PCGH-Plus Label [PLUS] Für AMD Ryzen 3000 und 5000: Vier günstige B550-Mainboards im Test

PCGH Plus: Der X570 ist gut, aber teuer. Mainboards mit 400er I/O-Hub sind billig, aber veraltet. Kann das untere Ende der B550-Portfolios die Lücke im AM4-Mainboard-Angebot füllen? Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 03/2021.

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 Für AMD Ryzen 3000 und 5000: Vier günstige B550-Mainboards im Test
Quelle: PC Games Hardware

PCI-E 4.0 - aber günstig

Absurde Preise für knappe Ryzen 5000 lassen schnell vergessen, dass AMD neben den stärksten Desktop-Prozessoren auch Preis-Leistungskracher baut. Damit aus denen ein insgesamt günstiges System erwächst, braucht es zusätzlich einen bezahlbaren Unterbau - und das ist seit Sommer 2019 ein Problem. Für die damals erschienen Ryzen-3000-CPUs verlangt AMD nämlich zwingend einen 500er-I/O-Hub, sonst werden die PCI-Express-4.0-Lanes auf 3.0-Geschwindigkeit eingebremst. Und für die noch jüngeren Ryzen-5000-CPUs schwankt der Support auf preiswerten Mainboards mit B350- oder B450-I/O-Hub gar zwischen "Beta" und "fehlend". Technisch sind zwar beide Einschränkungen unbegründbar, da sich alle AM4-Prozessoren als System-on-a-Chip selbst verwalten, aber der Zwang zu teuren X570-Mainboards ließ sich lange Zeit kaum umgehen.

Seit Sommer 2020 gibt es zwar den B550, doch auch dieser ist kein Preisbrecher. Die Ausstattung auf dem High-End-Niveau des Jahres 2016 und eine Stromversorgung für 16-Kerner treiben viele Platinen über die 150-, etliche über die 200-Euro-Grenze. Darunter drohen Abstriche - aber welche?

(Billig-)B550: PCI-Express

Kostspielig in der Umsetzung, aber leicht verzichtbar, ist Dual-GPU-Betrieb mit zwei ×8-Slots. Unsere Testkandidaten routen die ersten 16 PCI-Express-4.0-Lanes daher fix in einen PEG (PCI Express for Graphics). Der durchgängig verbaute zweite mechanische ×16-Steckplatz wird dagegen mit vier 3.0-Leitungen des I/O-Hub angebunden und die verbliebenen 4.0-Lanes der CPU für den primären M.2-Slot reserviert, der damit 64 GBit/s erreicht. Zusätzlich bieten alle Testteilnehmer einen sekundären M.2, der mit 3.0-Lanes vom B550 versorgt wird - und damit enden die Gemeinsamkeiten.

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