Gefährliche Stickstoffverbindungen entstehen bei der LCD-Herstellung
Während alle Hersteller von LCDs derzeit damit prahlen, wie sparsam und somit umweltschonend ihre Geräte im Betrieb sind, wird über den Produktionsvorgang an sich so gut wie kein Wort verloren - und das anscheinend aus guten Grund.
Sind LCDs mit Schuld am Klimawandel?
Denn nach einem Bericht der Onlineausgabe des Wissenschaftsmagazins NewScientist entsteht bei der Herstellung der Geräte so genanntes Stickstofftrifluorid, welches einen etwa 17.000-mal höheren Einfluss auf den Treibhauseffekt als Kohlendioxid hat.
Momentan würden pro Jahr etwa 4.000 Tonnen des umweltschädlichen Gases in die Atmosphäre werden, was umgerechnet circa 67 Millionen Tonnen CO2 entspricht, wobei die Experten für das kommende Jahr sogar mit einer Verdopplung dieser Zahlen rechnen.
Das eigentliche Problem ist die Langlebigkeit der Stickstofftrifluorid-Moleküle, da es etwa 550 Jahre dauert bis diese durch die Bestrahlung mit kurzwelligem Sonnenlicht komplett zerfallen sind.
