LibreOffice beschuldigt Microsoft, Kunden durch Bindung an Office-Formate auszunutzen
Die Verwendung des OOXML-Dateiformats erschwere es Office-Kunden, einfach auf andere Tools wie LibreOffice umzusteigen, sagt die hinter der Büro-Software stehende Document Foundation und bringt eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum ODF-Format.
In einer aktuellen Veröffentlichung hat die The Document Foundation (TDF), die hinter der Open-Source-Bürosuite LibreOffice steht, Kritik an Microsofts Geschäftsmodellen rund um deren Office-Software geäußert. Die Organisation beschuldigt den Technologieriesen, seine Kunden durch "Vendor Lock-in", in diesem Fall die Bindung an die bestehenden Formate in der Office-Anwendung, auszubeuten. Dies geschehe besonders durch die bevorzugte Verwendung des proprietären OOXML-Dateiformats (Office Open XML), das Microsoft Office-Nutzern die Migration zu alternativen Softwarelösungen erschweren würde.
LibreOffice ist eine kostenfreie Alternative zur Office-Anwendung, die das offene Dateiformat ODF (Open Document Format) unterstützt. TDF argumentiert, dass die proprietären Formate von Microsoft eine Abhängigkeit schaffen und Nutzer zwingen, bei der Software des Unternehmens zu bleiben, um vollständige Kompatibilität und Funktionalität zu gewährleisten. So sei es oft der Fall, dass Docx-Dateien in LibreOffice Formatierungsprobleme verursachen würden. Im Gegensatz dazu fördere ODF Interoperabilität und Datensouveränität.
Um Anwendern den Umstieg zu erleichtern, hat das Unternehmen hinter LibreOffice jetzt einen kostenlosen Leitfaden zur Migration von Microsoft Office zu LibreOffice veröffentlicht. Dieser Ratgeber erklärt schrittweise, wie Dokumente, Tabellen und Präsentationen in das ODF-Format konvertiert und mit LibreOffice weiterbearbeitet werden können. Ziel sei es, die Barrieren für einen Wechsel zu senken und die Vorteile von Open-Source-Software wie LibreOffice, OpenOffice, OnlyOffice oder WPS Office und offenen Standards hervorzuheben. Aktuell hat Microsoft geschätzte 400 Millionen Nutzer kostenpflichtiger Office-Anwendungen.
Auf Reddit sind die Nutzer zwiegespalten. Nutzer @tinny66666 geht so weit zu sagen, dass Excel-Diagramme ziemlich schlecht seien, doch das Pendant Calc von LibreOffice sei wirklich furchtbar und könne nur einfache Dinge erledigen. Insgesamt überwiegt die Meinung, dass man mit Office von Microsoft mehr Sicherheit in Unternehmen hat und proprietäre Formate nutzen kann, die auch sehr komplexe Anwendungsfälle unterstützen. Dazu komme vermutlich, dass viele nach 20 bis 30 Jahren Office-Nutzung einfach sehr an das Programm gewöhnt sind und nicht umsteigen und neu beginnen mögen. Doch es gibt auch dort Fans von Open-Source-Office-Anwendungen.
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Quelle: via Neowin

Ich rechne da nur allein schon auf Grund des Verwirrspiels mit den Namen und der Integration von mehr Funktionen in das "neue Outlook", dass M$ das klassiche "Office Outlook" mittelfristig einstellen möchte, damit nur noch die UWP-App genutzt wird, bei der man in der Tat M$ die Zugriffsdaten für andere Postfächer mitteilt und M$-Server als Mailproxy dienen und Kopien aller anderen Postfächer, auch bei anderen Anbietern, abrufen.
Gerade bei größeren Sachen, halte ich es für sinnvoller, sich einmal Arbeit für die Einrichtung zu machen, wenn es dafür danach leichter ist. Bei einem hohen Durchsatz gilt dank Vorlagen eigentlich das gleiche.
Gerade für Formeln ist seit Office 2007 kein Grund mehr da, dafür auf Latex umzusteigen. Da kann man die wahlweise umständlich in Latex-Markup, natürlich oder per altmodischem Formeleditor schreiben. Das ist wirklich das schwächste "die 90er haben angerufen und wollen ihr [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Latex zurück"-Argument.
Rechtschreibprüfungen, Thesaurusfunktionen, Inhaltsverzeichnisse und gerade gigantische Literaturverzeichnisse sind auch wesentlich einfacher in Word. Natürlich stürzt der Editor seltener ab, wenn das allerdings ein Problem sein sollte muss man sich Gedanken über den eigenen Workflow machen. Wer die ersten beiden genannten Dinge nicht zu schätzen weiß, wenn hunderte Seiten verfasst werden, der ist vermutlich längst auf Textgeneratoren umgestiegen, um das Volumen zu erhöhen.
Und wer unbedingt Markup will und nicht zur Nutzung von 20 Jahre alten Latex-Stylesheet-Vorlagen genötigt wird, der greift zu Typst. Das ist von Grund auf logisch aufgebaut und hat nicht die ganze uneinheitliche Syntax einer über Jahrzehnte gewachsenen Frankensteinversion von Latex+Addins.
OnlyOffice
WPS Office
SoftMaker FreeOffice
"Softmaker Office" ist von der Kompatibilität ok, die Vollversion hat einen ganz guten Ruf. Wer aber ohnehin Geld ausgibt und keinen höheren moralischen Anspruch hat, der kann dann auch gleich zum "echten" Office greifen, allein schon für "Outlook", das meiner Ansicht nach zusammen mit "Excel" die einzige verbliebene "Killerapp" im Microsoft-Office-Paket ist. Aber wer weiß, wie lange M$ das noch anbietet bevor alle Nutzer in Webapps wie das "neue Outlook", die live am Exchangeserver hängen, gedrängt worden sind. Wer ohnehin kein POP3 nutzt, braucht ja auch kein vollwertiges Mailprogramm und Termine online zu speichern findet nicht nur M$ gut.
Das Wesentliche, richtig.