[PLUS] Vergleichstest: Neue 21:9-Monitore
PCGH Plus: Die Kombi aus UWQHD und 144 Hz ist in bezahlbaren Modellen angekommen. Schon für unter 500 Euro gibt es hochauflösende und -frequente Modelle. Wir vergleichen sie mit der Oberklasse. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 04/2021.
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Extrabreit
Die sogenannten Enthusiasten sind mit ihrem PC-System weit über das Nötige hochgerüstet. Dazu zählt auch die Monitor-Ausstattung, die nicht selten aus drei Monitoren besteht. Oft einfach nur, weil es gut aussieht. Aber für uns Nerds ist das durchaus ein ausreichender, legitimer Zweck. Selbst wenn man es sich einredet, mehr Bildschirmfläche zu "brauchen". Viele Spiele- und Arbeitsplätze aber beinhalten zwei Monitore. Oftmals dient die aktuelle 144-Hz-Neuanschaffung als Hauptbildschirm und das ältere 60-Hz-Panel für nebenherlaufenden Chat oder einen Videostream per Youtube oder Twitch, der einen im Augenwinkel berieselt. Oftmals machen verschiedene Bildwiederholraten auch gerne Probleme, etwa wenn der Hauptschirm mit 144 Hz fürs Gaming läuft und der alte Office Screen daneben nur mit 60 Hz - die Foren sind voll von Praxisproblemen solcher Setups. Aber das ist ein anderes Thema - oder eben eines, das jemandem mit nur einem Bildschirm am Rechner nicht zum Problem werden kann.
25 Prozent mehr Pixel
Warum also nicht zurück zu einem Bildschirm, der dafür etwas breiter ist? Ultrawide ist eigentlich ein Markenname des Format-Pioniers LG, wird mittlerweile aber synonym für 21:9 und andere breite(re) Formate verwendet. Bei der beliebten 1440p-Auflösung bietet 21:9 in etwa 30 Prozent mehr Bildfläche und circa 25 Prozent mehr Pixel. 21:9 gibt es auch in 1080p, jedoch stirbt diese langsam aus, denn die 29-Zoll-Monitore sind ziemlich klein und bieten eine geringe Pixeldichte. 1440p auf 34 Zoll ist daher der Mainstream in Ultrawide. Mitterweile gibt es auch höhere Auflösungen und andere breite Formate. LG Displays bietet etwa ein 37,5-Zoll-Panel mit 1600p-Auflösung, das mit bis zu 175 Hz taktet und über ein 24:10-Seitenverhältnis verfügt. Der LG 38GN950 ist ein ca. 1.400 Euro teures Flagschiff. das gleiche Panel kommt nicht nur in LG-Monitoren zum Einsatz, auch im Acer X38P etwa. Das Auflösungs-Nonplusultra ist bei 21:9 aktuell 5.120 × 2.160 im LG 34WK95U-W. Der Monitor ist eher für Grafiker und weniger für Gamer geeignet. Mittlerweile haben sich auch noch breite Panels etabliert, die über ein Seitenverhältnis über 32:9 und 32:10 verfügen. Samsung stellte vor circa zwei Jahren mit dem C49HG90 ein 32:9-Gaming-Display vor, das auf 49 Zoll mit 3.840 × 1.080 Pixel auflöst und 144 Hz inklusive Freesync 2 HDR bietet. Die Auflösung, Bildfläche und damit auch Pixeldichte entspricht exakt zwei 27-Zöllern in Full HD. Mittlerweile gibt es davon mehrere Nachfolger und Konkurrenzmodelle von fast jedem Monitorhersteller. Samsung selbst ist da aber mit dem aktuellen Modell nach wie vor führend: Der Odyssey G9 C49G94T bietet zweimal WQHD, also 5.120 × 1.440p bei 240 Hz Bildfrequenz und 10 Bit Farbtiefe. Ist mit einem Krümmungsradius von nur einem Meter (1000R) auch ziemlich stark gebogen, was bei einem so breiten Display auch Sinn ergeben kann. Bei den hier getesteten 34-Zöllern in 21:9 ist 1,8 Meter (bzw. 1800R, wie der Radius häufig angegeben wird), recht weit verbreitet.
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