Asus TUF VG32VQ: Erstmals Freesync und Low Motion Blur gleichzeitig nutzbar
Asus hat den VG32VQ getauften Monitor aus der TUF-Gaming-Serie vorgestellt, der als erstes Display die simultane Nutzung einer dynamischen Bildwiederholrate sowie einer Low-Motion-Blur-Technik erlaubt. Konkret zum Einsatz kommen Freesync mit bis zu 144 Hertz und Asus' ELMB. Spannend wir die technische Umsetzung und ob andere Hersteller nachziehen werden.
Die allermeisten Gaming-Monitore, welche ihre Bildwiederholrate mittels Freesync beziehungsweise G-Sync dynamisch anpassen können, beherrschen auch eine Low-Motion-Blur-Technik zur Reduzierung der Bewegungsunschärfe. Die Hersteller nutzen in der Regel eigene Markennamen, erfahrungsgemäß ist die Funktionsweise jedoch identisch: Zwischen den Frames wird die Beleuchtung kurz ausgeschaltet, was für das menschliche Auge erst einmal nur wie eine Verdunkelung des Bildes wirkt, ihm jedoch hilft, die einzelnen Frames voneinander abzugrenzen. Eine Erhöhung der Beleuchtung bei den "echten" Bildern kann den Helligkeitsverlust kompensieren.
ULMB und VRR erzeugten bisher Flackern
Bisher ließen sich die beiden Funktionsweisen nicht kombinieren. Low-Motion-Blur-Techniken, häufig als ULMB (Ultra Low Motion Blur) abgekürzt, setzten bis dato eine konstante Bildwiedergabe voraus, um kein Flackern zu erzeugen. Stimmt das Ausschalten der Beleuchtung nicht mit der Frame-Ausgabe überein, stört ULMB mehr, als es einen Nutzen hat. Eine zufriedenstellende Synchronisation von Free- oder G-Sync und ULMB erreichte bisher kein Hersteller. Nutzerlösungen, um nachzuhelfen, gibt es im Forum von blurbusters.com, sind aber aufwendig und nicht 100-prozentig zufriedenstellend.
Mit dem TUF VG32VQ hat Asus bereits Ende April einen Monitor vorgestellt, der erstmals offiziell eine Low-Motion-Blur-Variante und Freesync gleichzeitig unterstützen soll. Blurbuster.com hat auf die Neuigkeit aufmerksam gemacht, nachdem sie zuvor untergegangen war. Der TUF VG32VQ nutzt ein 31,5 Zoll großes, gekrümmtes VA-Panel mit einer WQHD-Auflösung (2.560 × 1.440 Pixel) und einer maximalen Bildwiederholrate von 144 Hertz. Wie hoch die Freesync-Spanne ausfällt, bleibt abzuwarten. Gängig ist eine untere Grenze von 48 Hertz.
Von Asus ELMB-Sync getauft
Die Reduzierung der Bewegungsunschärfe nennt Asus hier Extreme Low Motion Blur, kurz ELMB. Die Kombination mit Freesync erhält den Markennamen ELMB-Sync. Zur technischen Umsetzung gibt Asus bisher keine Details. Denkbar wäre, dass es inzwischen Scaler gibt, welche die dynamische Steuerung der Beleuchtung parallel zur Anpassung der Bildwiederholrate beherrschen. Alternativ wäre der Einsatz eines zusätzlichen (PWM-)Controllers denkbar. Je nachdem, wie aufwendig das Ganze ausfällt, könnten weitere Hersteller mit ähnlicher Funktionalität nachziehen.

Jetzt noch evtl. 120hz unter 4K, dazu von meiner Treuen Marke BenQ, und ich könnte mir zu Weihnachten mal was Neues gönnen.