LG Micro RGB evo: Neuer High-End-LCD-TV mit RGB-Backlight als OLED-Herausforderer

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LG Micro RGB evo: Neuer High-End-LCD-TV mit RGB-Backlight als OLED-Herausforderer
Quelle: LG

LG will LCD neu definieren: Mit Micro RGB evo kündigt der Hersteller einen technisch besonders aufwendigen Fernseher an, der dank RGB-Backlight, hoher Farbraumabdeckung und KI-Prozessor OLED-Niveau erreichen soll.

LG Electronics hat mit dem Micro RGB evo eine neue LCD-TV-Serie angekündigt, die zur CES 2026 erstmals öffentlich gezeigt werden soll. Nach Angaben des Herstellers handelt es sich um den bislang technisch aufwendigsten LCD-Fernseher von LG. Kern der Neuentwicklung ist ein neuartiges Micro-RGB-Backlight, das sich grundlegend von herkömmlichen Mini-LED-Lösungen unterscheidet.

Im Gegensatz zu klassischen LCD-Fernsehern, die meist weiße oder blaue LEDs mit Farbfiltern einsetzen, nutzt LG beim Micro RGB evo mikroskopisch kleine RGB-LEDs, die Rot, Grün und Blau direkt erzeugen. Diese LEDs sind deutlich kleiner als konventionelle Mini-LEDs und lassen sich laut LG präziser ansteuern. Ziel der Technik ist eine verbesserte Farbdarstellung sowie eine höhere Effizienz, da der Einsatz klassischer Farbfilter reduziert wird.

Die Bildverarbeitung übernimmt der Alpha 11 AI Processor der dritten Generation, der bislang vor allem aus LGs OLED-Modellreihen bekannt ist. Der Prozessor kommt unter anderem für KI-gestützte Skalierungs- und Optimierungsfunktionen zum Einsatz. LG gibt an, dass durch "Dual Super Upscaling" eine detailliertere und konsistentere Bilddarstellung erreicht werden soll, insbesondere bei hochauflösenden HDR-Inhalten.

Ein zentrales Merkmal des Micro RGB evo ist die Farbraumabdeckung. Laut Hersteller erreicht der Fernseher 100 Prozent Abdeckung der Farbräume BT.2020, DCI-P3 und Adobe RGB, was durch eine Zertifizierung von Intertek bestätigt wurde. Diese Werte liegen über dem Niveau klassischer LCD-Modelle und nähern sich dem an, was bislang vor allem OLED-Displays vorbehalten war. Speziell LGs WRGB-OLED-Panels neigen durch das weiße Subpixel für den Helligkeits-Boost aber dazu, die Farben leicht zu verfälschen.

RGB-LEDs als Konkurrenz zu OLED

Zur Verbesserung von Kontrast und Schwarzwert setzt LG auf das sogenannte "Micro Dimming Ultra" mit mehr als 1.000 lokal dimmbaren Zonen. Diese sollen die Hintergrundbeleuchtung präziser steuern und Helligkeitsunterschiede feiner abbilden. Damit adressiert LG eine der typischen Schwächen von LC-Displays im Vergleich zu selbstleuchtenden OLED-Technologien. Angeboten werden die Geräte in 100, 86 und 75 Zoll.

Als Smart-TV-Plattform kommt LG-typisch die aktuelle Version von webOS zum Einsatz. Unterstützt werden unter anderem Voice-ID-Profile, KI-gestützte Bild- und Tonanpassungen sowie ein integrierter Chatbot für System- und Bedienhilfen. Funktionen für Streaming, Gaming und personalisierte Empfehlungen sind ebenfalls vorgesehen. In bestimmten Märkten zeigt LG aber auch Werbung auf seinen Smart-TV-Oberflächen.

Insgesamt positioniert LG Micro RGB evo als technologischen Zwischenschritt zwischen klassischem LCD und OLED. Durch die Kombination aus RGB-Backlight, hoher Farbraumabdeckung und leistungsfähiger Bildverarbeitung soll die LCD-Technik weiterentwickelt werden, ohne auf deren Vorteile bei Spitzenhelligkeit und Panel-Größen verzichten zu müssen. Wie sich das Konzept in der Praxis bewährt und ob es eine echte Alternative zu OLED ist, werden erste Tests nach der CES 2026 zeigen. Preise und Verfügbarkeit wurden typischerweise nicht zur Show in Las Vegas genannt.

Quelle: LG

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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von SanderX PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von theGucky
        Es gibt immer 5 Dinge auf denen man je nach Anwendungsbereich achten müsste:
        Helligkeit, wenn z.b. Sonnenlicht draufscheint.
        Haltbarkeit, wie lange der Bildschirm ohne Fehler funktioniert. Speziell wichtig bei Werbeflächen.
        Verbrauch, als Werbefläche die 24/7 an ist können die Stromkosten enorm sein.
        Bildqualität.
        Und natürlich Kosten.

        OLED bietet einfach die beste Bildqualität, weil jeder Pixel selbst leuchtet.
        Hat aber Nachteile bei der Helligkeit, Haltbarkeit, Kosten und minimal den Verbrauch.

        Das würde auch Micro-LED bieten, nur ist man noch nicht in der Lage so kleine RGB-LEDs herzustellen, als das sie als lückenlose Pixel durchgehen. Die bisherigen Micro-LED TVs sind sehr groß und haben zwischen den LEDs einen Mindestabstand. Zudem verbrauchen die soviel Strom, das man eine starke Klimaanlage im Zimmer braucht.
        Mit der Klimananlage sind 10kW zusammen keine Seltenheit.
        Hier ist der Nachteil ein RIESIGER Kostenfaktor und RIESIGER Verbrauch.

        Micro-RGB ist nichts weiter als FALD also Local Dimming, aber anstatt weißer LEDs sind es RGB-LEDs.
        Hier ist das Problem (von FALD) des "Light-Bleeds" also eine LED scheint auf mehrere Pixel in der Farb-Matrix. Sollen nur wenige Pixel angeleuchtet werden, so sieht man ein Lichtkreis um diese.
        Um das zu vermindern wich auch gerne mal eine Lochmaske genutzt, die aber auch die Gesamthelligkeit ein wenig reduziert. Aber Fakt ist, das eine LED noch immer >1000 Pixel anstrahlt.
        Das RGB der FALD LEDs kann Farben stärker hervortreten lassen im Vergleich zu herkömmlichen weißen LEDs, sie können aber auch Farbanweichungen bei kleinen Mustern mit verschiedenen Farben erzeugen.
        Im Vergleich zu OLED ist alles bis auf die Bildqualität besser.

        Um mal die Zahlen im Artikel zu interpretieren:
        1000 Dimming Zonen auf 4k sind ~8300 Pixel pro LED.
        Bei 100 Zoll wären das 2,54 Meter in der Diagonalen und bei 16:9 sind das rund 5,2x5,2cm PRO LED. Also nicht viel.
        Im Vergleich ein High-End 27" Monitor mit ~1176 Zonen hat eine Fläche von 1,4x1,4cm pro LED.

        Meine Meinung:
        Man versucht hier also mit "Micro-RGB" die Kunden ein wenig zu verarschen, weil es sich nach Micro-LED anhört.
        Es müsste eigentlich Mini-RGB heißen, aber wer weiß, vielleicht hat das jemand schon patentiert...
        Es ist ein ganz kleiner Schritt, der als Zwischenlösung gedacht ist, weil es noch etwas braucht bis man wieder einen Kracher hat. Man muss halt jedes Jahr seine "neuen" Modelle wegen der Konkurrenz raushauen.

        P.S. Habe mal wieder zuviel Zeit auf der Arbeit totzuschlagen.

        P.P.S. / Tipp
        Neben FALD TVs/Monitoren gibt es die günstigen traditionellen Edge-Lit Varianten. Hier sind die LED/RGB-Streifen am Rand des TVs und werden mit einem Diffusor auf der Fläche verteilt.
        Gerade bei hellen oder großen TVs gibt es das Problem das diese sehr hell sein müssen und damit auch sehr heiß werden. Oftmals können diese LEDs auch kaputtgehen indem sie den Hitzetod erleiden.
        So würde ich einen günstigen FALD jederzeit einem Edge-Lit vorziehen und auch nie auf 100% Helligkeit nutzen, damit man lange was von hat.
        Als ich den Artikel gelesen habe, wurde ich auch fast verarscht. Ich dachte schon "Wow, die haben Micro-LED endlich Marktreif hinbekommen"

        Und dann kamen beim Artikel die Fragezeichen... Dein Beitrag hat dann meine Fragen beantwortet Danke 👍

        Also noch weiter warten bis Micro-LED kommt und weiter hoffen, dass mein LG OLED TV noch etwas weiter hält 😎
      • Von SanderX PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von theGucky
        Es gibt immer 5 Dinge auf denen man je nach Anwendungsbereich achten müsste:
        Helligkeit, wenn z.b. Sonnenlicht draufscheint.
        Haltbarkeit, wie lange der Bildschirm ohne Fehler funktioniert. Speziell wichtig bei Werbeflächen.
        Verbrauch, als Werbefläche die 24/7 an ist können die Stromkosten enorm sein.
        Bildqualität.
        Und natürlich Kosten.

        OLED bietet einfach die beste Bildqualität, weil jeder Pixel selbst leuchtet.
        Hat aber Nachteile bei der Helligkeit, Haltbarkeit, Kosten und minimal den Verbrauch.

        Das würde auch Micro-LED bieten, nur ist man noch nicht in der Lage so kleine RGB-LEDs herzustellen, als das sie als lückenlose Pixel durchgehen. Die bisherigen Micro-LED TVs sind sehr groß und haben zwischen den LEDs einen Mindestabstand. Zudem verbrauchen die soviel Strom, das man eine starke Klimaanlage im Zimmer braucht.
        Mit der Klimananlage sind 10kW zusammen keine Seltenheit.
        Hier ist der Nachteil ein RIESIGER Kostenfaktor und RIESIGER Verbrauch.

        Micro-RGB ist nichts weiter als FALD also Local Dimming, aber anstatt weißer LEDs sind es RGB-LEDs.
        Hier ist das Problem (von FALD) des "Light-Bleeds" also eine LED scheint auf mehrere Pixel in der Farb-Matrix. Sollen nur wenige Pixel angeleuchtet werden, so sieht man ein Lichtkreis um diese.
        Um das zu vermindern wich auch gerne mal eine Lochmaske genutzt, die aber auch die Gesamthelligkeit ein wenig reduziert. Aber Fakt ist, das eine LED noch immer >1000 Pixel anstrahlt.
        Das RGB der FALD LEDs kann Farben stärker hervortreten lassen im Vergleich zu herkömmlichen weißen LEDs, sie können aber auch Farbanweichungen bei kleinen Mustern mit verschiedenen Farben erzeugen.
        Im Vergleich zu OLED ist alles bis auf die Bildqualität besser.

        Um mal die Zahlen im Artikel zu interpretieren:
        1000 Dimming Zonen auf 4k sind ~8300 Pixel pro LED.
        Bei 100 Zoll wären das 2,54 Meter in der Diagonalen und bei 16:9 sind das rund 5,2x5,2cm PRO LED. Also nicht viel.
        Im Vergleich ein High-End 27" Monitor mit ~1176 Zonen hat eine Fläche von 1,4x1,4cm pro LED.

        Meine Meinung:
        Man versucht hier also mit "Micro-RGB" die Kunden ein wenig zu verarschen, weil es sich nach Micro-LED anhört.
        Es müsste eigentlich Mini-RGB heißen, aber wer weiß, vielleicht hat das jemand schon patentiert...
        Es ist ein ganz kleiner Schritt, der als Zwischenlösung gedacht ist, weil es noch etwas braucht bis man wieder einen Kracher hat. Man muss halt jedes Jahr seine "neuen" Modelle wegen der Konkurrenz raushauen.

        P.S. Habe mal wieder zuviel Zeit auf der Arbeit totzuschlagen.

        P.P.S. / Tipp
        Neben FALD TVs/Monitoren gibt es die günstigen traditionellen Edge-Lit Varianten. Hier sind die LED/RGB-Streifen am Rand des TVs und werden mit einem Diffusor auf der Fläche verteilt.
        Gerade bei hellen oder großen TVs gibt es das Problem das diese sehr hell sein müssen und damit auch sehr heiß werden. Oftmals können diese LEDs auch kaputtgehen indem sie den Hitzetod erleiden.
        So würde ich einen günstigen FALD jederzeit einem Edge-Lit vorziehen und auch nie auf 100% Helligkeit nutzen, damit man lange was von hat.
        Als ich den Artikel gelesen habe, wurde ich auch fast verarscht. Ich dachte schon "Wow, die haben Micro-LED endlich Marktreif hinbekommen"

        Und dann kamen beim Artikel die Fragezeichen... Dein Beitrag hat dann meine Fragen beantwortet Danke 👍

        Also noch weiter warten bis Micro-LED kommt und weiter hoffen, dass mein LG OLED TV noch etwas weiter hält 😎
      • Von ni-bi BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von theGucky
        Bei 100 Zoll wären das 2,54 Meter in der Diagonalen und bei 16:9 sind das rund 5,2x5,2cm PRO LED. Also nicht viel.
        War auch mein Gedanke, das wird alles mit einem schönen Halo Effekt erkauft... Obwohl zumindest Samsung es hinbekommt, sofern man frontal auf die Display eines Neo G9 schaut, den Halo fast eliminieren. Bei einem TV würde das so nicht funktionieren.
      • Von theGucky Volt-Modder(in)
        Es gibt immer 5 Dinge auf denen man je nach Anwendungsbereich achten müsste:
        Helligkeit, wenn z.b. Sonnenlicht draufscheint.
        Haltbarkeit, wie lange der Bildschirm ohne Fehler funktioniert. Speziell wichtig bei Werbeflächen.
        Verbrauch, als Werbefläche die 24/7 an ist können die Stromkosten enorm sein.
        Bildqualität.
        Und natürlich Kosten.

        OLED bietet einfach die beste Bildqualität, weil jeder Pixel selbst leuchtet.
        Hat aber Nachteile bei der Helligkeit, Haltbarkeit, Kosten und minimal den Verbrauch.

        Das würde auch Micro-LED bieten, nur ist man noch nicht in der Lage so kleine RGB-LEDs herzustellen, als das sie als lückenlose Pixel durchgehen. Die bisherigen Micro-LED TVs sind sehr groß und haben zwischen den LEDs einen Mindestabstand. Zudem verbrauchen die soviel Strom, das man eine starke Klimaanlage im Zimmer braucht.
        Mit der Klimananlage sind 10kW zusammen keine Seltenheit.
        Hier ist der Nachteil ein RIESIGER Kostenfaktor und RIESIGER Verbrauch.

        Micro-RGB ist nichts weiter als FALD also Local Dimming, aber anstatt weißer LEDs sind es RGB-LEDs.
        Hier ist das Problem (von FALD) des "Light-Bleeds" also eine LED scheint auf mehrere Pixel in der Farb-Matrix. Sollen nur wenige Pixel angeleuchtet werden, so sieht man ein Lichtkreis um diese.
        Um das zu vermindern wich auch gerne mal eine Lochmaske genutzt, die aber auch die Gesamthelligkeit ein wenig reduziert. Aber Fakt ist, das eine LED noch immer >1000 Pixel anstrahlt.
        Das RGB der FALD LEDs kann Farben stärker hervortreten lassen im Vergleich zu herkömmlichen weißen LEDs, sie können aber auch Farbanweichungen bei kleinen Mustern mit verschiedenen Farben erzeugen.
        Im Vergleich zu OLED ist alles bis auf die Bildqualität besser.

        Um mal die Zahlen im Artikel zu interpretieren:
        1000 Dimming Zonen auf 4k sind ~8300 Pixel pro LED.
        Bei 100 Zoll wären das 2,54 Meter in der Diagonalen und bei 16:9 sind das rund 5,2x5,2cm PRO LED. Also nicht viel.
        Im Vergleich ein High-End 27" Monitor mit ~1176 Zonen hat eine Fläche von 1,4x1,4cm pro LED.

        Meine Meinung:
        Man versucht hier also mit "Micro-RGB" die Kunden ein wenig zu verarschen, weil es sich nach Micro-LED anhört.
        Es müsste eigentlich Mini-RGB heißen, aber wer weiß, vielleicht hat das jemand schon patentiert...
        Es ist ein ganz kleiner Schritt, der als Zwischenlösung gedacht ist, weil es noch etwas braucht bis man wieder einen Kracher hat. Man muss halt jedes Jahr seine "neuen" Modelle wegen der Konkurrenz raushauen.

        P.S. Habe mal wieder zuviel Zeit auf der Arbeit totzuschlagen.

        P.P.S. / Tipp
        Neben FALD TVs/Monitoren gibt es die günstigen traditionellen Edge-Lit Varianten. Hier sind die LED/RGB-Streifen am Rand des TVs und werden mit einem Diffusor auf der Fläche verteilt.
        Gerade bei hellen oder großen TVs gibt es das Problem das diese sehr hell sein müssen und damit auch sehr heiß werden. Oftmals können diese LEDs auch kaputtgehen indem sie den Hitzetod erleiden.
        So würde ich einen günstigen FALD jederzeit einem Edge-Lit vorziehen und auch nie auf 100% Helligkeit nutzen, damit man lange was von hat.
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