterstützung, ein niedriger Input Lag und eine Bildwiederholrate von maximal 120 Hz bei UHD-Auflösung sollen Spieler über den Premium-Preis hinwegsehen lassen. HDMI 2.1 mit einer Übertragungsrate von 40 GBit/s lockt zudem auch Gamer, die sich eine der kommenden Konsolen aus dem Hause Sony oder Microsoft zulegen wollen. Diese setzen beide auf die neue HDMI-Generation, die eine UHD-Ausgabe inklusive HDR mit einer Bildwiederholrate von 120 Hertz möglich macht. Ein Versprechen, dem wir nicht auf den Zahn fühlen konnten, da selbst unsere RTX 2080 Ti nicht mit HDMI 2.1 ausgerüstet ist. Für PC-Spieler verspricht das Format demnach lediglich Zukunftssicherheit.

Wir betrachten den 48CX9LB aus reiner Gamer-Sicht. Daher muss er sich den gleichen Herausforderungen stellen wie jeder andere Monitor, der unseren Testparcours durchläuft. In Konkurrenz tritt er hierbei zu seinem größeren und älteren Bruder, dem OLED 65C97LA. Aber auch gegen waschechte UHD-Gaming-Monitore muss er sich behaupten. Zu diesen gehören zum Beispiel der noch größere HP Omen X 65 Emperium oder auch der Asus ROG Swift XG438Q, die beide mit einem VA-Panel daherkommen. Mit einem vergleichsweise kleinen 27-Zoll-UHD-IPS-Panel wartet der Acer Predator X27 auf.

Ausstattung: Umfangreiche Ausstattung dank seiner TV-Gene

LG OLED 48CX9LB im Test: Mit HDMI 2.1 und 120 Hertz gegen Gaming-Monitore (5) Quelle: PC Games Hardware LG OLED 48CX9LB im Test: Mit HDMI 2.1 und 120 Hertz gegen Gaming-Monitore (5) Anders als Gaming-Monitore sind TV-Geräte ohne einen externen Zuspieler nicht aufgeschmissen. Sie nutzen Apps für Netflix und Co, ermöglichen das Surfen im Internet und selten auch zum Fernsehen werden sie noch genutzt. Daher bringt der 48CX9LB auch einen TV-Tuner, USB-Ports für Video-Material oder externen Speicher sowie eine Fernbedienung samt Spracherkennung mit. Der bereits erwähnte schlanke Aluminium-Standfuß sorgt lediglich für sicheren Stand. Bei einem Gerät dieser Größe passt sich die Umgebung dem Gerät an, nicht umgekehrt. Auf Höhenverstellbarkeit oder eine Neigung des Displays müssen Nutzer also verzichten. Dies ist auch bei den Großformat-Displays von HP Omen oder Asus nicht anders.

Für den Anschluss von Video-Quellen stehen vier HDMI-2.1-Anschlüsse zur Verfügung. Diese übertragen maximal UHD-Bildsignale in HDR mit einer Frequenz von 120 Hertz. Dafür muss jedoch ein Gerät zur Verfügung stehen, dass ebenfalls Signale über HDMI 2.1 versendet. Passende Buchsen gibt es aktuell in keiner Grafikkarte. Dies könnte sich jedoch ändern, sobald AMD und Nvidia ihre jeweils nächste Grafikkarten-Generation enthüllen. Spätestens die Next-Gen-Konsolen setzen Ende des Jahres auf HDMI 2.1. Auf einen DisplayPort-Anschluss verzichtet LG trotz der Gaming-Orientierung leider. Dieser ist also weiterhin Monitoren vorbehalten.

Anders als die USB-Anschlüsse des LG stehen die der Monitor-Mitbewerber für Headsets, externen Speicher oder Webcams zu Verfügung und entlasten die USB-Anschlüsse der PCs. Dafür überzeugt der LG mit seinen eingebauten Lautsprechern, die in Anbetracht der zarten Abmessungen des Fernsehers einen guten Eindruck machen.

Bildqualität: OLED-Stärken ergänzt um Gaming-Funktionen

LG OLED 48CX9LB: Kalibrierte Farbtreue Quelle: PC Games Hardware LG OLED 48CX9LB: Kalibrierte Farbtreue Anders als bei IPS-, VA- und TN-Panels, welche allesamt LCD-Techniken sind, arbeiten im OLED-Panel keine Flüssigkristalle. Das Bild entsteht stattdessen durch selbstleuchtende Bildpunkte. So erreicht das Panel auch sein tiefes Schwarz und damit ein nahezu perfektes Kontrastverhältnis. Wo andere Display-Typen daran arbeiten, gewisse Hintergrundlicht-Bereiche des Displays in so viele Dimming-Zonen wie möglich einzuteilen (Local Dimming), bleiben die selbstleuchtenden Pixel des OLED-Displays einfach inaktiv. Dieser Unterschied wird bereits bei SDR-Bildmaterial sichtbar und überzeugt umso mehr bei HDR-Bildern. Die selbstleuchtenden Pixel von OLED-Geräten haben jedoch noch einen weiteren Vorteil. Dadurch, dass anders als bei LCD-Panels einzelne Pixel lediglich zum Leuchten angeregt werden müssen und das Ausrichten von Flüssigkristallen entfällt, ist die Reaktionszeit von OLED-Panels extrem gering. Bewegtbilder sind somit frei von Schlieren, was sich vor allem bei schnellen Spielen wie Shootern positiv bemerkbar macht.

So gut die OLED-Bildqualität auch ist, hat die Technik gegenüber LCDs auch einige Nachteile, denen sich ein Zocker bewusst sein muss: OLEDs sind nach wie vor nicht so langlebig wie LCDs wegen ihrer Einbrenngefahr. Daran wird zwar kontinuierlich gearbeitet, aber allein die Tatsache, dass die organischen LEDs nach wie vor kaum Verwendung in Monitoren finden, deutet darauf hin, dass das Manko noch nicht ganz verschwunden ist. Im Gegensatz zu TVs, aber auch Smartphones oder Notebook-Displays muss ein PC-Monitor für den Dauerbetrieb von acht Stunden täglich bei einer Fünf-Tage-Woche ausgelegt sein. Wie hoch tatsächlich das Einbrennrisiko oder die Lebensdauerunterschiede zu LCDs sind, kann nicht seriös bewertet werden. Es gibt immer wieder Langzeitexperimente mit Stichproben einzelner Modelle, die auch immer Unterschiede und nach Jahren(!) ein Einbrennen bei OLEDs zeigen - mehr als ein Indiz sind solche Tests aber auch nicht.

Vom theoretischen Nachteil abgesehen gibt es auch einige handfeste: Die Spitzenhelligkeit ist bei OLED nicht besonders hoch - so auch hier: Der maximale Weißwert von circa 240 cd/m² ist relativ niedrig und kann in einem hellen Wohnzimmer zu wenig sein. LCD-Monitore sind oft zwar nur unwesentlich heller, dort sitzt man aber auch in der Regel näher dran. Für einen Schreibtisch-Bildschirm wird nicht mehr als etwa 150 bis 200 cd/m² benötigt. Je größer das Display bzw. je weiter man weg sitzt, umso stärker muss auch die Leuchtdichte werden. LCD-TVs leuchten daher meist über 500 cd/m², was tagsüber auch benötigt wird.

Auch die HDR-Spitzenhelligkeit ist geringer: Wir messen hier ein Maximum von knapp über 700 cd/m², was aber angesichts des niedrigen OLED-Wertes von fast(!) absolutem Schwarz für einen hervorragendem Kontrast ausreicht - sowohl mit als auch ohne HDR.

Standbildqualität: Satte Farben bei geringer Maximalhelligkeit

LG OLED 48CX9LB: Farbraum-Vergleich mit sRGB Quelle: PC Games Hardware  LG OLED 48CX9LB: Farbraum-Vergleich mit sRGB LG OLED 48CX9LB: Farbraum, Helligkeit und Schwarzwert Quelle: PC Games Hardware LG OLED 48CX9LB: Farbraum, Helligkeit und Schwarzwert Die Bildeinstellungen des LG-OLED-Panels mit seinen vielen Modi und optionalen Features wie Zwischenbildberechnung und Rauschunterdrückung sind umfangreich. Wir empfehlen diese optionalen Helfer zu deaktivieren, was Im Spiel-Modus automatisch erfolgt und welcher schon allein wegen dem geringen Input Lag fürs Zocken dringend empfohlen wird.

Die bestmögliche Farbtreue ohne Kalibrierung mit einer Delta-E-Abweichung von 3,4 erreichten wir im Filmmaker-Modus, der Eingangssignale möglichst ohne digitale Überarbeitung an den Nutzer weitergeben soll. Beim 65C97LA waren es im Farbprofil Warm 2 bessere 1,8. Ein Wert von 3,4 ist für das Gaming-Erlebnis nicht relevant, für ambitionierte Grafik-Bearbeitung jedoch nicht optimal. Bei manuell konfiguriertem Bild und maximalem "OLED-Licht" messen wir außerdem eine maximale SDR-Helligkeit von rund 240 cd/m². In lichtdurchfluteten Räumen wird diese geringe allgemeine Helligkeit von OLED-Geräten schnell zu einem sichtbaren Nachteil. Das stark spiegelnde Panel unterstützt dieses Handicap zusätzlich. Für ein vernünftiges Gaming-Erlebnis muss der Raum in heller Umgebung zwangsläufig abgedunkelt werden.Bei normaler Umgebungshelligkeit oder im abgedunkelten Raum entfaltet der OLED 48CX9LB dank perfektem Kontrast und dadurch lebendigen, satten Farben seine Stärken.

Der 48CX9LB deckt den sRGB-Farbraum vollständig ab. Dennoch ist das OLED-Panel dabei nicht so farbstark wie zum Beispiel das VA-Panel des Omen X 65 Emperium. Mit von uns gemessenen knapp 814.000 darstellbaren Farbtönen liegt es hinter den Vergleichsmodellen zurück. Einfluss auf das Gaming-Erlebnis hat diese Tatsache jedoch nicht unebdingt. Der allgemeine Eindruck des Bildes ist hervorragend.

Wer ein noch helles Bild bevorzugt, kommt mit dem ROG Swift PG65UQ aus dem Hause Asus auf seine Kosten. Das Bild ist bereits ohne HDR bis zu rund 650 cd/m² hell und damit auch für lichtdurchflutete Räume geeignet. Im HDR-Modus messen wir eine Helligkeit von mehr als 1.200 cd/m². Dank VA-Panel ist der Schwarzwert erfreulich niedrig und das Kontrastverhältnis von mehr als 4.800:1 selbst für einen Monitor mit VA-Panel beeindruckend. Sein Panel-Zwilling Omen X65 Emperium erzielt ähnlich gute Ergebnisse und übersteigt sogar ein Kontrastverhältnis von 5.500:1. Mit 65 Zoll sind beide Displays jedoch deutlich größer und auch teurer.

UHD und 120 Hz erfordern Chroma Subsampling

Für 4K/UHD-Auflösung mit 120 Hz ist zwar HDMI 2.1 grundsätzlich möglich, aber leider bieten aktuelle Grafikkarten noch immer nur HDMI 2.0, weswegen sich die Schnittstelle als Flaschenhals erweist. Man muss sich bei 120 Hz daher mit einer Beschneidung (nicht Komprimierung!) der Bildqualität behelfen, die sich Chroma Subsampling nennt und im AMD- oder Nvidia-Treiber nach der Stufe benannt ist. Während 444 die volle RGB-Abtastung eines jeden Pixel bedeutet, wird mit 422 und 420 das Signal beschnitten. 4K120 funktionierte bei uns lediglich mit 420, was auf dem Windows-Desktop für eine ausgewaschene Schrift sorgt. In Spielen etwa ist der Qualitätsunterschied überhaupt nicht sichtbar. Wir werden aber auch das noch näher mit Makrofotos ausführlicher vergleichen.

Wer also 4K120 nutzen möchte und nicht auf die nächste GPU- oder Konsolengeneration warten möchte, schaltet für die Desktop-Nutzung entweder manuell auf 60 Hz zurück, reduziert die Spieleauflösung auf WQHD, welche volles RGB ermöglicht, oder nutzt wie die Kollegen von Computerbase einen Adapter von DP 1.4 auf HDMI 2.1, etwa von Club3D, welcher nochmal 70 Euro zu Buche schlägt.

In diesem Punkt sind die Monitore leicht im Vorteil, da die UHD-Modelle mit 120 oder 144 Hz immer Displayport 1.4 unterstützen. Die vollen 144 Hz erfordert aber auch dort eine 422-Unterabtastung.

Bewegtbild: Tolles Bewegtbild ganz ohne Schlieren

LG OLED 48CX9LB im Test: Mit HDMI 2.1 und 120 Hertz gegen Gaming-Monitore (11) Quelle: PC Games Hardware LG OLED 48CX9LB im Test: Mit HDMI 2.1 und 120 Hertz gegen Gaming-Monitore (11) Ein klares Bewegtbild entsteht für das menschliche Auge dann, wenn die Darstellung an sich möglichst klar ist und sich die verschiedenen Bilder schnell genug vor unserem Auge bewegen. Die Rate des Bildwechsels beschreibt die Bildwiederholrate, die beim LG bei 120 Hertz und damit unterhalb der gewohnten 144 Hertz-Marke von Gaming-Monitoren liegt. Das gleiche Bildmaterial wird auf den schnelleren Gaming-Monitoren noch immer als leicht schärfer wahrgenommen. Der Unterschied von 24 Hertz ist jedoch gering und kann vom OLED-Panel durch seine schnellen Reaktionszeiten problemlos ausgeglichen werden.

Wie bereits erwähnt ist es für den Farbwechsel von üblichen LCD-Panels notwendig, dass die namensgebenden Flüssigkristalle neu ausgerichtet werden. Dieser Vorgang benötigt je nach Panel-Typ und Hilfstechniken unterschiedlich viel Zeit. Die Bildpunkte von OLED-Panels müssen lediglich zum Leuchten angeregt werden, was deutlich weniger Zeit in Anspruch nimmt. Während selbst das schnelle IPS-Panel des Acer Predator X27 bei 20 Messungen auf eine durchschnittliche Reaktionszeit von etwas mehr als 5 ms kommt und damit wenig Schlieren erzeugt, unterbieten die OLEDs LCDs mit durchschnittlichen Reaktionszeiten weit unter einer Millisekunde deutlich. Beim LG 48CX9LB erhalten Spieler demnach selbst im schnellsten Shooter-Gefecht ein schlierenfreies Bild.

G-Sync-fähig - mit Update nun auch Freesync

Neben Schlieren können jedoch auch andere Mängel die Bewegtbild-Qualität eines Monitors beeinträchtigen. Zu diesen gehören Bildrisse, sie entstehen, wenn die Bildwiederholrate des Monitors und die Framerate des Spiels voneinander abweichen. Damit dies nicht passiert, helfen Freesync und G-Sync Monitoren dabei, ihre Bildwiederholraten mit denen des empfangenen Signals zu synchronisieren. Auch der LG unterstützt G-Sync mit Turing-Grafikkarten aus dem Hause Nvidia. In unserem Testbetrieb verhinderte die Technik Bildrisse bis hin zu 120 Hertz erfolgreich.

Mit einem Update unterstützt der Fernseher mittlerweile auch Freesync, welches im Gegensatz zu G-Sync nicht auf aktuelle (AMD-)Grafikkarten beschränkt ist und mit jeder Freesync-fähigen GPU funktioniert. Freesync funktioniert hier genauso zuverlässig wie G-Sync. Im LG-TV kommt zwar kein G-Sync-Modul zum Einsatz, welches bei LCD-Monitoren ein adaptives Overdrive bietet. Das ist hier bei der OLED-Technik wegen den deutlich kürzeren Reaktionszeiten ohnehin nicht notwendig.

Input Lag: Verzögerung auf dem niedrigen Niveau eines Monitors

Ein großer Kritikpunkt bei TV-Geräten als Gaming-Display ist der tendenziell höhere Input Lag. Das bedeutet, dass es länger dauert, bis ein eingehendes Video-Signal auf dem Bildschirm angezeigt wird. Durch zusätzliche Software wie Bildverbesserungen und das smarte Betriebssystem wird das Signal für gewöhnlich abgebremst. TV-Hersteller sind sich dieser Tatsache bewusst und setzen schon länger auf spezielle Gaming-Modi, die das Bild an der Software "vorbeischleusen".

Auch beim 48CX9LB haben wir den Input Lag mit Hilfe des sogenannten Leo-Bodnar-Tools gemessen. Dieses übermittelt ein Bildsignal über HDMI und erfasst dieses bei der Anzeige auf dem Bildschirm. Die Differenz zwischen Signalübermittlung und Bildschirm-Ausgabe wird als Input Lag angezeigt. Unsere Messung erfolgt an drei Punkten des Bildschirms: oben, unten und in der Mitte. In Spielen ist meist das Geschehen in der Bildschirmmitte von praktischer Bedeutung, daher ziehen wir diesen Wert für unsere Wertung heran.

Mit einem Input Lag von 9,3 ms am oberen Bildrand liefert der LG OLED 48CX9LB einen guten Wert ab. Er beweist, dass gute Fernseher in dieser Disziplin durchaus überzeugen können und sich Gaming-Monitoren nicht zwangsläufig geschlagen geben müssen. Der LG OLED eignet sich daher selbst für kompetitive Shooter, ohne den Spieler zu benachteiligen.

Die gemessenen 9,3 ms beziehen sich hier rein auf die Verzögerung zwischen GPU und Panel - der (weitaus höhere) Bildaufbau bzw. die Bildfrequenz sind hier fast nicht berücksichtigt. "Fast" deswegen, weil oben am Bildrand ja bereits der Bildaufbau begonnen hat. In der Bildmitte messen wir 13,1 ms. Rechnen wir hier die halbe Bildaufbauzeit (von 8,3 ms bei 60 Hz) raus, kämen wir auf einen reinen Scaler-Lag von nur 4,8 ms, was auch ein hervorragend niedriger Wert ist.

Bildergalerie

Fazit: Gaming-Fernseher mit OLED-Glanz aber hohem Preis

Wegen seiner einzigartigen Kombination aus OLED-Display und VRR bis 120 Hz bei 4K erhält der CX9 unseren Top-Technik-Award. Quelle: PC Games Hardware Wegen seiner einzigartigen Kombination aus OLED-Display und VRR bis 120 Hz bei 4K erhält der CX9 unseren Top-Technik-Award. Der LG OLED 48CX9LB ist als kleinster OLED-Fernseher von LG noch immer ein Display-Riese. Sein natürlicher Lebensraum bleibt das Wohnzimmer, wo Spieler ihre Games mit etwas Abstand genießen können. Nichtsdestotrotz trägt LGs Bewegung in Richtung der Gamerschaft Früchte. Features wie G-Sync, ein überschaubarer Input Lag und nicht zuletzt HDMI 2.1, welches erst in Zukunft sein volles Potenzial entfalten kann, wissen zu überzeugen. Die OLED-Technik erzeugt zudem ein Bild, das gänzlich frei von Schlieren und dessen Schwarz unübertroffen ist. Wer auf ein OLED-Panel zum Spielen besteht, ist bei LG gut aufgehoben. Der Preis des 48CX9LB lenkt jedoch den Blick auf die Vorjahres-Modelle. Der LG OLED 55C97LA ist mit 55 Zoll etwas größer, nutzt ebenfalls HDMI 2.1 und kostet mit rund 1.370 Euro fast 400 Euro weniger. Auch er bietet das komplette OLED-Erlebnis. Spielern, die mit dem Kauf der Next-Gen-Konsolen liebäugeln, raten wir bei einem TV-Neukauf von Geräten ohne HDMI 2.1 ab. Für diese lohnt sich auch ein Blick auf die kommenden 55- beziehungsweise 32-Zoll-Modelle aus Philips Momentum-Serie, die Anfang 2021 angekündigt werden sollen. Auch diese sollen HDMI-2.1-Buchsen mitbringen. Allerdings werden sie auf langsamere VA-Panels setzen, welche aber immerhin entspiegelt, also matt beschichtet sind.

Wer es auf einen größeren UHD-Bildschirm abgesehen hat, der sollte einen Blick auf die 65 Zoll großen Big-Format-Gaming-Displays Asus ROG Swift PG65UQ und HP Omen X 65 Emperium werfen. Beide nutzen das selbe VA-Panel, das mit durchschnittlichen Reaktionszeiten von 6 beziehungsweise 8 ms verhältnismäßig flott ist und somit wenige Schlieren erzeugt. Ihre große Stärke ist ihre hohe Maximalhelligkeit in Verbindung mit HDR. Beide sind für Vesas DisplayHDR 1.000 zertifiziert. Für einen guten Kontrast sorgen insgesamt 384 Dimming-Zonen. Mit G-Sync-Ultimate sind beide Geräte im Premium-Segment zu Hause. Der HP Omen Emerium 65 wechselt, sofern verfügbar, erst ab 2.800 Euro den Besitzer und Asus verlangt für den ROG Swift PG65UQ sogar satte 3.800 Euro.

Günstiger und mit einer Bilddiagonale von 43 Zoll deutlich kleiner ist der ROG Swift GX438Q aus dem Hause Asus. Für rund 1.100 Euro erhalten Spieler hier einen 120 Hertz UHD-Monitor mit flottem VA-Panel, welches mit einem guten Kontrastverhältnis von über 3.500:1 punktet. Die Ausleuchtung unseres Testmusters war mit einer maximalen Helligkeitsabweichung von 20 Prozent gegenüber der Displaymitte jedoch ziemlich hoch.

Diagonale 48 Zoll
Produktname OLED 48CX9LB
Hersteller LG
Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis Ca. € 1.760,-/ausreichend
PCGH-Preisvergleich www.pcgh.de/preis/2271136
Ausstattung (20 %) 2,20
Anschlüsse 4× HDMI 2.1 (eARC), 3× USB 2.0
Max. Auflösung/Pixeldichte 3.840 × 2.160/91,8 ppi
Panel-Typ/Diagonale OLED/121,9 cm
Netzteil/Vesa-Halterung Intern/300×200
Gewicht/Maße (inkl. Standfuß) 18,9 kg/107,1 cm × 61,8 cm × 4,7 cm
Pivot 90 Grad/neigbar/höhenverst. Nein/-/-
Garantie 2 Jahre
Sonstiges/Zubehör HbbTV, USB-Recorder, Sprachsteuerung, Gestensteuerung, Galeriemodus, Filmmaker Mode
Eigenschaften (20 %) 2,16
Bildwiederholrate/VRR 120 Hz/G-Sync Compatible
Farbtiefe/Farben 10 Bit/1,07 Mrd. Farben
Kontrastverhältnis/Schwarzwert ∞ ,0 cd/m²
Max. Leistungsaufnahme/Stand-by 197 Watt/0,5 Watt
Leistung (60 %) 1,31
Input Lag (Leo Bodnar Tool) 13,1 ms
Farbabweichungen (ø Delta E 2000) 3,4
ø Reaktionszeit (Min.-Max.) 0,1 ms (0,1-0,2 ms)
Max. Helligkeit, Abweichungen 239,2 cd/m², Bis 8 %
Schlieren-/Korona-Bildung  keine/keine
Endnote 1,65
+ Keinerlei Schlieren
+ OLED-Kontrast
- Teuer
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    • Kommentare (91)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von raffnix84 Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von Olstyle
        Wofür brauchst/willst du für Browser und IDE ein OLED Bild? Zum Entwickeln nehme ich lieber mehrere nicht ganz so große Bildschirme.
        Ich habe gerne ein großes Pannel das ich so nutzen kann wie ich es gerade brauche. Der Monk in mir ist stark und so kann ich es überhaupt nicht leiden wenn unterschiedliche Monitore zum Einsatz kommen oder sich deren Position ändert, durch wischen z.B. und ich dann die erneut haarklein ausrichten muss.

        Zum entwickeln reicht mir auch irgendwas Blickwinkelstabiles. Ich glaube jedes VA oder IPS Pannel würde hier reichen. Aber zum Zocken sind die halt nicht so schön. Klar kann man auch mit 60Hz auskommen. Aber 120Hz und VRR sind für mich beim upgraden Pflicht und da wird die Luft sehr schnell dünn.

        1) Die ASUS und Acer 43" Pendanten haben alle ein BGR Pannel und die Schrift darauf ist unzumutbar. Ich arbeite mit 100% Skalierung alles darunter macht keinen Sinn denn ich kaufe ein ein großes Pannel um Platz zu schaffen nicht um Größere Buchsaben zu haben.

        2) Dann gibt es hier die OLEDs mit dem bekannten Burn-In Thema (inkl. Alieware)

        3) Den Philips 558M1RY (bin mir noch unschlüssig), Samsung Q90T ( Teste ich gerade )

        4) HO Omen und ASUS 65" BFGDs - definitiv viel zu Gross und zu laut.

        Die Grösse bringt noch ein weiteres Problem mit sich, den Stromverbrauch. Bei 14h Täglichen Einsatz und meinem herunter geregelten Q90T (120W) wären wir bei etwa 160 EUR / Jahr während ein 48" OLED mit etwa (70W) bei 93,06 / Jahr oder ein 43" ASUS (43W) bei 57,17 EUR / Jahr liegt.

        Bei einer ungefähren Nutzungsdauer von 4-5 Jahren liegen da locker 400 - 500 EUR zw. 55" und 43". Die 55" sind mir auch Ergonomisch unangenehm, es geht zwar, aber es ist zu viel.

        Ich suche ein 4K, ~16:9, 43 - 50" Monitor. IPS/VA (RGB Panel, kein BGR) mit 120Hz und VRR (gleichmäßige Ausleuchtung wäre schön, habe gehört sowas soll es geben). Ebenso sollte möglichst es kein TV sein, das ganze KlimBim drumherum nervt, könnte mich aber im Zweifel damit arrangieren.

        Vielleicht Kennt jemand da ein Modell, unglaublich das ich das sage aber ich bin mittlerweile von der suche so genervt das ich bereit wäre ~1500 EUR für ein Monitor zu bezahlen. Vor ein paar Jahren hätte ich alle für bekloppt erklärt die so was von sich gegeben hätten.
      • Von raffnix84 Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von Olstyle
        Wofür brauchst/willst du für Browser und IDE ein OLED Bild? Zum Entwickeln nehme ich lieber mehrere nicht ganz so große Bildschirme.
        Ich habe gerne ein großes Pannel das ich so nutzen kann wie ich es gerade brauche. Der Monk in mir ist stark und so kann ich es überhaupt nicht leiden wenn unterschiedliche Monitore zum Einsatz kommen oder sich deren Position ändert, durch wischen z.B. und ich dann die erneut haarklein ausrichten muss.

        Zum entwickeln reicht mir auch irgendwas Blickwinkelstabiles. Ich glaube jedes VA oder IPS Pannel würde hier reichen. Aber zum Zocken sind die halt nicht so schön. Klar kann man auch mit 60Hz auskommen. Aber 120Hz und VRR sind für mich beim upgraden Pflicht und da wird die Luft sehr schnell dünn.

        1) Die ASUS und Acer 43" Pendanten haben alle ein BGR Pannel und die Schrift darauf ist unzumutbar. Ich arbeite mit 100% Skalierung alles darunter macht keinen Sinn denn ich kaufe ein ein großes Pannel um Platz zu schaffen nicht um Größere Buchsaben zu haben.

        2) Dann gibt es hier die OLEDs mit dem bekannten Burn-In Thema (inkl. Alieware)

        3) Den Philips 558M1RY (bin mir noch unschlüssig), Samsung Q90T ( Teste ich gerade )

        4) HO Omen und ASUS 65" BFGDs - definitiv viel zu Gross und zu laut.

        Die Grösse bringt noch ein weiteres Problem mit sich, den Stromverbrauch. Bei 14h Täglichen Einsatz und meinem herunter geregelten Q90T (120W) wären wir bei etwa 160 EUR / Jahr während ein 48" OLED mit etwa (70W) bei 93,06 / Jahr oder ein 43" ASUS (43W) bei 57,17 EUR / Jahr liegt.

        Bei einer ungefähren Nutzungsdauer von 4-5 Jahren liegen da locker 400 - 500 EUR zw. 55" und 43". Die 55" sind mir auch Ergonomisch unangenehm, es geht zwar, aber es ist zu viel.

        Ich suche ein 4K, ~16:9, 43 - 50" Monitor. IPS/VA (RGB Panel, kein BGR) mit 120Hz und VRR (gleichmäßige Ausleuchtung wäre schön, habe gehört sowas soll es geben). Ebenso sollte möglichst es kein TV sein, das ganze KlimBim drumherum nervt, könnte mich aber im Zweifel damit arrangieren.

        Vielleicht Kennt jemand da ein Modell, unglaublich das ich das sage aber ich bin mittlerweile von der suche so genervt das ich bereit wäre ~1500 EUR für ein Monitor zu bezahlen. Vor ein paar Jahren hätte ich alle für bekloppt erklärt die so was von sich gegeben hätten.
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        Wofür brauchst/willst du für Browser und IDE ein OLED Bild? Zum Entwickeln nehme ich lieber mehrere nicht ganz so große Bildschirme.
      • Von raffnix84 Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von Xeljaga
        Ich hab den CX48 seit dem 30.08.2020.

        Kurz: Ich liebe ihn.

        Wenn ihr fragen habt, beantworte ich sie gerne.
        Hi, Danke für dein Angebot das nehme ich dankend an.

        Ich habe extreme Probleme einen guten Monitor Ersatz zu finden. Entweder ist das Bild schrott oder anderes technisches Gedöns passt nicht. Aktuell spiele ich mit einem Samsung Q90T aber 55 Zoll ist mit zu Groß. 48" Wäre perfekt aber da gibt es weit und breit nur den OLED von LG.

        Fragen:
        1) Wie viele Stunden am Tag nutzt du den PC mit dem OLED?
        2) Welche Burn-In Schutz-Mechanismen hast du im Einsatz (Pixelshift, Logo Erkennung, absdunkeln statischer Inhalte, Autom. Lichthelligkeit)?
        3) Wie handhabst du das mit dem Power On/Off? (PC macht den ja nicht autom. an/aus und Master-Slave Steckdose darf man ja nicht)
        4) Hast du dein OS angepasst? (Autom. Ausblendbare Taskleiste, Bildschirmschoner, Dark Mode)

        Ich sage ganz offen, meine größte Furcht ist der Burn-In bei der Taskleiste und bei den Steuerelementen (X, Minimieren, Maximieren) von den Fenstern. Der Monitor ist bei mir ungefähr 10 - 14h am Tag im Einsatz. Browser und eine IDE sind fast durchgehend offen (8 - 10h am Tag) und praktisch statisch in den Ecken angeordnet. Gezockt wird sehr selten. Ich fürchte das so wie ich den PC nutze der OLED da nach paar Monaten oder einem Jahr den Burn-In bekommt und ich dann auf diesem 1300 EUR teurem Ding sitzen bleibe denn Burn-in wird ja von der Garantie nicht abgedeckt.

        Wie ist den dein Gefühl, machst du dir wg. Burn In gar keine Sorgen? Was mich stutzig macht ist das ich kaum Burn-in Bilder finde und ich bin mir da nicht schlüssig ob nur ICH so Bescheuert bin den Monitor so einzusetzen und bisher einfach keiner auf die Idee gekommen ist oder ob es tatsächlich alles recht entspannt ist. Ich meine ich hätte keine Bedenken wenn der sagen wir nach 5 Jahren seinen Burn-In bekommen würde nur für 1 Jahr ist mir das aber zu teuer.

        LG
      • Von JoM79 Trockeneisprofi (m/w)
        Welchen TFT nutzt du denn jetzt?
        Du solltest ihn schon verlinken.
      • Von H_Hamburg PC-Selbstbauer(in)
        Vielen Dank,
        bisher der TFT, egal ob Gaming oder Photo bearbeiten, den ich hatte.

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