[PLUS] Neue Gaming-Monitore zur CES 2022: WQHD mit 360 Hz, OLED und mehr
PCGH Plus: Während die Chipkrise die Gaming-Leistung in den Rechnern stagnieren lässt, erscheinen dieses Jahr einige für Spieler interessante Display-Neuheiten. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 03/2022.
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Display-Jahr 2022
Die großen Überraschungen blieben aus bei den Hardware-Highlights. Die großen Player AMD, Intel und Nvidia haben allesamt Erwartbares und wenig Spektakuläres angekündigt. Turnusgemäß ist die CES eher die Messe der Notebook-Chips, während neue Desktop-Generationen im Herbst oder schon zur Computex im Sommer angekündigt werden. Ja, eine RTX 3090 Ti wäre etwa ein Highlight gewesen, aber aktuell kann man Grafikkarten generell nicht so nennen. Der Chipkrise zum Trotz setzt sich die Display-Evolution weiter fort. Nicht nur bei den Monitoren, nein, auch unter den Fernsehern tummeln sich interessante Gaming-Displays. Ein Meilenstein war etwa die CX-Reihe unter den TVs von LG. Mit der kleinsten Diagonale von 48 Zoll war das Display schon fast tauglich für den Schreibtisch.
Im Prinzip besteht der Unterschied zwischen Monitoren und Fernsehern per Definition nur noch aus dem Displayport-Anschluss bei den Monitoren bzw. aus dem TV-Tuner bei den Fernsehern. Es ist auch bei Monitoren ein Hauch von Evolution spürbar, während die bei LCDs ohnehin ziemlich schleichend stattfindet. So ist in den meisten Mittelklasse-Modellen eine Farbtiefe von 10 Bit weit verbreitet, wenn auch "nur" mit 8 Bit und Framerate Control (FRC). Das bedeutet, dass das Panel 8 Bit, also 256 Farbabstufungen nativ anzeigt und die anderen hin zu 1.024 Abstufungen mit einem schnellen Wechsel zweier Abstufungen darstellt. Die Anführungszeichen bei "nur" sind Absicht, denn einerseits ist der Unterschied zu echten, nativen 10 Bit kaum sichtbar, andererseits spielt sich in der Praxis fast alles in 8 Bit ab. Der praktische Vorteil hält sich also in Grenzen, genauso wie der Unterschied zwischen 120 und 144 Hz. Bei den Fernsehern finden wir "nur" 120 vor, während sich die 144 Hz unter Gaming-Monitoren besser vermarkten. Aber auch das wird sich TV-seitig ändern.
Tatsächliche Vorteile aber sind die aktuellen Versionen der Anschlüsse. Ein aktueller UHD-Monitor mit 120 oder 144 Hz verfügt über HDMI 2.1 und Displayport 1.4 mit DSC (Display Stream Compression). Mit beiden konkurrierenden Anschlüssen ist mittlerweile die UHD-Auflösung mit 144 Hz und 10 Bit Farbtiefe möglich. Die ersten Monitore mit 4K/UHD und 144 Hz hatten noch die älteren Standards HDMI 2.0 und DP 1.2, was Kompromisse erforderte; also etwa UHD und 144 Hz mit Farbunterabtastung (4:2:2) oder UHD, 10 Bit aber nur 96 Hz. All das gehört glücklicherweise der Vergangenheit an. HDMI 2.1 ist das neue Killer-Feature, das wegen der neuen Konsolengeneration nicht nur für Fernseher, sondern auch für Gaming-Monitore (mit 4K/UHD) zur Pflicht wird. Der Anschluss konkurriert mit Displayport und bietet einen höheren Datendurchsatz als der aktuelle Displayport 1.4. Es dauert noch, bis die VESA mit Displayport 2.0 wieder HDMI überholt; auch deswegen, weil die Transferrate für 8K und 60 Hz mit unkomprimiertem HDR noch nicht benötigt wird.
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Folgende Themen finden Sie im Artikel:
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