Benq Screenbar Plus im Test: LED-Schreibtischlampe als Kopfschmuck für Monitore
Benq buhlt nicht nur mit Monitoren um die Gunst der Spieler. Der Hersteller möchte auch ein Leuchten in ihre Augen beziehungsweise auf ihre Arbeitsplätze zaubern. Dafür ist die Screenbar zuständig. Sie nimmt auf dem Monitor ihren Platz ein und ist in drei Ausführungen erhältlich. Screenbar und Screenbar Plus beleuchten Desktop-Arbeitsplätze. Die Screenbar Lite erhellt Notebooks. Wir haben die Plus-Version näher beleuchtet.
Benq sieht in der Verwendung typischer Schreibtischlampen drei große Probleme. Sie liefern für die Augen ein unangenehmes bis ungesundes Licht, benötigen zu viel Platz für die Installation und führen zu Reflexionen auf dem Bildschirm. Auch das asiatische Unternehmen hat solche Lampen im Sortiment. Eine Aufzählung dieser Probleme ergibt für den Hersteller also nur dann einen Sinn, wenn er selbst die passende Lösung parat hat. Diese nennt sich Screenbar und thront auf dem Monitor, wie die sprichwörtliche Kirsche auf der Sahnehaube. Wir haben uns die knapp 140 Euro teure Screenbar Plus genau angesehen und geprüft, wo ihre Stärken und Schwächen liegen.
Im Lieferumfang der Screenbar Plus befinden sich das USB-Kabel zur Stromversorgung mit verbundenem Steuermodul, die Screenbar und ihre Klammer zur Befestigung an der Monitor-Oberseite. Die LED-Schreibtischlampe selbst ist aus einer Aluminiumlegierung gefertigt und mit 680 Gramm keine große Belastung für den Monitor. Er hat eine Länge von 45 cm und wird in eine Kunststoffhalterung eingelegt, die am anderen Ende eines Gelenks ein zylinderförmiges Gegengewicht trägt. Insgesamt passt die Screenbar aufgrund ihres dezenten Auftritts optisch zu den meisten Monitoren. Die Steuereinheit, die nur die Plus-Version der Screenbar bietet, ist sauber verarbeitet und liegt dank verhältnismäßig hohem Gewicht und gummierter Unterseite sicher an ihrem Platz. Zwei Knöpfe und ein dominantes Stellrad, das auch als Ein/Aus-Schalter dient, machen es zu einem übersichtlichen Gerät. Für insgesamt drei Funktionen ist es trotzdem etwas überdimensioniert.
Schnelle Installation mit möglichen Fallstricken
Quelle: Benq
Befestigung der Sceenbar Plus am Monitor
Die Oberkante des Monitors muss eine Tiefe von mindestens einem und maximal drei Zentimetern haben, damit die Screenbar genug halt findet. Außerdem ist es wichtig, dass weder ein Standfuß noch Teile des Monitors selbst den Platz für die sanfte Klammer blockieren. Im schlimmsten Fall verhindert dies nämlich die symmetrische Platzierung der Screenbar, was die optimale Beleuchtung gefährdet und zusätzlich unschön ausschaut.
Wie erwähnt kommt die Screenbar Plus mit einem USB-Kabel daher. Ein passender Steckdosen-Adapter ist jedoch nicht mit von der Partie. Wer einen freien USB-Steckplatz am Monitor hat, genießt das hinter dem Monitor verschwindende Micro-USB-Kabel. Es ist jedoch zu kurz, um den Weg bis zu einem unter dem Schreibtisch stehenden PC zu meistern. Ein längeres Kabel taugt zudem nicht als Ersatz, weil sich Steuerelement und Stromversorgung ein Kabel teilen. An dieser Stelle kommen die Vorteile der günstigeren Screenbar zum Tragen, die Nutzer über Touch-Befehle direkt am Gehäuse steuern und ohne zusätzliches Steuerelement auskommt. Sie benötigt auf diese Weise weder Platz auf dem Schreibtisch noch sichtbares beziehungsweise unflexibles Kabelwerk.
Ist die Screenbar Plus einmal angebracht und verbunden, funktioniert sie einwandfrei. Über das Steuerelement stellt ihr Helligkeit und Farbtemperatur ein. Leuchtet die linke Taste, ist die automatische Regulierung von Helligkeit oder Farbtemperatur aktiviert. Die Skala der wählbaren Farbtemperaturen reicht von warmen 2700 bis zu kalten 6500 Kelvin. Die verschiedenen Farb-Temperaturen erzeugt die Bildschirm-Lampe durch die in zwei verschiedenen Farben verbauten LEDs. Dank eines Sensors lassen sich Farbtemperatur und Helligkeit auf Knopfdruck automatisch einstellen.
Die Screenbar Plus bringt Tastaturen zum Strahlen
Quelle: Benq
Die Funktionsweise der Screenbar Plus
Laut Benq soll das Licht der Screenbar Plus parallel zum Bildschirm verlaufen und sich dadurch nicht in diesem spiegeln. Dieses Versprechen löst die Screenbar bei einem flachen Monitor ein und schafft es, den Arbeitsplatz gut auszuleuchten, ohne dabei zu blenden. Dadurch, dass die Lampe jedoch auch seitlich deutlich leuchtet, sorgt sie für Reflexionen bei der Kombination von mehreren Bildschirmen. Das Konzept des parallelen Lichtverlaufs stößt auch bei Displays mit starker Krümmung an ihre Grenzen, da deren Ränder direkt von der Lampe beleuchtet werden.
Die Maximalhelligkeit der Screenbar ist sehr hoch und wird wohl nur dann ausgereizt, wenn man sich nach einem Spielemarathon für die letzten Runden wachhalten möchte. Wir hätten uns gewünscht, die Minimalhelligkeit noch weiter senken zu können. Ab und zu wirkte uns das Licht selbst auf der niedrigsten Stufe etwas zu hell.
Fazit: Ordentliche Lampe mit geringem Platzbedarf
Benqs Screenbar Plus beleuchtet den Schreibtisch oder die Arbeitsfläche zuverlässig und hell. Ihr Design weiß zu gefallen und die Installation ist nicht schwieriger als die einer Schreibtisch-Lampe. Durch ihre feste Anbringung an der Oberseite des Monitors ist sie jedoch bis auf die Einstellung von Helligkeit und Farbtemperatur recht unflexibel. Das macht sich spätestens dann bemerkbar, wenn man einen Monitor mit starker Krümmung verwendet oder sogar mehrere Monitore kombiniert, dann leuchtet der Lichtriegel nämlich direkt ins Bild der benachbarten Displays.
Während die Steuereinheit der Screenbar Plus einen hochwertigen Eindruck hinterlässt, überzeugt uns die größere Flexibilität und der um 30 Euro niedrigere Preis der "normalen" Screenbar mehr. Auch sie beherbergt einen Sensor und erlaubt die Touch-Bedienung direkt an ihrem Gehäuse. Dadurch kann man zu einem längeren USB-Kabel greifen und den Leuchtriegel auch mit Stromquellen unterhalb des Schreibtischs verbinden. Schließlich steht nicht immer ein freier USB-Eingang am Monitor zur Verfügung. Zudem spart man sich das Kabel der Steuereinheit auf dem Arbeitsbereich. Platzersparnis und weniger Kabelwerk waren schließlich wichtige Verkaufsargumente seitens Benq.

Aber ich gebe dir völlig Recht der Preis ist eine Bodenlose Frechheit.
Und ja es ist Corona, meine Frau konnte heute aber ein Paket Klopapier ergattern, weil die Händler endlich so schlau werden hier in Berlin
den Einkauf zu begrenzen auf 1 Paket jeh Person
Ne, lass dich nicht ärgern. Ich persönlich finde den Test vollkommen ausreichend. Auf Fotos sieht eh ganz oft alles anders aus als bei einem zuhause, mit komplett anderen Lichtverhältnissen. Da bringen einem solche Fotos doch überhaupt nichts.
Vielleicht hat der Autor auch festgestellt dass alles stimmt, er keine besseren Fotos als die des Herstellers hinbekommt und es somit sinnvoller Weise dabei gelassen. Davon würde ich jetzt einfach mal ausgehen. Grundsätzlich brauchts doch nur eigene Bilder, wenn die des Herstellers nicht passen.
Gesendet von meinem HTC U12+ mit Tapatalk
Bin ich zu doof oder ist das ein Produkttest, der lediglich 3-4 echte Bilder des Produkts zeigt und sonst nur Studioaufnahmen des Herstellers?
Und wo sieht man das Licht? Wie hell es leuchtet, den realen Abstrahlbereich. Irgendwas.
Aber selbst diese Bilder zeigen nur ein wirklich sinnvolles: Frontansicht auf die Lampe.
Aber wie ist eben die Ausleuchtung? Ist der Bildschirm wirklich verschont? Wie schaut es beim Tisch aus?
Keine Frage ist bildlich beantwortet, sondern nur durch Text, aber 10 Bilder des Herstellers einbinden....
Eine handelsübliche Leuchte einfach hinter den Monitor platzieren, fertig. gibs bei KIK schon für 3€, hier soll ich jetzt 90€ hinblättern? ja ne is corona.
Danke für den Test!
Schicke Lösung, wenn man den geringen Abstrahlwinkel verschmerzen kann.
Allerdings für den aufgerufenen Preis meiner Meinung nach zu teuer. Da bekommt man schon "richtige" Schreibtischlampen, welche nicht die Nachteile einer solchen Bildschirmlampe bieten.