Microsoft: Benutzerkontensteuerung wurde entwickelt, um User zu belästigen
Sicherlich kennen viele unter Ihnen die mit Windows Vista eingeführte Benutzerkontensteuerung. Hauptziel dieser Neuerung ist es eigentlich, die Angriffsfläche des Betriebssystems zu reduzieren.
Doch versteht es eben diese ab und an auch recht negativ aufzufallen. Wie David Cross, seines Zeichens verantwortlicher Produktmanager für die Entwicklung der UAC, nun auf der RSA-Konferenz in San Francisco verlauten ließ, sei genau dies, nämlich die häufige Abfrage eines Passwortes bei Änderung einiger Einstellungen, eine Vorgabe bei der Entwicklung gewesen. "The reason we put UAC into the platform was to annoy users. I'm serious", so Cross.
Cross fügte hinzu, dass dies zwar eine sehr unorthodoxe Methode sei, um User davon abzuhalten, ihr System zu "verwüsten", jedoch erhoffe man sich von den Reaktionen der Nutzer, dass Drittanbieter auf diese reagieren werden und zukünftig keine Software mehr auf den Markt bringen, die zu tief ins Windows-Subsystem eingreift. "We needed to change the ecosystem, and we needed a heavy hammer to do it,” rechtfertigt sich Cross.
"Most users, on a daily basis, actually have zero UAC prompts,” meint Cross, jedoch könnte dies auch daher rühren, dass viele Nutzer bereits die Benutzerkontensteuerung deaktiviert haben. Cross ist der Auffassung, dass bei 88 Prozent der Vista-Käufer die UAC aktiviert ist und es bei 66 Prozent der täglichen Windows-Sitzungen zu keiner UAC-Meldung kommt. Ob Microsofts Methode wirklich der richtige Weg ist die Sicherheit eines Betriebssystems zu steigern bleibt zu bezweifeln.