LG OLED: Gekrümmter 48er soll Gamer ansprechen
Zur in wenigen Tagen starteten CES hat LG Display ein gekrümmtes OLED-Panel mit 48 Zoll angekündigt, das sich insbesondere an Spieler richten soll.
Manche Anwender sehen im bereits letztes Jahr vorgestellten LG-OLED-Fernseher mit 48 Zoll eine gute Alternative zum klassischen Monitor und dieses Jahr gehen die Südkoreaner einen Schritt weiter. Das Panel soll gebogen angeboten werden und das mit einem recht sportlichen Radius von einem Meter (1.000R). Im Marketingsprech ist von der Maximierung der visuellen Immersion die Rede. Unterm Strich ist die Biegung schlichtweg zuträglich bei den Standardschreibtischgrößen und einer Anzeige mit 122 Zentimetern Bilddiagonale. Natürlich haben solche starken Krümmungen auch ihre Probleme, wie sie häufig schon bei dem Samsung Odyssey und vergleichbaren Geräten diskutiert wurden. Aber immerhin bietet OLED eine hohe Blickwinkelstabilität, sodass sich in der Rundung, die sich um das Sichtfeld bildet, keine allzu großen Bildabweichungen ergeben sollten.
Um die Krümmung zu erreichen, hat LG nach eigenen Angaben die Panelstärke von 9 Millimeter auf 0,6 Millimeter reduziert. Praktischer Nebeneffekt: LG kann das Display so nun auch vibrieren lassen und gibt darüber Ton aus. Im Marketing nennt sich das dann Cinematic Sound OLED (oder kurz CSO); die Vibration war vormals auch schon bekannt als Crystal Sound OLED. Am Ende steht wie bei Sony (Acoustic Surface Audio) ein Panel, das Sound wiedergeben kann und damit als zusätzliche Schallquelle dient.
Wann ein fertiges Gerät kaufbar im Handel steht, lässt LG offen. Da die Ankündigung von LG Display kommt und nicht von LG Electronics, dürfte ein fertiges Produkt auch noch etwas Zeit brauchen. Selbst unter guten Bedingungen schaffen es die Fernsehanbieter traditionell nicht vor Spätsommer, ihre auf der CES vorgestellten Produkte in nennenswerten Stückzahlen in den europäischen Handel zu bringen. Mangels Details ist auch unklar, wie das fertige Gerät genau ausgestattet sein wird. Mutmaßlich wird sich LG Electronics am OLED 48CX9LB orientieren. Der hat unter anderem einen HDMI 2.1 mit 40 Gb/s. Wenn man aber explizit dem Gaming-Markt ansprechen will, wäre wohl auch Display-Port angebracht.
Sicher ist für den Moment nur, dass das Panel VRR (Variable Refresh Rate) zwischen 40 und 120 Hertz unterstützen wird und die wohl mittlerweile geläufigen Vorteile von OLED bietet - darunter recht stabile Blickwinkel, kräftige Farben mit bei guter Abstimmung natürlichem Bild sowie echtes Schwarz. Aber auch die Nachteile von OLED bleiben - etwa die Gefahr des Einbrennens des Bildes. Spannend wird hier sein, ob LG neue Wege zu Vermeidung gefunden hat. Allen gekrümmten Panels gemein ist zudem eine gewisse Empfindlichkeit. Bleibt zum Schluss die Hoffnung, dass die Versorgungslage mit dem gekrümmten 48er generell etwas besser wird als es beim flachen 48er der Fall war. Der stammte nämlich aus der 77er Fertigung und war entsprechend rar und teuer. Teils gab es die 55er für weniger Geld.

Sony hatte, glaube ich, bereits 1994 mit der Entwicklung von oled Geräten begonnen. Zu der Zeit hatten die Leute gerade mal größere bunte Röhrenfernseher die gerade Richtung glatte Bildfläche gingen. 14 Jahre später gab es den XEL-1. Weitere 14 Jahre später heben wir was geschafft? Es etwas größer zu bauen, Punkt. Spitzenleistung!?
Klar könnte man noch den Schallkörper als Pluspunkt erwähnen, aber wer bitte holt sich so ein Display und lässt den Ton dann nicht über ein vernünftiges Soundsystem laufen? Fernsehton gibt's bei mir schon seit mindestens 20 Jahren nicht mehr. Was bringt einem das beste Bild, wenn der Klang nicht mitmacht?
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