Asus ROG Swift PG258Q Test: Bildqualität und Fazit
Quelle: PC Games Hardware
Seite 2:

Asus ROG Swift PG258Q Test: Bildqualität und Fazit

74
Test Manuel Christa Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Asus ROG Swift PG258Q im Test: Mit 240 Hz können endlich auch Mücken ein ruckelfreies Bild am Monitor sehen! Denn das Facettenauge einer Fliege nimmt erst ab etwa 240 Bilder pro Sekunde eine flimmerfreie Bewegung wahr. Ein Mensch sieht einen flüssiges Bewegtbild ab 22 Hz bis 90 Hz - je nach Kontrast und Licht. Spaß beiseite: Mit einer Bildwiederholrate von 240 Hz ist ein Bild auch ohne G-Sync oder Freesync recht geschmeidig und arm an Bildrissen.

Asus ROG Swift PG258Q - Bildqualität

Gleich vorneweg: Die Qualität der TN-Panels hat sich in den letzten Jahren durchaus verbessert, weswegen sie nicht mehr nur eine Technik für Billigheimer sind. Mehr noch: Für einen klar auf Gaming ausgerichteten Monitor macht TN wegen deutlich schnellerer Reaktionszeit als IPS durchaus Sinn. Mit einer Bildqualität, die sich mittlerweile auch wortwörtlich sehen lassen kann, ist der Kompromiss zugunsten eines schnellen Panels daher nicht mehr ganz so schmerzhaft.

Bei fast jedem Panel ist im Datenblatt ein Kontrastverhältnis von 1.000:1 zu lesen, viele Mittelklasse-Modelle unterbieten aber gerne diesen Wert, wenn auch nicht drastisch. Asus ROG Swift PG258Q: Messung mit CalMan (www.spectralcal.com) Quelle: PC Games Hardware In unserer Messung hat der Asus-Monitor die 1.000er-Marke sogar leicht übertroffen. Die maximale Helligkeit mit fast 490 cd/m² ist weit mehr als genug, sodass man hier mit einer Sonnenbrille davor sitzen müsste. Selbst für eine helle Umgebung wäre eine Leuchtdichte um die 300 cd/m² noch ausreichend - in der Praxis ist der Bildschirm selten heller als 250 cd/m². Selbst auf maximaler Stufe ist der Schwarzwert mit etwa 0,5 cd/m² noch immer niedrig genug.

In der Farbtreue schneiden oft IPS-Panels besser ab, der hier am TN-Monitor gemessene durchschnittliche Delta-E-Wert von 4,4 wäre daher selbst für IPS ein gutes Ergebnis. Interessant auch, dass der PG258Q dieses gute Ergebnis nicht nur im sogenannten SRGB-Modus erzielt, wie die meisten Modelle, die über so ein Profil mit relativ geringen Farbabweichungen verfügen. Helligkeit, Kontrast und Farbqualität prüfen wir mit dem Calman ColorChecker.

Trotz der hoffnungslos überdimensionierten Leuchtdichte ist die Ausleuchtung der Bildfläche recht gleichmäßig. Wir messen maximal neun Prozent im oberen Drittel. Damit sind noch keine Helligkeitsunterschiede mit dem bloßen Auge zu erkennen. Im unteren Bereich des Bildschirms sind die Abweichungen zur Mitte mit null bis drei Prozent weitaus geringer. Auch hier ein hervorragendes Messresultat für ein TN-Panel.

Schlieren? 240 Hertz! Soll heißen: so gut wie nicht vorhanden. Die aktuell höchste Bildwiederholrate eliminiert zusammen mit mittlerer Overdrive-Stufe jegliche Bewegungsunschärfe nahezu vollständig. Wer hier noch Bildrisse wahrnimmt - der Redakteur tut sich jedenfalls schwer - aktiviert einfach G-Sync. Mit synchroner Bildwiederholrate sind sie restlos verschwunden.

Asus ROG Swift PG258Q - Input Lag

Den Input Lag messen wir mit dem kleinen Apparat des englischen Ingenieurs Leo Bodnar, der auf den HDMI-Eingang beschränkt ist. Der kleine Kasten meldet hier eine Signaldauer von 15,9 Millisekunden. Den kürzesten Input Lag haben wir mit etwa 9 bis 10 ms gemessen. Wir haben aber auch schon Gaming-Monitore um die 25 ms gemessen. Unsere Messmethode mit dem Leo-Bodnar-Tool dient bestenfalls zur Orientierung, wie auch die prinzipiell unterschiedliche Methode per CRT-Direktvergleich. Da auch diese Vor- und Nachteile hat, also schlicht anders und nicht besser oder schlechter ist, sind Werte beider Methoden nicht miteinander vergleichbar.

Asus ROG Swift PG258Q: Fazit

Es ist verständlich, wenn zunächst ein Reflex der Empörung aufkommt, wenn ein TN-Monitor in Full HD mit einem Preis über 600 Euro ausgerufen wird. Eine andere Panel-Technik oder höhere Auflösung ist bei 240 Hz aber aktuell noch nicht drin. Außerdem ist auch der PG258Q ein Beweis für die immer besser werdende TN-Qualität - die Lücke zur IPS-Mittelklasse wird immer schmaler. Zudem kostet G-Sync allein stets einen Aufpreis von circa 150 Euro.

Auch wenn gute IPS oder die ersten Quantum-Dot-Monitore (QLED) ein immer brillanteres Bild liefern, bleibt TN konkurrenzlos in der Reaktionszeit. Für High-Fps-Gaming, etwa bei Counter Strike, ist diese wichtiger als eine herausragende Farbqualität oder einen größeren Kontrast. Da hier oft auch G-Sync oder Freesync nicht zum Einsatz kommen, minimiert die hohe Frequenz von 240 Hz die Bildrisse recht gut.

Das hier verbaute G-Sync-Modul ist daher vielmehr eine Alternative zur hohen statischen Bildfrequenz. Etwa dann, wenn es sich nicht um Esport-Gaming auf Wettkampfniveau handelt und das esotherisch niedrige Input Lag der dynamischen Bildwiederholrate in Kauf genommen werden kann.

Der Asus PG258Q ist daher eine gute Wahl, wenn der Monitor beides können soll. Wer aber sich mit etwa 144 Hz zufrieden gibt, ist etwas flexibler hinsichtlich einer höheren Auflösung und der unter Umständen etwas besseren Bildqualität eines IPS- oder VA/QLED-Panels. Doch dieser Kompromiss ist auch weitaus teurer.

PCGH-Wertung

1,64
Produktname ROG Swift PG258Q
Hersteller Asus
Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis Ca. 620 Euro/Ausreichend
PCGH-Preisvergleich www.pcgh.de/preis/1451609
Ausstattung (20 %) 1,82
Diagonale/Anschlüsse 62,5 cm/ 1x HDMI, 1x DisplayPort 1.2
Max. Auflösung/Pixeldichte 1.920 × 1.080/119 ppi
Panel TN/LED
Netzteil/Vesa-Halterung extern, 100 × 100
Gewicht/Maße (inkl. Standfuß) 5,6 kg/56 × 51 × 25 cm
Pivot 90 Grad/neigbar/höhenversellbar Ja/-5°,20°/12 cm
Garantie 3 Jahre
Sonstiges/Zubehör USB-3.0-Hub,2 x 2 Watt Lautsprecher, drehbarer Standfuß, Kopfhörerausgang, Mikrofoneingang, Fps Counter, Onscreen Crosshair
Eigenschaften (20 %) 2,25
Betrachtungswinkel horizontal/vertikal 170/160 Grad
Bildwiederholrate/VRR 30-240 Hz/G-Sync
Kontrastverhältnis/Schwarzwert 1009:1/0,5 cd/m²
Max. Leistungsaufnahme/Stand-by 28,4 Watt/0,3 Watt
Leistung (60 %) 1,38
Input Lag (Leo Bodnar) 15,9 ms
Farbabweichungen (ø Delta E 2000) 4,4
Max. Helligkeit 487,7 cd/m²
Helligkeitsabweichungen Bis 9 %
Schlieren-/Korona-Bildung wenig/wenig
Endnote 1,64
74
  1. Seite 1 Asus ROG Swift PG258Q Test - Austattung und Ergonomie
  2. Seite 2 Asus ROG Swift PG258Q Test: Bildqualität und Fazit
    • Kommentare (74)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Crackpipeboy
        Zitat von Memph
        Ich warte lieber auf den erstan OLED Gaming Monitor.
        LG komm bitte endlich aus dem Quark!
        Ich denke selbst wenn kurzfristig etwas kommt wird es noch lange dauern bis diese etabliert sind. Kaum jemand nutzt dies bei TV-Geräten, auch hier gibt es wenig verfügbare. Wobei wenn ich an die letzte IFA zurück denke ist OLED in Sachen Bild der absolute Wahnsinn. Der Schwarzwert ein Traum.
      • Von Crackpipeboy
        Zitat von Memph
        Ich warte lieber auf den erstan OLED Gaming Monitor.
        LG komm bitte endlich aus dem Quark!
        Ich denke selbst wenn kurzfristig etwas kommt wird es noch lange dauern bis diese etabliert sind. Kaum jemand nutzt dies bei TV-Geräten, auch hier gibt es wenig verfügbare. Wobei wenn ich an die letzte IFA zurück denke ist OLED in Sachen Bild der absolute Wahnsinn. Der Schwarzwert ein Traum.
      • Von JoM79 Trockeneisprofi (m/w)
        Von LG kommt 2017 zumindest erstmal nichts in de Richtung.
      • Von Memph Kabelverknoter(in)
        Ich warte lieber auf den erstan OLED Gaming Monitor.
        LG komm bitte endlich aus dem Quark!
      • Von JoM79 Trockeneisprofi (m/w)
        Warum keine 144Hz?
        Mein letzter hatte 200Hz und mein jetziger 144Hz.
        Und ich spiele alles damit.
        Wenn man sich natürlich auf WQHD versteift, muss man noch warten.
        Zudem hat IPS auch keine wirklich besseren Reaktionszeiten, da braucht es dann schon TN und selbst kann es noch schlieren.

        Es gibt 39 Monitore mit Gsync.
        18 TN, 11 VA und 10 IPS, wo ist da das schwierige Thema.

        Liegt wohl auch viel daran, dass immer nur alle IPS wollen.
        Naja, ich bleib bei VA und 144Hz, da nehme ich auch gerne FHD in Kauf.
      • Von Atma Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von JoM79
        Also ich zocke am PC und hab VA, warum sollte das nicht gehen?
        Weil keine 144 Hz, langsame Reaktionszeiten, Schlierenbildung und so

        Es gibt übrigens auch keinen einzigen 27" 1440p Monitor mit VA Panel laut Geizhals. G-Sync ist ebenfalls ein sehr schwieriges Thema bei VA Monitoren.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk