Populäre Neuauflage: Gigabyte G1 Sniper Z97 im Test

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Gigabyte G1 Sniper Z97 (4)

Im Jahr 2013 hat Gigabyte mit der Vorgängerplatine mit Z87 eine extrem populäre Basis für Haswell basierte Systeme geschaffen: Gaming-fokussierte Ausstattung zu einem günstigen Preis. Mit dem Haswell-Refresh-Launch geht auch der Nachfolger an den Start, das G1 Sniper Z97. Kann die Platine die hohen Erwartungen erfüllen? PC Games Hardware macht den Test.

Zusammen mit der Haswell-Prozessorgeneration fand auch der Sockel 1150 Einzug, das war im Jahr 2013. Dieser bleibt auch für den Refresh im Jahr 2014 die Plattform der Wahl, auch wenn gleichzeitig auf einen neuen PCH gesetzt wird, den Z97. Technisch gesehen ist dieser sehr eng mit seinem Vorgänger Z87 verwandt, ein Aufrüsten ist also nicht zwingend notwendig. Wir haben uns das neue Gigabyte G1 Sniper Z97 genauer angesehen und überprüft, ob Gigabyte auch 2014 noch ein günstiges Paket für Spieler schnürt.

Gigabyte G1 Sniper Z97: Äußerlichkeiten

Das G1 Sniper Z87 stach optisch durch die auffällige Grün-Schwarze-Farbgebung noch sehr deutlich aus den meisten anderen verfügbaren Platinen heraus. Dies machte die Platine unter anderem bei Casemoddern beliebt. Für den Nachfolger haben die Taiwaner ein etwas konservativeres aber immer noch stylisches Design gewählt: Rot-Schwarz liegt bei Gaming-Mainboards aktuell im Trend, auch bei der Konkurrenz, etwa Asus oder Asrock. Einzelne grüne Akzente gibt es aber immer noch, nämlich bei den knallgrünen Nichicon-Kondensatoren der Onboard-Soundkarte.

Gigabyte G1 Sniper Z97: Grafisches

Selbstverständlich besitzt das Gigabyte G1 Sniper Z97 zwei PCI-Express-3.0-Steckplätze, von denen aber nur einer mit den vollen 16 Lanes angesprochen werden kann. Steckt man eine zweite Grafikkarte hinzu, sei es AMD oder Nvidia, teilen sich die beiden Slots die Anbindung, womit sich die Zahl der verfügbaren Lanes auf je 8 reduziert. Dies mag sich zwar in manchen Benchmarks niederschlagen, in der Realität aber ist der Geschwindigkeitsverlust kaum spürbar. Wer sich für eine SLI-Lösung interessiert, findet eine solche Brücke im Karton. Wer als Radeon-Nutzer auf Crossfire setzen möchte, kann bekanntlich auf diese zusätzliche Hardware verzichten.

Gigaybte G1 Sniper Z97: Erweiterbarkeit

Natürlich können nicht nur Grafikkarten auf dem G1 Sniper Z97 verbaut werden. Für andere Erweiterungskarten stehen insgesamt drei PCI-Express-2.0-Slots zur Verfügung, die mit je einer Lane aufwarten können. Wer also eine Soundkarte oder andere Add-Ins-verwenden möchte hat genügend Möglichkeiten. Eine Besonderheit sind heutzutage die beiden PCI-Steckplätze. Wer also noch ältere Erweiterungskarten, etwa eine Creative Soundblaster Audigy 2 oder ähnliches besitzt und weiter verwenden will, kann diese Slots voll ausschöpfen.

Gigabyte G1 Sniper Z97: Klangkulisse

Gigabyte G1 Sniper Z97 (5) Gigabyte G1 Sniper Z97 (5) Besonderen Wert hat Gigabyte beim G1 Sniper Z97 auf die Audiolösung gelegt. Der Creative-Soundcore-3D-Chip produziert ein gelungenes Klangbild und kommt sogar mit dem gleichen Treiber daher wie separate und verhältnismäßig teure Soundkarten des Herstellers. Per Equalizer und Co. können audiophile Naturen also noch am gewünschten Sound feilen. Der gute Eindruck wird unterstützt durch die Verwendung von hochwertigen Nichicon-Kondensatoren und dem austauschbaren Vorverstärker. Wer das Klangbild noch weiter verbessern, beziehungsweise individualisieren will, kann diesen durch andere Modelle ersetzen. Passende Optionen sind im Handel erhältlich.

Gigabyte G1 Sniper Z97: Speicherfrage

Beim Thema Massenspeicher zeigt sich das G1 Sniper Z97 konservativ: Insgesamt finden sich sechs SATA-6GB/s-Ports auf dem Board, weitere Schnittstellen sucht man allerdings vergebens. Weder ein M.2-Slot, noch ein SATA-Express-Anschluss wird angeboten. Das ist zwar kein Beinbruch, wäre bei einem Mainboard mit einem gewissen Oberklasse-Anstrich aber doch ein netter Bonus gewesen. Insbesondere da moderne SSDs bereits seit längerem durch die maximale Datendurchsatzrate des SATA-6GB/s-Ports begrenzt werden.

Gigabyte G1 Sniper Z97: Leistungsgesellschaft

Bei unseren Leistungstests schneidet das Gigabyte G1 Sniper Z97 gut bis sehr gut ab. Beim Spielen lässt sich kein signifikanter Unterschied zu anderen Z97-Mainboards feststellen, knapp 30 Bilder pro Sekunde stehen in Starcraft 2 auf dem Tacho. Im synthetischen Benchmark SuperPi schlägt sich die Platine hervorragend und übertrifft sogar das Asus Maximus VII Hero. Letztlich sind diese Messwerte aber nur in der Theorie interessant, im Alltag sind die minimalen Performanceunterschiede nicht zu spüren. Die USB-3.0-Durchsatzrate von 215,3 MB/s ist ebenfalls sehr gut. Beim Stromverbrauch liegt das Gigabyte G1 Sniper Z97 mit maximal 273 Watt (Gesamtsystem) leicht über der Konkurrenz.

PCGH-Wertung

1,85

Gigabyte G1 Sniper Z97: Fazit

Alles in allem schnürt Gigabyte mit dem G1 Sniper Z97 ein sehr rundes Paket, das die meisten Nutzer mehr als zufriedenstellen sollte. Die Performance ist gut und die Ausstattung weiß ebenfalls zu gefallen. Insbesondere der tolle Soundchip macht Spaß, hier könnten andere Hersteller nachziehen. Die Erweiterbarkeit ist gut, auch wenn Multi-GPU-Systeme nur mit maximal acht Lanes angebunden werden können. Besonders Nutzer älterer Soundkarten werden sich über die verbauten PCI-Slots freuen.

Ein wenig schade ist der Verzicht auf eine M.2- oder SATA-Express-Schnittstelle. Zwar sind beide Standards noch nicht vollends etabliert, wir gehen allerdings davon aus, dass die Preise für solche Laufwerke im Laufe des Jahres weiter fallen werden, sobald die Verfügbarkeit steigt. Der Geschwindigkeitsschub gegenüber regulären SATA-6GB/s-SSDs ist durchaus spürbar. Angesichts der restlichen Ausstattung und des günstigen Preises von etwa 130 Euro zum Testzeitpunkt bekommen Aufrüstinteressierte aber eine solide Basis für ihr Haswell-Refresh-System.

Gigabyte G1 Sniper Z97: Testtabelle

In der untenstehenden Tabelle finden Sie alle relevanten Daten rund um das Gigabyte G1 Sniper Z97.

Test in Ausgabe Online
Mainboard G1.Sniper Z87
Hersteller (Webseite) Gigabyte (www.gigabyte.de)
Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis Gut
PCGH-Preisvergleich www.pcgh.de/preis/1107852
Chip, Format, UEFI-Version, Board-Revision Z97, ATX, F6
Typberatung/OC-Tauglichkeit Spieler und Übertakter
Ausstattung (20 %) 2,05
Speichersteckplätze 4 x DDR3
Erweiterungs-Slots x16 (2), x1 (3), PCI (2)
Onboard-LAN 1 Port (Killer E2201)
USB-Ports (extern + intern) 6 x USB 3.0, 7 x USB 2.0
SATA-Ports 6 x 6Gb/s
Thunderbolt Nicht vorhanden
Onboard-Sound Creative SoundCore 3D
Video-Anschlüsse HDMI, Display Port
Sound-Anschlüsse Optisch, Analog, Koaxial
Lüfteranschlüsse 4 x 4-Pin
SATA-Kabel 4 x SATA
Sonstige Ausstattung SLI-Brücke, Clear-CMOS, Diagnose-LED, Onboard-Power, Wechselbarer OP-Amp
Software Norton Internet Security (OEM), APP Center, EasyTune, EZ Setup, Game Controller, Smart Revorey 2, System Information Viewer
Eigenschaften (20 %) 2,00
Multi-GPU: PCI-E-Lane-Aufteilung x16 oder x8/x8
Besondere Funktionen SLI, Crossfire, XMP-Profile,
UEFI-Menü Übersichtlich, Classic Mode, Erklärungen, Favoriten, Profile, Easy Mode
Besondere UEFI/BIOS-Optionen UEFI-Savegames, Flash-Tool, OC-Funktionen
Referenztakt (OC)/CPU-Multiplikator 80 bis 133,33 MHz, 8 bis 80
CPU Strap 100, 125, 167 oder 250 MHz
Speichertimings Hauptlatenzen, Command-Rate, 23 weitere
Speicherteiler DDR3-800 bis DDR3-2933, 16 Stufen
CPU-Spannung (Standard: 1,025 Volt) 0,500 bis 1,80 Volt, 0,001-V-Schritte
Option gegen Vdroop Acht Stufen
Ring-/Cache-Spannung (Standard: 1,025 Volt) 0,800 bis 1,80 Volt, 0,001-V-Schritte
PLL/VCCIN-Spannung (Standard: 1,8 Volt) 1,0 bis 2,4 Volt, 0,01-V-Schritte
CPU-IO-Spannung (Standard: 1,015 V.) 0,715 bis 1,415
System-Agent-Spannung (Standard: 0,925 V.) 0,625 bis 1,325
Grafikkern-/VAXG-Spannung (Standard: 1,0 V.) 0,5 bis 1,7
RAM-Spannung (DDR3-Standard: 1,5 Volt) 1,16 Volt bis 2,1 Volt, 0,02-Volt-Schritte
PCH-/Chipspannung (Z97: 1,05 Volt) 0,650 bis 1,30 Volt, 0,0125-V-Schritte
Weitere Spannungen PCH-IO
Hersteller-eigenes Auto-OC Easy Tune
Lüftersteuerung CPU-Lüfter und drei weitere automatisch
Standard-Referenztakt (CPU-Z) 99,78
Probleme beim Board-Layout Problemlos
Abstände auf der Platine* 1,2/2,2/5,0/0,7/2,3/5,3 cm
Praxisprobleme Keine Probleme im Test
Leistung (60 %) 1,73
Starcraft 2: HoTs, 1.080p, kein AA 28,3/11 Fps (Durchsch./Min-Fps) - sehr gut
Super Pi Mod 1.5 (1M/2M/4M) 9,324/20,865/47,365 Sek. - sehr gut
USB-3.0-Leistung (Burst-Test) 215,3 MiByte/s - sehr gut
LAN-Leist. schnellerer Port (senden/empfangen) 99/112 MiByte/s - gut
Stromverbrauch: Windows-Leerlauf 53,5 Watt
Stromverbrauch: Cinebench Single-Thread 74,9 Watt
Stromverbrauch: Prime 95 + Crysis 3 271 Watt
Temperatur: Z87/Wandler (gemessen auf Rückseite)** 35/36 Grad Celsius
FAZIT 1,85
   
  +Sehr gutes UEFI
  + Toller Sound
  - Kein DVI-D

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    • Kommentare (36)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von D0pefish Software-Overclocker(in)
        AW: Populäre Neuauflage: Gigabyte G1 Sniper Z97 im Test

        Zitat von klink
        Wozu zum Henker platziert man noch PCI slots!?
        Damit man seine PCI-Karten benutzen kann und eine Fallback-Möglichkeit hat? Ohne PCI müsste ich nochmal Geld ausgeben obwohl sehr zufrieden. Ist ja schon peinlich für Gigabyte keine TI IEEE 1397 mehr zu verbauen. Bis zum P55 war das fast Standard bei denen. Die alte Audigy 2 hatte einen Extra-FW-Port, optische Ein- und Ausgänge und was hat sie für einen Slot? PCI! Such das mal heutzutage bei PCIe-Karten. Soll nur ein Beispiel sein, hier bin ich schon lange auf PCIe umgestiegen. Ich bestücke seit jeher fast alle verfügbaren Slots mit nützlicher Hardware. Ein Einschalter reicht mir nicht. Dual-GPU nutze ich dagengen nie. Außerdem gibt es genug Boards ohne PCI. Ich würde dagegen sogar eins mit ISA-Slot nehmen. Das wäre ideal!

        edit: In einem Nachbarforum geht es 100 Posts nur darum wie schön doch das Grün und wie doof das Rot der Kühlkörper ist. Die blauen PCB's hatten noch den Vorteil, dass man mehr beim Warten gesehen hat ohne nach der Lampe zu fischen. ^^ Die Farbe ist doch sowas von Latte außer man will seine für mich uninteressanten Fotos der Plexiverfensterung (Strahlenkanonen) und Kabelversleavung in Foren versenken lassen. Die gleichen Boards gibt es als UDH-Variante - sicher nicht schlechter in schickem Gelb.
      • Von D0pefish Software-Overclocker(in)
        AW: Populäre Neuauflage: Gigabyte G1 Sniper Z97 im Test

        Zitat von klink
        Wozu zum Henker platziert man noch PCI slots!?
        Damit man seine PCI-Karten benutzen kann und eine Fallback-Möglichkeit hat? Ohne PCI müsste ich nochmal Geld ausgeben obwohl sehr zufrieden. Ist ja schon peinlich für Gigabyte keine TI IEEE 1397 mehr zu verbauen. Bis zum P55 war das fast Standard bei denen. Die alte Audigy 2 hatte einen Extra-FW-Port, optische Ein- und Ausgänge und was hat sie für einen Slot? PCI! Such das mal heutzutage bei PCIe-Karten. Soll nur ein Beispiel sein, hier bin ich schon lange auf PCIe umgestiegen. Ich bestücke seit jeher fast alle verfügbaren Slots mit nützlicher Hardware. Ein Einschalter reicht mir nicht. Dual-GPU nutze ich dagengen nie. Außerdem gibt es genug Boards ohne PCI. Ich würde dagegen sogar eins mit ISA-Slot nehmen. Das wäre ideal!

        edit: In einem Nachbarforum geht es 100 Posts nur darum wie schön doch das Grün und wie doof das Rot der Kühlkörper ist. Die blauen PCB's hatten noch den Vorteil, dass man mehr beim Warten gesehen hat ohne nach der Lampe zu fischen. ^^ Die Farbe ist doch sowas von Latte außer man will seine für mich uninteressanten Fotos der Plexiverfensterung (Strahlenkanonen) und Kabelversleavung in Foren versenken lassen. Die gleichen Boards gibt es als UDH-Variante - sicher nicht schlechter in schickem Gelb.
      • Von Blackvoodoo Lötkolbengott/-göttin
        AW: Populäre Neuauflage: Gigabyte G1 Sniper Z97 im Test

        Zitat von klink
        Wozu zum Henker platziert man noch PCI slots!?
        Vermutlich soll das heisen warum noch PCI Slots braucht.

        Tja eine X-Fi Fatality ist vermutlich besser als die ZxR. Schon allein wegen dem 5,14 Zoll einschub für z.b. Kopfhörer. Ich weis nicht mehr was die mal gekostet hat, bin auch zu faul die Rechnung raus zu suchen. Aber es gibt in meinen Augen keinen Grund beim Aufrüsten nochmal 200+ € für eine Soundkarte auszugeben nur weil die meisten Hersteller meinen PCI Slots braucht man nicht mehr.
        Eine Soundkarte oder auch eine TV Karte oder ISDN Karte brauchen auch die Leistung nicht die ein PCIe 1x Slot hat.
      • Von IluBabe Volt-Modder(in)
        AW: Populäre Neuauflage: Gigabyte G1 Sniper Z97 im Test

        Weil es noch leute gibt die etwa Sata also nicht neu sondern das SCSI Sata oder Pata Adapter haben und alte Festplatten und Laufwerke betreiben wie etwa sowas SuperDisk oder nen Zip Laufwerk . Oder die Geliebte SoundKarte mitnehmen wollen, deren Kondensatoren zwar schon eingedtrocknet sind, aber hey damals hat man 200 DM dafür bezahlt.
      • Von klink Freizeitschrauber(in)
        AW: Populäre Neuauflage: Gigabyte G1 Sniper Z97 im Test

        Wozu zum Henker platziert man noch PCI slots!?
      • Von derstef_computec_account PC-Selbstbauer(in)
        AW: Populäre Neuauflage: Gigabyte G1 Sniper Z97 im Test

        Zitat von k.meier
        Darf ich auch was fragen bitte dazu? In dem Artikel steht, man benötigt keine Crossfire Brücke mehr? ist das nur dem Board so, oder generell bei den z97 Chipsätzen.??

        Wie schon durch meinen Vorredner beantwortet geht das nur mit den R9 290 (X) Karten.
        Der Chipsatz ist dabei anscheinend auch recht egal, denn ich habe noch den alten P67 und zwei 290er Karten.
      Direkt zum Diskussionsende
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