Gigabyte G.1 Sniper B5 für Haswell-CPUs angetestet: Was bekommt man für 90 Euro?
Wer keine großen Overclocking-Ambitionen hegt, sondern einfach nur auf der Suche nach einer günstigen, aber dennoch umfangreich ausgestatteten Basis für ein Intel-Sockel-1150-System ist, für den stellt das Gigabyte G.1 Sniper B5, welches auf den B85-Chip setzt, möglicherweise eine interessante Alternative dar. Unser Ersteindruck vom Gigabyte-Board.
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Wer aufrüstet oder sich gar einen komplett neuen Rechner zusammenstellt, legt sich während der Kaufentscheidung meist zunächst auf eine Wunsch-CPU fest. Diese diktiert dann auch den benötigten Sockel, bei den aktuellen Intel-Haswell-Prozessoren handelt es sich dabei um den LGA 1150. Die Wahl der passenden Hauptplatine ist oftmals diffiziler, als es auf den ersten Blick scheint. Es reicht oft nicht, einfach nur ein zur CPU kompatibles Mainboard zu wählen, denn die zur Wahl stehenden PCHs (Platform Controller Hubs) unterscheiden sich in ihren Möglichkeiten.
Eine Frage des PCHs
Zunächst gilt es, sich über die eigenen Bedürfnisse klar zu werden. Wer etwa keine Übertaktungsversuche plant, muss auch kein Geld in den teuren, weil Overclocking-freundlichen Z87-PCH investieren. Stattdessen genügt es für viele, auf die günstigeren Alternativen H87 oder B85 auszuweichen. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass mittlerweile auch einige Boards mit diesen Chips über mehr oder weniger umfangreiche Zusatzausstattung verfügen. Das Gigabyte G.1 Sniper B5 fällt genau in diese Kategorie.
Trotz seines günstigen Preises, der bei rund 90 Euro liegt, bringt die B85-Hauptplatine einige Funktionen mit, die wir so sonst nur von wesentlich teureren Platinen kennen. Das fängt bei Übertaktungsmöglichkeiten an: Üblicherweise müssen Boards mit dem B85-PCH nämlich auf solche verzichten. Im gleichen Atemzug müssen wir das gerade ausgesprochene Lob aber auch wieder relativieren. Der Multiplikator lässt sich zwar anpassen, aber nur auf maximal 39 erhöhen. Benchmarkrekorde stellt man mit dem G.1 Sniper B5 also nicht auf, ein gewisser Spielraum für Leistungsoptimierung aber bleibt. In diesem Bereich hat das ebenfalls sehr günstige Asrock H87 Performance die Nase vorn. Im Juli ging das Gerücht um, dass Intel per Mikro-Code-Update über Windows entsprechende Overclocking-Optionen bei Nicht-Z87-Boards unterbinden will. Passiert ist aber bis dato nichts in der Richtung.
Gigabyte G.1 Sniper B5: Was bekommt man für 90 Euro?
Quelle: PC Games Hardware
Gigabyte G1.Sniper B5 (1)
Dafür kann das Gigabyte G.1 Sniper B5 in anderen Bereichen punkten. Insbesondere die Ausstattung hebt das Board von Konkurrenten in diesem Preisbereich ab. Als Soundchip kommt etwa ein Realtek ALC898 zum Einsatz, der zwar nicht mit diskreten Soundkarten vom Schlage einer Soundblaster Recon 3D mithalten kann, aber dennoch eine hörbar bessere Klangqualität liefert als viele andere Onboard-Lösungen. Ebenfalls bemerkenswert ist der Kopfhörer-Vorverstärker, der seine Stärken besonders bei hochohmigen Headsets ausspielen kann.
Neben dem vergleichsweise guten Soundchip findet sich zudem ein Killer-Netzwerk-Chip auf der Platine. Dieser soll im Vergleich beispielsweise zur Intel-Konkurrenz für niedrigere Latenzen und eine bessere Netzwerkglättung sorgen. Die Auswirkungen sind zwar tatsächlich messbar, im alltäglichen Betrieb aber nur in den seltensten Fällen spürbar. Wer provider- oder serverbedingt häufig mit Lags zu kämpfen hat, findet also auch hier leider kein Allheilmittel.
Die restliche Ausstattung des Boards ist ordentlich, aber wenig bemerkenswert: Multi-GPU-Systeme lassen sich nur per AMDs Crossfire-Technologie realisieren, Nvidias SLI-Variante wird hingegen nicht unterstützt. SSDs finden ihren Platz an den vier SATA-6Gb/s-Ports. Herkömmliche Magnetfestplatten oder optische Laufwerke lassen sich auch bedenkenlos an den zwei langsameren SATA-3Gb/s-Konnektoren anschließen. Zusätzlich finden sich in der Packung zwei SATA-Kabel, die Blende für den I/O-Port sowie das englischsprachige Handbuch mit ausreichend vielen Erklärungen, eine mehrsprachige, aber sehr kurz gehaltene Installationsanweisung sowie das Garantieblatt.
Gigabyte G.1 Sniper B5: Erster Eindruck
Alles in allem ist das Gigabyte G.1 Sniper B5 nach unserem Ersteindruck eine runde Sache für all diejenigen, die mit Ihrem System vor allem spielen wollen und auf Übertaktungsexperimente verzichten können. Alleinstellungsmerkmale in dieser Preisklasse sind auf jeden Fall der gute Soundchip und der Netzwerkadapter. Beide findet man üblicherweise nur auf deutlich teureren Platinen.

Ich hatte vor ca. 1 Jahr 3 nicht funktionierende Mainboards (GA-H77-DS3H) für Ivybridge (Xeon V2 mit GTX 670). Gigabyte gab damals zu (Email), dass man Probleme mit GTX 670 habe (bevor die GTX funktioniert erstmal eine PCI 1.0 Karte im Bios hochfahren). So eine KaXXe habe ich noch nie erlebt. Der Service in Hamburg inkompetent, kleinlich und spitzfindig (u.a. bekam ich einen Report von einem identischen Board aus Asien, das ok war. Also wäre mein Board auch ok. Solch einer Logik ist nichts hinzuzufügen).
Das mit dem PCIe 2.0 und PCIe 3.0 hatte ich damals noch Rechtzeitig gelesen, weswegen ich den Rechner erst einmal kurz mit der iGPU gestartet habe und es erstmal geändert habe.
Habe meine ich letztens aber im Gigabyte Support Unterforum gelesen das jemand sein Board zum BIOS Updaten nach Hamburg schicken konnte.
Zur Konkurrenz von Gigabyte möchte ich jetzt gar nicht erst Anfangen was man da schon für Sachen gelesen hat.
Nö. Die CPU beherrscht zwar die getrennte Verwaltung (und das nicht erst seit heute, sondern seit den ersten PCIe-Controllern in MCHs überhaupt), aber sie kann natürlich nicht das physische Routing beeinflussen. Die Verbindung zum richtigen Slot herzustellen, ist Job des Mainboards.
Was aber richtig ist: Der PCH hat damit bei SLI nichts zu tun, denn Nvidia verlangt für die SLI-Zertifizierung mindestens 8 Lanes pro Slot, was bei der derzeitigen Lane-Zahl von PCHs schlichtweg nicht möglich ist, wenn noch irgendwelche anderen Controller (z.B. LAN) aufs Board sollen. Da hier der zweite Slot mit 4 Lanes des PCH angesteuert wird, erfüllt das Board also schlicht die Kriterien für SLI nicht.
Mir solls (sehr) recht sein. Mikroruckler sind mir den Stromverbrauch und Anschaffungspreis zweier Karten definitiv nicht wert. Und dass der x4 Slot aus dem Chipsatz versorgt wird, bedeutet umgekehrt, dass man einen x4 Controller -SSD, TB, HDDs,... - einsetzen kann, ohne dass die Grafikkarte auf x8 kastriert wird.
Die CPU kann die doch mittlerweile selbst auf x16;x8/x8 oder x8/x4/x4 verteilen
Ich nutze seit Jahren Multi GPU System und bin recht zufrieden.
Nachteilig ist natürlich dass im 2D Deskltop Betrieb eine Grafikkarte überflüssig ist und unnötig Energie verbraucht aber leider geht das ja nicht anders.
Beide Grafikkarten deaktivieren und die IGP nutzen wäre hier sehr genial. Vielleicht klappt das irgendwann mal.
Mikroruckler sind natürlich auch ein Thema aber mit dem Frame Limiter bekommt man das gut in den Griff. Ich selbst habe Mikroruckler nur dann wenn das SLI Profil nicht so gut ist. Das wird dann aber in der Regel beim nächsten Treiber Update gefixt -- deswegen warte ich praktisch ständig auf einen neuen Grafikkartentreiber.
Wenn du aber -- wie ich -- Auflösungen hast größer als Full HD und alle möglichen Bildfeatures plus Downsampling nutzen willst kommt du um Multi GPU nicht herum. Eine GPU ist dafür zu langsam.