LG Ultrafine OLED Pro 32EP950: OLED-Monitor mit 31,5 Zoll offiziell erschienen
Viel ist über ihn in der Vergangenheit geschrieben worden, nun hat es der LG Ultrafine OLED Pro 32EP950 endlich auf den deutschen Markt geschafft. Es handelt sich um einen OLED-Monitor mit 31,5 Zoll großer Diagonale und 4K-Auflösung. LG verlangt allerdings auch über 3.000 Euro.
Schon vor Monaten weckte der LG Ultrafine OLED Pro 32EP950 das Interesse der Hardware-Community - handelt es sich doch um den ersten OLED-Monitor mit einer Bilddiagonale jenseits der unzeitgemäßen 22 Zoll. 31,5 Zoll ist der Schirm gar groß, obendrein liefert er 3.840 x 2.160 Bildpunkte. Nun hat der LG Ultrafine OLED Pro 32EP950 den deutschen Handel erreicht.
OLED-typisch wartet der Neuling mit hohen Kontrasten auf, konkret beträgt das Kontrastverhältnis 1.000.000:1. Die Spitzenhelligkeit gibt LG mit bis zu 540 cd/m²m an, typisch jedoch seien 250 cd/m². Eingestuft wurde der Monitor nach dem VESA-Standard "DisplayHDR 400 True Black".
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Da es sich um keinen Gaming-Monitor handelt, kann der Ultrafine OLED Pro 32EP950 jedoch nicht mit hohen Bildwiederholraten glänzen: Bei 60 Hertz ist bereits Schluss. Dafür verspricht LG eine hohe Bildqualität. So deckt der Schirm die Farbräume DCI-P3 und Adobe RGB zu jeweils 99 Prozent ab. Pro Farbkanal kann das Display überdies 10 Bit verarbeiten. Bei einer für OLEDs guten Reaktionszeit von einer Millisekunde (Grau-zu-Grau) sollten theoretisch auch Shooter ordentlich spielbar sein.
LG Ultrafine OLED Pro 32EP950: OLED-Monitor kostet über 3.000 Euro
Einmal HDMI 2.0 und zweimal Displayport 1.4 stehen ebenso wie ein Hub mit dreimal USB 3.2 Gen 1 (5 GBit/s) zur Verfügung. Anschluss findet der Bildschirm überdies über einen USB-Typ-C-Anschluss. Dieser kann ein Bildsignal als Displayport 1.4 übertragen, aber zum Beispiel auch Notebooks mit einer Ladeleistung von maximal 90 Watt versorgen. Auch Kopfhörer lassen sich über eine Buchse mit dem Monitor verbinden.
Mehr zum Thema: LG OLED 48CX9LB im Test: Mit HDMI 2.1 und 120 Hertz gegen Gaming-Monitore [Update]
LG gibt die unverbindliche Preisempfehlung mit 3.249 Euro an. So viel kostet der Ultrafine OLED Pro 32EP950 aktuell auch mindestens im Handel. Mehrere Anbieter listen ihn laut unserem Preisvergleich, können aber noch keine Ware anbieten. Anfang August soll der OLED-Monitor laut Cyberport dann voraussichtlich verfügbar sein. Von einer ebenfalls geplanten 27-Zoll-Version fehlt noch jede Spur, wobei diese laut LG auch erst im Herbst kommt.
Quelle: LG

Aber das kauft halt auch keiner mehr.
1) Nischenprodukte sind teurer als Massenprodukte (Monitor den aufgrund neuer Technologie erstmal wenige kaufen werden gegen millionenfach verkauftes Standardprodukt)
2) R&D und Servicekosten (Retouren) müssen mit eingepreist werden und werden bei einem komplett neuen Produkt deutlich höher sein (Einbrennen? Kompatibilitätsprobleme? Defekte?)
3) Die Produktion dieses Panels ist nicht nur wegen der Stückzahlen teurer: Die Fertigung in niedriger Pixeldichte (Fernseher) ist inzwischen selbst für riesige Flächen ausgereift. Ebenso die für extrem hohe Pixeldichte und sehr kleine Panele (Handy). Könnte man die Monitordisplays einfach aus Resten fehlerhafter Fernseherpanele rausschneiden wäre das Thema lange gegessen und die Preise entsprechend günstig.
Entweder die Hersteller versuchen Handydisplays in Monitorgröße zu fertigen und müssten mit nur teilweise verwertbaren Ausschüssen rechnen und hätten eine viel zu hohe native Auflösung.
Oder es müsste ein neuer Fertigungsprozess exklusiv für die Pixeldichte und Größe von Monitoren aufgelegt werden.
Das ist beides nicht rentabel weshalb nun ein anderer Weg gewählt wurde: Bei JOLED ist zwar das Fertigungsverfahren sehr teuer, dafür ist man flexibler was das Umstellen von Pixeldichten und Panelgrößen angeht da der Prozess nicht so unähnlich zu einem Inkjet-Drucker ist.
Entspannung könnten nur Fernseher im Consumerbereich mit 16-32k Auflösung bringen. Aus deren defekten Panels könnten dann auch Monitore entstehen.
Auf einen OLED-Monitor warte ich schon sehr lange und dieser hier ist im Vergleich mit IPS-LCDs mit FALD für Grafiker oder auch den allerersten OLED-Modellen deutlich preiswerter.
Aber das kauft halt auch keiner mehr.
OLED für TV kannst du nur in groß herstellen. Das LG überhaupt einen in 48" herstellen kann ist schon beeindruckend, weil viele Jahre alle davon ausgegangen sind das 55" das kleinste ist was man mit dem Verfahren herstellen kann.
Auf der anderen Seite gehen die OLED Displays für Smartphones usw. nur in klein. Das größte was man mit deren Verfahren hertellen kann sind aktuell 13". Geht man größer werden gibt es zu viele Fehler.
LG, Panasonic und Sony haben in JOLED investiert, weil die mit einem Druckverfahren Displays in 24-32" produzieren wollen. Neues Verfahren, neue Fabrik usw. Da bringt die ganze Forschung von den Handy Displays oder TV Panels gar nichts. Zielgruppe ist jetzt erstmal das Profi Segment, weil da die Preise nicht die große Rolle spielen und weil man das Produkt nicht für viel weniger auf den Markt bringen kann. Ein vergleichbarer Monitor (selbes Verfahren und ähnliche Größe) wäre der Sony BVM-X300. 4k OLED mit HDR für 35.000€. Das ist der einzige Monitor auf dem Markt den man mit dem LG vergleichen kann.