Mainboards mit Intel B760 und H770: Sockel-1700-Mittelklasse im Video erklärt

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B760-Karton gespiegelt in B760
Quelle: PC Games Hardware

Zusammen mit den günstigeren Core-i-13000-Modellen hatte Intel im Januar auch neue Mittelklasse-I/O-Hubs vorgestellt. Mittlerweile sind die ersten dieser Mainboards auf um die 150 Euro gefallen, also auch zu Mittelklasse-Preisen erhältlich. Zeit für einen genaueren Blick auf B760 und H770.

Intel nennt seine I/O-Hubs seit dem Sockel 1156 "PCH" (Plattform Controller Hub) und seit dem Sockel 1200 sind auch die Modell-Bezeichnungen stabil: Ganz unten ein Hx10, in der Mittelklasse Bx60 und Hx70 und an der Spitze Zx90; seit Raptor Lake in der 700er-Generation. Deren High-End-Vertreter Z790 haben wir bereits letztes Jahr vorgestellt, die im Januar vorgestellten B760- und H770-Platinen hatten aber anfangs ein Problem: Inflation, Eurokurs, Lieferschwierigkeiten und steigenden Produktionskosten in Asien sorgten für Preise, mit denen man gegen die im Abverkauf befindlichen, voll aufwärtskompatiblen Z690-Modelle aus der Vorgängergeneration nur verlieren konnte. Doch ein paar Monate später werden einerseits die Alt-Schnäppchen seltener, andererseits haben sich die Preise der Neuzugänge normalisiert. Insbesondere B760-Mainboards treffen mit Preisen von 150 bis 200 Euro einen Sweet Spot am Markt. Dieses Segment gehörte jahrelang zu den unter PCGH-Lesern beliebtesten überhaupt und wird derzeit aber von AMD-AM5-Konkurrenz überhaupt nicht bedient. Doch kann der B760 auch die Anforderungen erfüllen, die man für diesen Preis stellt?

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5 oder 4 nach Wahl: Passend zur Flexibilität der Alder- und Raptor-Lake-CPUs gibt es B760 und H770 Mainboards mit DDR4 oder DDR5. Letzteres ist für Neukäufer oft die empfehlenswertere Wahl, ersteres wenn gute DDR4-Module (-3600 oder besser) bereits vorhanden sind. Vorsicht: Auch Grafikkarten-Slots können, je nach Preisklasse, 5.0-tauglich oder nur auf 4er Niveau ausgeführt sein. Quelle: PC Games Hardware 5 oder 4 nach Wahl: Passend zur Flexibilität der Alder- und Raptor-Lake-CPUs gibt es B760 und H770 Mainboards mit DDR4 oder DDR5. Letzteres ist für Neukäufer oft die empfehlenswertere Wahl, ersteres wenn gute DDR4-Module (-3600 oder besser) bereits vorhanden sind. Vorsicht: Auch Grafikkarten-Slots können, je nach Preisklasse, 5.0-tauglich oder nur auf 4er Niveau ausgeführt sein. Für alle, denen unser Video zu lang ist, hier die Kurzantwort: Ja, allerdings nur wenig besser als der Vorgänger B660. Dieser punktete mit nativer USB-3.2-Unterstützung und ausreichend PCI-E-4.0-Lanes für die meisten Anwender zuzüglich einer guten Portion PCI-E 3.0. Beim B760 haben sich daran nur die Datenraten von vier Ports geändert: So viele Ex-PCI-E-3.0-Lanes unterstützten jetzt 4.0-Geschwindigkeit. Das ermöglicht es, Mainboards mit zwei vollwertigen M.2-Steckplätzen und zusätzlich noch einem PCI-E-×4-4.0-Slot für zukünftige Nachrüstungen zu konzipieren, womit die meisten Anwender gut versorgt sein sollten. Weiterhin verschenkt wird allerdings der native Dual-USB-3.2-Vorteil gegenüber AMDs B650, denn die LGA1700-B-Klasse hat zu wenig USB-3.1-Ports.

Tuning-Freunde auf der Suche nach einem günstigen System werden außerdem weiterhin mit einer OC-Sperre abgeschreckt. Dies gilt im Wesentlichen auch für den H770: Wie schon in der Vorgängergeneration kombiniert ein Feature-Set quasi auf B-Niveau mit einer PCI-E-Ausstattung beinahe auf Höhe des Z-Modells, in diesem Fall also des Z790. Allerdings wird dieser häufiger wegen seiner Tuning-Möglichkeiten, denn wegen seiner PCI-E-Ausstattung gewählt. Dem H770 fehlt also der entscheidende Z-Vorteil, umgekehrt sind entsprechende Platinen beinahe so teuer wie ihre Z-Geschwister. Das resultierende Ausstattungs-Paket ist nur für Systeme interessant, die viele NVME-Datenträger nutzen, aber jeden Cent an Ausgaben darüber hinaus vermeiden wollen, wie unsere Ausstattungs-Übersicht zeigt:

I/O-Port-Ausstattung von B760 und H770 im Vergleich zu ihren Vorgängern, ihren großen und kleinen Brüdern sowie der Konkurrenz bestehend aus nominellen AM5-Gegenstücken sowie preislich vergleichbaren AM4-Altbeständen. Quelle: PC Games Hardware I/O-Port-Ausstattung von B760 und H770 im Vergleich zu ihren Vorgängern, ihren großen und kleinen Brüdern sowie der Konkurrenz bestehend aus nominellen AM5-Gegenstücken sowie preislich vergleichbaren AM4-Altbeständen. Erläuterung zur PCGH-Infografik: Dargestellt werden alle Ports mit 5 GBit/s (USB 3.0, PCI-E 2.0) oder mehr. Die Basiszeile zeigt eine typische Mainboard-Beispiel-Konfiguration. Hierbei berücksichtigen wir auch typische/unverzichtbare Zusatzcontroller (Orange dargestellt), die über die nativen Ports angebunden werden können. Die Zellen von Ports mit zwei wählbaren Funktionen sind geteilt, eine Festlegung erfolgt meist durch den Mainboard-Hersteller.

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