[PLUS] HDR-Monitore für Gaming im Vergleichs-Test
PCGH Plus: Wer auf eine ordentliche HDR-Qualität Wert legt, musste lange zum TV greifen. Mittlerweile gibt es auch gute HDR-Monitore, die aber teuer sind. Wir prüfen die Qualität aktueller Gaming-Modelle. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 04/2020.
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Hohe Dynamikspanne
Es ist und bleibt ein schwieriges Thema: HDR an PC und Monitor. Vor circa drei Jahren bekamen die ersten Spiele eine HDR-Unterstützung. Damals gab es noch kein HDR bei Monitoren und man konnte die Farbenpracht zunächst nur am TV genießen. Wie gut diese ausfällt, hängt aber auch davon ab, wie viel Mühe sich die Entwickler im jeweiligen Spiel gegeben haben. Wie bei Filmen auch gibt es je nach Titel große Unterschiede, die Kollege Phil in einem eigenen Artikel thematisiert hat. Hier soll es aber um die Hardware gehen, also die Displays.
Vor einigen Jahren noch wurde der HDR-Begriff vom Marketing der Hersteller böse missbraucht. Die ersten Monitore mit angeblichem HDR hatten weder höheren Kontrast noch mehr Farben. Sie konnten lediglich HDR-Inhalte verarbeiten, sprich: sie in das schmale SDR-Korsett des Panels zwängen, was dann bestenfalls nicht allzu schlecht aussah, aber auch nicht besser. Mittlerweile ist der HDR-Wildwuchs dank der DisplayHDR-Zertifizierungen der VESA nicht mehr ganz so schlimm, da diese auch Vorgaben für die Bildschirmqualität machen, was bei den TV-Standards noch nicht der Fall war. HDR10 bietet zwar eine Farbtiefe von 10 Bit, was aber nur heißen muss, dass der Scaler die 10 Bit für die bestenfalls 8 Bit des Panels übersetzt. Manche Hersteller hatten daher vor einigen Jahren noch die Unverschämtheit, einem Monitor mit einem 6-Bit-TN-Panel eine HDR-Fähigkeit anzudichten. Eine sinnfreie HDR-Stufe gibt es aber noch immer: DisplayHDR 400 etwa bietet weder mehr Farben noch höheren Kontrast als ein ordentlicher SDR-Monitor. Das Hintergrundlicht bis auf 400 cd/m² hochzudrehen - ohne lokales Dimming wohlgemerkt -, bringt keinen Mehrwert, denn allein dadurch fällt der Kontrast nicht höher aus. Außerdem sind die hier erforderlichen 8 Bit ohnehin SDR-Standard. Was bitte hat sich die VESA dabei nur gedacht?
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