Gamescom 2016: Benq zeigt Gamer-Monitor Zowie XL2735
Während 240-Hertz-LCDs noch auf sich warten lassen, entwickelt Benq das derzeitige LCD-Portfolio konsequent weiter und spendiert dem Zowie XL3527 einige hochinteressante Eigenschaften. Eine neue Overdrive-Technologie, eine Fernsteuerung mit eigenem Profilspeicher sowie aus dem professionellen Bereich bekannte Fokusblenden sind die wichtigsten Neuerungen.
LCD-Hersteller Benq vermarktet die eSports-Serie der hauseigenen Monitore inzwischen unter dem Zowie-Label und zeigte auf der Gamescom nun das neue Flaggschiff, den XL2735. Dieser soll in Zusammenarbeit mit Experten grundlegend auf die Bedürfnisse von Pro-Gamern zugeschnitten worden sein, besonderes Augenmerk liegt auf der Vermeidung jeglicher potenziell ablenkender Rahmenelemente. So wurden die Front-LEDs früherer Benq-Modelle entfernt und abnehmbare Fokusblenden angebracht, die das Hintergrundgeschehen zusätzlich unsichtbar machen und etwaige Reflexionen des Umgebungslichts abwehren - das erinnert an die Sichtblenden aus dem professionellen, etwa für Bildbearbeitungszwecke spezialisierten Monitor-Bereich; eine Horizontalblende am oberen Rahmenrand fehlt beim XL2735 allerdings.
Quelle: Benq
Benq auf der Gamescom 2016: Fokusblenden beim Zowie XL2735
Die technischen Eckdaten sind zeitgemäß: WQHD-Auflösung (2.560 × 1.440 Pixel), ein TN-Panel mit einer Millisekunde Reaktionszeit (gtg) und 27-Zoll-Abmessungen bedienen sowohl die Bedürfnisse von kompetitiven Spielern als auch die Grundbedürfnisse von Bildqualitätsfanatikern, die mit Full HD nichts mehr zu tun haben möchten. Im Gespräch mit PC Games Hardware bestätigte man uns allerdings, ganz bewusst auf jegliche Form adaptiver Bildratensynchronisierung verzichtet zu haben - der XL2735 verfügt also weder über Free- noch G-Sync-Funktionalität, da Tearing in hohen Framerate-Bereichen ohnehin weniger dominant zutage trete. Keine Überraschung gibt es bei den Grafikschnittstellen (1 × HDMI 2.0, 1 × HDMI 1.4, 1 × DVI und 1 × DP 1.2).
Dynamic Accuracy soll Ghosting minimieren
Mittels einer von Benq als "Dynamic Accuracy" (DyAc) bezeichneten Anzeigetechnologie sollen Ghosting-Effekte und das Nachschlieren in Bewegung auf ein absolutes Minimalmaß reduziert werden, wobei es sich vermutlich um Backlight-Strobing handelt. Zusätzlich kommt klassiches, in drei Stufen regelbares Overdrive zum Einsatz. Bei unserem kurzen Hands-on auf der Messe waren wir mit dem Reaktionsverhalten und der Eingabeverzögerung des XL2735 hochzufrieden, ein minimaler Korona-Effekt deutet auf ein straff gerageltes Overdrive hin (mittlere Einstellung).
Die als "S Arc Switch" bekannte, kabelgebundene Fernbedienung scheint optisch unverändert gegenüber älteren Modellen wie dem XL2730, verfügt nun aber über einen praktischen On-Board-Profilspeicher, mit dem sich festgelegte Einstellungen von einem XL2735 zum anderen mitnehmen lassen - aufgrund der Beschränkung auf den Monitortyp ist dies aber wohl nur für wenige Nutzer oder tatsächliche Pro-Gamer nützlich. Alltagstauglicher ist die ausziehbare Kopfhörerhalterung und die perfekte Ergonomie; so lässt sich der XL2735 sehr leichtgängig verstellen. Beim Preis zeigt sich Benq selbstbewusst, rund 850 Euro unterstreichen das Selbstverständnis als erste Wahl für den kompetitiven Spielebereich - erhältlich ist der Monitor ab sofort.

Den alten XL2730Z gibt's für 509€, der Nachfolger ZOWIE XL2730 für 550€,
& jetzt der ZOWIE XL2735 für stolze 765€. & das nicht nur wegen den Scheuklappen, sondern wegen der DyAc™ Technology , die in deren Demounterschiedsvideos so ähnlich rüber kommt wie 60Hz zu 120Hz (144Hz).
Ist das wirklich den fetten Aufpreis wert oder ist´s ein Marketinggag?