Shader Beam: Bewegungsklarheit wie bei CRT-Monitoren
Die Bewegungsschärfe von CRT-Monitoren auf moderne Panels zu bringen, ist für viele Spieler ein Traum. Shader Beam möchte dieses Wunder vollbringen, und das kostenlos.
Die Bildqualität bei PC-Monitoren hat in den letzten Jahrzehnten große Fortschritte gemacht. Für viele Fans gilt jedoch noch heute die Bewegungsschärfe alter CRT-Röhrenmonitore als Nonplusultra. Moderne Panels mit OLED, IPS etc. bieten zwar hohe Auflösungen, leiden jedoch oft unter Bewegungsunschärfe (Motion Blur). Die neue Open-Source-Software Shader Beam möchte hier eine Brücke schlagen und die visuelle Bewegungsklarheit klassischer Bildschirme auf moderne Displays bringen.
Shader Beam agiert sozusagen als Emulator für den Elektronenstrahl eines CRT-Monitors und ist ein Overlay zum Ausführen von BFI/CRT-Beam-Simulation-Shadern auf dem Windows-Desktop. Da moderne Flachbildschirme Bilder im "Hold-Type"-Verfahren anzeigen, also ein Bild so lange stehen lassen, bis das nächste berechnet ist, entsteht bei schnellen Bewegungen Unschärfe für das menschliche Auge.
Shader Beam simuliert stattdessen das zeilenweise Abtasten eines CRT-Strahls ("Rolling Scan plus Phosphor Fade") über einen GPU-Shader. Dies soll dazu führen, dass das Auge weniger Übergänge wahrnimmt. Eine Scanline-Emulation bietet das Programm nicht.
Shader Beam steht auf GitHub kostenlos zur Verfügung
Shader Beam lässt sich als Beta-Version auf GitHub kostenlos herunterladen und funktioniert mit der CRT-Simulationstechnologie von Blur Buster. Der Monitor muss mindestens eine Bildwiederholfrequenz von 100 Hz bieten, ideal sind laut der Entwickler 240 Hz und mehr, da hier mögliche Helligkeitsverluste durch Shutter-Effekte minimiert werden.
Die aktuellste Version von Windows 11 wird empfohlen, da es bei Windows 10 zu gelben Rändern kommen kann. Zudem bietet sich laut Entwickler die Nutzung einer zweiten GPU (hier sei auch eine interne GPU geeignet) zur Berechnung der Shader an, da dies Desynchronisations- und Flackerprobleme lösen würde.
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Quelle: Mausimus, via GitHub (via Videocardz)

Meinst die eventuell eher "Tearing", was es auch bei CRT gibt, wenn die FPS nicht synchron zur Widerholrate sind. Die Entwicklung von V-Sync stammt ja sogar aus der Zeit der CRT-Monitore. Mehr als Tearing kann man mit dem Auge aber auch nicht als unschönen Effekt wahrnehmen.
Beim Abfilmen von CRTs kommen aber noch andere Effekte hinzu, entweder ein Bildflackern oder, bedingt durch die zeilenweise Aktualisierung des Bildes, zu einem horizontal durchlaufenden dunklen Balken in Abhängigkeit von der Differenz zwischen Abtastrate und Aufnahmebildrate.
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Bei meinem 144hz Monitor zahlt sich das, glaub ich, nicht aus.
Aber vielleicht kommt so eine Technik ja mal wieder direkt in die Monitore, ist ja in dem Fall mehr eine Software Sache, das wäre schon praktikabler.
Wobei es mich ja wundert, warum man bei Röhrenmonitoren nie einen "Rolling-Shutter" Effekt hatte.