Minecraft nach 17 Jahren mit neuem Renderer - bessere Performance in Aussicht gestellt
Mojang modernisiert die Grafikbasis der Minecraft Java Edition. Nach 17 Jahren wird OpenGL schrittweise durch einen neuen, multithreaded Vulkan-Renderer ersetzt. Das Update soll Performance, Stabilität und Modding deutlich verbessern.
Die Minecraft Java Edition erhält eine grundlegende technische Modernisierung. Mojang Studios beginnt damit, die bisherige OpenGL-Grafikpipeline schrittweise durch einen neuen Renderer auf Vulkan-Basis zu ersetzen. Damit wird erstmals seit dem ursprünglichen Release im Jahr 2009 die zentrale Grafikarchitektur umfassend erneuert.
Der neue Renderer ist multithreaded ausgelegt und nutzt moderne Grafik-APIs effizienter aus. Während OpenGL viele Rendering-Aufgaben primär auf einem CPU-Thread verarbeitet, erlaubt Vulkan eine deutlich bessere Parallelisierung. Dadurch kann die CPU-Last besser verteilt werden, was insbesondere auf Systemen mit vielen Kernen Vorteile bringt.
OpenGL bekommt seit nunmehr rund 9 Jahren keine Updates mehr und Mojang muss die API ändern, um die Kompatibilität zu MacOS abzusichern, wo der Support ausläuft. Und das dürfte nur der Anfang sein - viele Betriebssysteme werden in den kommenden Jahren nachziehen.
Vulkan soll CPU-Bottlenecks reduzieren
Minecraft ist trotz seiner vergleichsweise einfachen Optik technisch anspruchsvoll, da die Spielwelt dynamisch generiert und permanent verändert wird. Performance ist ein Dauerthema in der Community. Vor allem in großen Welten mit hohen Sichtweiten und mit vielen Redstone-Mechaniken, Entitäten oder umfangreichen Modifikationen entstehen schnell CPU-Limitierungen.
Durch den Wechsel auf Vulkan kann das Rendering stärker von der Hauptlogik entkoppelt werden. Mojang gibt an, dass der neue Renderer die Performance verbessert und zugleich eine stabilere Basis für künftige Grafikfeatures schafft. Vulkan ermöglicht eine direktere Hardware-Ansprache und reduziert Treiber-Overhead im Vergleich zu OpenGL.
Parallel dazu arbeitet Mojang weiter an den sogenannten "Vibrant Visuals". Diese grafischen Verbesserungen umfassen unter anderem optimierte Beleuchtung, verbesserte Schatten und eine modernisierte Rendering-Pipeline. Die Umstellung auf Vulkan bildet dafür die technische Grundlage.
Vorteile für Modding und Zukunftssicherheit
Die Java Edition ist insbesondere wegen ihrer Modding-Szene populär. Viele umfangreiche Mods greifen tief in die Rendering-Architektur ein oder erweitern sie. Eine moderne, klar strukturierte Vulkan-Basis soll hier neue Möglichkeiten eröffnen und langfristig stabilere Schnittstellen bieten.
Mojang betont, dass der Übergang schrittweise erfolgt. OpenGL wird nicht sofort vollständig entfernt. Stattdessen wird der Vulkan-Renderer zunächst getestet und weiter optimiert. Ziel ist eine möglichst breite Hardware-Kompatibilität unter Windows, Linux und perspektivisch auch anderen Plattformen.
Eine Einführung peu à peu sorgt zudem dafür, dass sich Mod-Ersteller anpassen können. Für die wird die Umstellung anfangs deutlich Mehrarbeit bedeuten, aber langfristig sollen alle von der Änderung profitieren und letztlich ist diese auch kaum zu verhindern.
Für Spieler mit moderner Hardware bedeutet die Umstellung voraussichtlich höhere Bildraten, insbesondere in CPU-limitierten Szenarien. Auch Mikroruckler sollen reduziert werden, da die Multithreading-Struktur Lastspitzen besser abfangen kann. Konkrete Fps-Zahlen nennt Mojang bislang nicht.
Die Einführung markiert einen der größten technischen Schritte in der Geschichte der Java Edition. Während die Bedrock Edition bereits seit Jahren auf einer eigenständigen, moderneren Engine basiert, erhält nun auch die klassische PC-Version eine zukunftssichere Rendering-Grundlage.
Ein genauer Zeitplan für die vollständige Ablösung von OpenGL steht noch nicht fest. Mojang spricht von einem fortlaufenden Prozess. Fest steht jedoch: Zum "Sommer Drop" soll Vulkan bereits testbar sein. Mit Snapshots könnte es also schon sehr bald losgehen.
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Quelle: Minecraft.net

2009 war der anfang aber nicht die veröffentlichung.
Ich mag den "schlechten" Grafikstil von Minecraft. Alles war so schön einfach. Bei den Screenshot mit den ganzen Licht- und Reflexionseffekten kommt bei mir etwas der Würgereiz. Ich habe Shader immer gemieden, weil ich sie zwar hübsch finde, aber ich mag diese Block Optik einfach.
Ich hoffe wirklich, dass man die Grafikeinstellungen auf Klassisch einstellen kann und Optifine uns in irgendeiner Form erhalten bleibt um z.B. diverse Effekte zu deaktivieren.
Die Windows-Version ist ja nicht zu gebrauchen, weil alles komplett auf den Store ausgerichtet verschlossen wurde.
Hytale ist absolut keine Alternative, finde ich. Das sieht übel aus, das worldstreaming ist stellenweise problematisch und der Fokus scheint auf kloppen zu liegen und nicht auf bauen.
Was du meinst ist die Bedrock-Version.
Nicht bsw. die Pocket-Edition, VR-Version, oder Minecraft RTX, die alle heute unter Bedrock laufen. Über diese anderen Forks kann ich nichts aussagen, da ich sie nicht spielte.
Dass die Java-Version auch auf Windows läuft ist klar, aber das war auch nicht mein Punkt.