HDMI 2.1: AMDs Wunsch nach Open-Source-Implementierung ist vorerst gescheitert
AMD ist mit dem Wunsch an das HDMI-Forum herangetreten, HDMI 2.1(+) und dessen Funktionalität in seinem freien Grafiktreiber als Open-Source-Implementierung umzusetzen. Dieses Anliegen wurde jetzt offiziell abgelehnt.
AMD ist mit dem Wunsch an das für den HDMI-Standard zuständige HDMI-Forum herangetreten, HDMI 2.1(+) und dessen Funktionalität in seinem freien Grafiktreiber als Open-Source-Implementierung umzusetzen. Dieser Vorschlag wurde jetzt von offizieller Seite abgelehnt, wie der AMD-Ingenieur Alex Deucher über GitLab bekannt gab. Auch für die Anwender ist diese Entscheidung enttäuschend.
Das HDMI-Forum hat unseren Vorschlag leider abgelehnt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt währe eine Open-Source-Implementierung von HDMI 2.1 nicht möglich, ohne mit den Anforderungen des HDMI-Forums in Konflikt zu geraten.
- Alex Deucher, AMD-Ingenieur via GitLab -
Zuvor hatten sich AMD und die X.Org Foundation, eine Stiftung, welche die Standards für das X Window System definiert und ein eigenes X Window System, den X.Org-Server, als Referenzsystem verwaltet und weiterentwickelt, mit dem HDMI-Forum an einen Tisch gesetzt, um eine Lösung zu erarbeiten, welche es ermöglicht, entsprechende Open-Source-Implementierungen der privaten Spezifikationen von HDMI 2.1 bereitzustellen. Leider ohne Erfolg.
HDMI-Forum lehnt den Code von AMD ab
Die Linux-Ingenieure von AMD haben Monate damit verbracht, mit ihrem Rechtsteam zusammenzuarbeiten und alle HDMI-Funktionen zu bewerten, um festzustellen, ob und wie sie in ihrem Open-Source-Treiber dargestellt werden können, so die auf quelloffene Software und Linux spezialisierte Website Phoronix. Welche Hintergründe stecken hinter AMDs Wunsch nach der Implementierung?
- Seit 3 Jahren ist 4K/UHD mit 120 Hz über HDMI 2.1 über den Linux-Treiber von AMD nicht verfügbar ist.
- Ebenso verhält es sich mit 5K/UHD mit 240 Hz, das mit dem AMD-Grafiktreiber unter Linux nicht möglich ist.
- AMD möchte die Spezifikationen mittels Open-Source-Implementierung bereitstellen.
AMD hatte intern einen Code entwickelt, der es ermöglichen soll, sämtliche Spezifikationen von HDMI 2.1 als Open-Source-Implementierung in den freien Grafiktreiber für Linux zu übernehmen, und wartete in den vergangenen Monaten vergeblich auf die Genehmigung des HDMI-Forums. Jetzt hat das HDMI-Forum, zudem mehr als 80 Unternehmen (auch AMD) gehören, negativ beschieden.
Anwender müssen es ausbaden
Da das HDMI-Forum die Anfrage von AMD abgelehnt hat, kann AMD die Korrekturen, die 4K/UHD (@120Hz) und 5K/UHD (@240Hz) über HDMI 2.1 unter Linux hätten lauffähig machen können, nicht veröffentlichen. Das bedeutet, dass HDMI 2.1 Funktionen mit keinem Open-Source-Treiber von AMD funktionieren werden.
Wenn das jetzt nie das Licht der Welt erblickt, ist das alles eine weitgehend vergeudete Anstrengung mit erheblichen Ressourcen.
- Michael Larabel, Phoronix -
Phoronix erinnert an ein ähnliches Problem vor Jahren, bei dem es um Videobeschleunigung ging, die potenziell die HDCP-Lizenzbeschränkungen gefährden könnte. Auch in diesem Fall wurde eine Open-Source-Implementierung abgelehnt. Im aktuellen Fall kann Anwendern unter Linux daher nur dazu geraten werden, ihre Anzeigegeräte lieber den DisplayPort zu verwenden.
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Quelle: AMD via GitLab via Phoronix

-> Wendel on HDMI behaviour
Wenn man direkt davor sitzt und Bildbearbeitung macht, sieht das eventuell anders aus.
USB 3.1 und TB4 verpflichten beide gemäss Spezifikation bei 5V Spannung eine Stärke von 3 Ampere. Also beide erlauben maximal 15 Watt. (Das war auch schon bei Thunderbold 3 verpflichtend). Jegliche eventuelle höhere Amperezahl bei 5V ist also freiwillig.
Die 100 Watt Stromversorgung erfolgt über eine andere Spezifikation (USB - Power Delivery). USB-PD ist bei TB4 verpflichtend bei USB4 aber nur Optional.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Was die Mainboard angeht. Ja es sind AMD Mainboard, aber die TB Implementierung erfolgt in beiden Fällen über einen Intel Chipsatz und keinen vom AMD. Daher bleibe ich bei meiner Aussage, das Intel die Vergabe an AMD blockiert. Aber schön, wenn es da zu Konkurrenzprodukten kommt.
Bezüglich der Controller-Situation: Intel hat das Protokoll 2018 freigegeben. Davor war es anderen Firmen tatsächlich verboten, Thunderbolt ohne Einkauf von Intel-Controllern zu implementieren, aber seitdem darf jeder machen was er will. Sogar ohne Lizenzgebühren für die Technik, nur die eigentlich Funktion muss meinem Wissen nach weiterhin geprüft werden. Aber "dürfen" ist nicht das gleiche wie "können" und "wollen". ASMedia hat in den letzten sechs Jahren trotzdem keine Thunderbolt-Controller vorgestellt und andere Entwickler von PC-Peripherie-Controllern außer ASM und Intel gibt es ja allgemein nicht mehr.
Schon für USB 3.1 musst du entweder einen Intel-PCH, einen Intel Meteor Lake, einen ASM-Controller, einen ASM-I/O-Hub oder, Trommelwirbel Tusch, einen AMD-Prozessor mit meinem Wissen nach bei ASM eingekauftem Controller-Design nehmen. Alle anderen haben aufgehört oder machen nur noch Mobile. (Selbst Realtek und Genisys, die wenigstens noch USB-3.0-/-3.1-Hub-Alternativen zu ASM anbieten, haben keine USB-Controller für PCs im Angebot. Wie es mit mobile- und Peripherie-Controllern aussieht, müsste ich erst prüfen.) Bei Thunderbolt fallen halt auch noch die Optionen mit "ASM" im Namen raus und es bleibt nur noch Intel. Aber AMD wäre herzlichst willkommen, das mal zu ändern – falls die rund ein Jahrzehnt nach der Schließung der ex-ATI-Chipsatz-Entwicklung und zwei Jahrzehnte nach Schließung ihrer eigenen Sparte Lust haben sollten, überhaupt mal wieder was für Mainboards zu tun. (Bixby/X570 zählt für mich nicht, das war letztlich ein "Abfallprodukt der CPU-MCM-Forschung" und ich will nicht schon wieder jedes Board auf Not-Abschaltungen ohne aktive Kühlung prüfen müssen.^^)