Razer Hyperflux V2 im Test: Tolles, aber auch teures Lade-Pad für die Gaming-Maus
Mauspads, die Ihre Gaming-Maus beim Zocken automatisch aufladen, sind wieder im Kommen. Mit dem Razer Hyperflux V2 ist nun eine weitere Neuauflage der nützlichen Nischenprodukte erhältlich. Die stellt sich im Test als die aktuell beste, jedoch auch teuerste Induktionsladelösung heraus.
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Nachfolgend finden Sie einen Hands-on-Praxistest unseres Redakteurs Frank. Um persönliche Erfahrungen und Einschätzungen zum Razer Hyperflux V2 authentisch wiedergeben zu können, ist der Testbericht in der Ich-Form verfasst.
Obwohl Mauspads mit Induktionsladefunktion (Wireless Charging System) auch bei Gamern eher als Nischenprodukte gelten, scheinen sie wieder angesagt zu sein. Logitech machte dieses Jahr den Anfang und legte das Powerplay-Pad neu auf. Razer zieht nach und bringt jetzt den Nachfolger des Hyperflux-Systems, das Razer Hyperflux V2 auf den Markt. Das unterscheidet sich von seinem Vorgänger nicht nur dadurch, dass zum System keine kompatible Maus mit Kondensator im Inneren mehr notwendig ist. Das Razer Hyperflux V2 kann auch, und das hat Razers Induktionsladepad Logitechs Powerplay-2-Pad voraus, eine Hyperspeed-Wireless Verbindung (2,4 GHz) mit verschiedenen Razer-Gaming-Mäusen und -Gaming-Tastaturen herstellen. Welche das sind und mit welchen weiteren Features das Razer Hyperflux V2 in der Hard Edition noch punkten kann, erfahrt Ihr in meinem Test.
Ausstattung und Eigenschaften im Detail
- Maße (L × B × H)/Gewicht: 360,0 × 311,0 × 4,5 mm/13 mm (Basis + Empfänger + LED)/ca. 576 g, mit Kabel, Gewicht Puck: 5,1 g
- Getestete Größe (erhältliche Größe): Nur in Größe L erhältlich
- Material: Kunststoff (Polycarbonat) auf rutschfestem Gummi (Silikon) inklusive Schicht für Induktionsspule
- Besonderheiten: Hyperflux-V2-Wireless-Charging-Technologie (ununterbrochenes induktives Aufladen im elektromagnetischem Feld durch Lade-Puck auf der Unterseite kompatibler Razer Mäuse), interner Razer Hyperspeed Wireless Empfänger (2,4 GHz) für schnurlose Razer-Gaming-Mäuse/Tastaturen, USB-A-Anschlusskabel (nicht abnehmbar) mit 180 cm Länge
- Kompatible Razer-Mäuse: Razer Basilisk V3 Pro 35 K, Basilisk V3 Pro, Cobra V3 Pro, Naga V2 Pro
- Ergonomie (Höhe, störende Elemente): Sehr gut
- Rutschfestigkeit/Abnutzung: Sehr gut/sehr gering
- Reinigung: Mit feuchtem Tuch und trocken, kein direkter Kontakt mit Wasser (nicht tauglich für Waschbecken/Waschmaschine/Spülmaschine)
- Start-/Reibungswiderstand: Sehr gering/sehr gering
- Geräuschentwicklung (mit Razer Basilisk V3 Pro 35K: 70 + 5 g für Puck): Niedrig
Spielen und gleichzeitig die Gaming-Maus laden
Das Razer Hyperflux V2 ist ein Mauspad, das Ihre Gaming-Maus kabellos und ganz ohne Dock kontinuierlich mit Energie versorgt. Möglich macht dies die Induktionsladetechnik. Die kam schon bei Razers erstem Hyperflux-Ladesystem zum Einsatz. Zu diesem gehörte allerdings noch eine spezielle Maus mit Supercapacitor, die Razer Mamba Hyperflux. Auf die für eine spezielle kabellose Gaming-Maus limitierte Kompatibilität verzichtet der Peripheriespezialist beim Razer Hyperflux V2 und entscheidet sich für ein deutlich flexibleres, funktionaleres Mausladesystem.
Quelle: PCGH-Ratgeber
"Puck and Play": Bei der Induktionsladetechnik des neuen Razer Hyperflux V2 setzt der Peripheriespezialist, ähnlich wie der Logitech-Powerplay-2-Konkurrent, auf einen Lade-Puck.
Ähnlich wie beim direkten Konkurrenten Logitech-Powerplay 2 stellt auch hier ein sogenannter Lade-Puck (siehe Bild oben) die Verbindung zwischen dem Akku der Gaming-Maus und der Stromversorgung des Mauspads her. Der gehört zum Lieferumfang und wird in die Unterseite von Razer-Gaming-Mäusen eingesetzt, die mit der Induktionsladetechnik der Hyperflux-V2-Mausunterlage kompatibel sind. Aktuell unterstützt werden die Razer Basilisk V3 Pro 35K, mit der ich das Razer Hyperflux V2 teste, die Basilisk V3 Pro, Cobra Pro und Naga V2 Pro. Diese Gaming-Mäuse werden automatisch mit dem Induktionsladepad gekoppelt, indem sie einfach darauf platziert werden. Das Entkoppeln per Software ist ebenfalls möglich.
Dabei wird der aktuelle Akkuladestand der genutzten Maus per LED angezeigt, wobei die Farbe je nach Ladezustand wechselt. Dazu können Sie in der Synapse-4-Software unter "Akku Lebensdauer Optimierer" gezielt einstellen, bis zu welchem in Prozent festgelegten Ladestand (50 % bis 80 % wählbar) die Aufladung erfolgen soll. Ist dieser erreicht, lädt das Razer Hyperflux V2 die Gaming-Maus nicht weiter auf. Das verlängert definitiv die Lebensdauer des Akkus.
Mehr als nur ein Stromversorger
Ein weiteres sehr nützliches Extra des Razer Hyperflux V2 ist seine Hyperspeed-Multi-Device-Konnektivität. Die ermöglicht es dem Induktionsladepad über Razers kabellose Hyperspeed-Verbindung Kontakt mit Gaming-Mäusen und Gaming-Tastaturen aufzunehmen, die Razers Hyperspeed-Mehrgeräte-Kopplung über die 2,4-GHz-Funkverbindung unterstützen. Letzteres gilt einerseits für die mit der Razer Hyperflux-V2-Ladetechnik kompatiblen und bereits oben aufgezählten Mäuse. Andererseits können Sie bei den folgenden Razer-Tastaturen auf den Einsatz des mitgelieferten 2,4-GHz-Nano-Empfängers verzichten und dafür sorgen, dass zwei USB-A-Steckplätze mehr an Ihrem Gaming-PC oder Gaming-Laptop frei bleiben: Razer BlackWidow V4 Mini Hyperspeed, Razer BlackWidow V3 Pro, Razer Deathstalker V2 Pro, Razer Deathstalker V2 Pro Tenkeyless.
Ich habe dieses gerade bei USB-Port-Mangel sehr hilfreiche Feature mit einer Razer Deathstalker V2 Pro getestet und dabei keine Verbindungsprobleme gehabt. Voraussetzung ist allerdings, dass Sie die kabellose Tastatur mit Low-Profile-Tasten in die neue Synapse-Software einpflegen. Anschließend müssen Sie nur noch den Verbindungsassistenten für die "Mehrgeräte-Kopplung per Razer Hyperspeed" öffnen und Ihre kompatible Razer-Tastatur koppeln. Wie ich selbst feststelle, ist es beim Kopplungsvorgang von Vorteil, wenn Sie die Tastatur so nah wie möglich am Razer Hyperflux V2 platzieren. Idealerweise legen Sie diese mit der oberen Kante direkt vor die untere Kante des Steuermoduls mit der Ladestandsanzeige.
Bildergalerie
Keine Patzer in der Praxis
Im Praxiseinsatz mit der Razer Basilisk V3 Pro 35K, meiner Referenz und meinem Favoriten bei den kabellosen Gaming-Mäusen, überzeugt Razer Hyperflux V2 auf voller Linie. Der Akku der Gaming-Maus wird fehlerfrei geladen und die 2,4-GHz-Funkverbindung zwischen dem dank seiner Unterseite mit Gummibeschichtung (Silikon) rutschfesten Induktionsladepad der Maus und der Razer Deathstalker V2 Pro bricht nach der Kopplung zu keinem Zeitpunkt ab.
Als Nutzer, der generell eine höhere DPI-Zahl bevorzugt, gefällt mir auch die Nutzfläche aus Hartplastik. Sowohl der Startwiderstand als auch der Reibungswiderstand sind sehr gering und Bewegungen der Gaming-Maus erzeugen nur eine sehr geringe Geräuschkulisse. Präzise, kontrollierte Mausbewegungen sind stets möglich und die Größe von 360,0 × 311,0 cm sollte auch Low-Sense-Gamern noch reichen. Dazu kommen eine geringe Höhe von 4,5 cm und angenehm abgerundete Kanten, so punktet das Razer Hyperflux V2 auch bei der Ergonomie.
Was mir gar nicht gefällt, und das ist ein Kritikpunkt, ist die Tatsache, dass ich anders als beim Vorgänger, dem Razer Hyperflux, die Nutzfläche nicht drehen kann. Mir fehlt die Möglichkeit, zwischen einer Oberfläche aus Hartplastik und einer aus Stoff, mit deren materialeigenen Start- und Reibwiderständen wählen zu können. Ganz im Gegenteil müssen sich Fans von Nutzflächen aus Stoff noch gedulden und auf die Cloth-Edition warten, die erst im August auf den Markt kommt.
Wer so lange nicht warten möchten, für den gibt es einen Trick, den ich selbst ausprobiert habe. Sie können ein Stoff-Mauspad mit ähnlichen Maßen auf die Hartplastik-Oberfläche des Razer Hyperflux V2 legen und nutzen. Die Ladefunktion wird dadurch nicht beeinträchtigt. Allerdings müssen Sie eine höhere Pad-Dicke und somit leicht geänderte Ergonomie in Kauf nehmen. Das Ganze klappt übrigens auch mit einem Mauspad aus Glas, wie ich mit dem Razer Atlas ausprobiert habe.
Razer Hyperflux V2: Testergebnis
Das Razer Hyperflux V2 lädt kompatible Razer-Mäuse nicht nur Akku-schonend. Es nimmt auch mit ihnen sowie mit Tastaturen, die Razers Hyperspeed-Mehrgeräte-Kopplung unterstützen, Verbindung auf. Da dieses Extra dem Logitech-Konkurrenten fehlt, ist das von mir mit 4,5 Sternen bewertete Razer Hyperflux V2 die aktuell beste und dazu noch empfehlenswerteste Induktionsladelösung auf dem Markt. Die ist mit einem Preis von 140 Euro allerdings alles andere als günstig. Bleibt zu hoffen, dass letzteres sich bei 100 Euro einpendelt, dann stimmt auch das Preis-Leistungs-Verhältnis.

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Razer macht schon gute Mäuse, nur meist zu teuer.
Aber gute Mäuse gibt's länger abseits der hier meist genannten Razer, Logitech und Roccat/Turtle Beach Modelle.
Zu teuer und das Pad ist einfach auch zu klein!
Besonders angetan bin ich aber von den Modellen mit Ringfingerauflage. Wenn man das einmal hatte will man das nichtmehr missen ^^
Man muss sich nirgends registrieren, selbst wenn man Synapse nutzen möchte. Keine Ahnung wo du das her hast
Aber abseits dessen: 1x Einstellen, Bloatware deinstallieren. This is the way.
Mein Junior hatte auch lange Razer, ist dann aber zu Asus gewechselt.
Man muss sich nirgends registrieren, selbst wenn man Synapse nutzen möchte. Keine Ahnung wo du das her hast
Aber abseits dessen: 1x Einstellen, Bloatware deinstallieren. This is the way.