Sockel 1150: Supermicro bringt OC-Platine für Endkunden auf den Markt
Der eigentlich nur durch seine Server-Mainboards bekannte Hersteller Supermicro wagt sich offenbar in neue Gefilde. Mit dem C7Z87-OCE hat er nun eine Sockel-1150-Platine für Übertakter im Programm, die in den normalen Handel gehen soll. Ein erster Test bescheinigt dem Board grundsolide Qualität.
Mit dem C7Z87-OCE wagt sich der US-amerikanische Hersteller Supermicro in neue Geschäftsbereiche vor - denn eigentlich kennt man das Unternehmen nur durch seine Server- und OEM-Platinen. Beim Supermicro C7Z87-OCE handelt es sich jedoch um eine Sockel-1150-Platine, die man als Board für Übertakter anpreist. Zum Einsatz kommt daher auch ein Z87-Chipsatz anstelle abgespeckter Derivate.
Optisch lassen sich die Server-Wurzeln des Herstellers nicht leugnen, wenngleich Supermirco immerhin auf ein tristes Einheitsgrün verzichtet. Schlicht sieht das Bord jedoch nach wie vor aus. Ansonsten kommen diverse Features wie acht SATA-6-Gb/s-Ports, drei PCI-E 3.0 x16-Slots, drei PCI-E 2.0 x1-Slots und ein UEFI BIOS von AMI zum Einsatz. Sechs der SATA-6-Gb/s-Ports laufen über den Z87-Chipsatz, zwei weitere sind über einen Zusatzchip der Bauart ASMedia ASM1061 geschaltet. Nutzer können überdies Raid 0, 1, 5 oder 10 mit der Platinen nutzen.
Für-Multi-GPU-Nutzer ist sicherlich interessant zu wissen, dass die drei PCI-E x16-Slots entweder einmal 16, zweimal acht oder einmal acht plus zweimal vier Lanes bereitstellen können - je nachdem, wie viele Karten verbaut sind. Für Übertakter befinden sich des Weiteren vier Knöpfe auf der Platine, mit deren Hilfe sich der Prozessor um 15 beziehungsweise 23 Prozent übertaktet, man eine benutzerdefinierte Einstellung wählt und zu guter Letzt die ursprünglichen BIOS-Optionen wiederherstellen kann.
Die Webseite Tweak Town konnte eine der C7Z87-OCE-Platinen bereits unter die Lupe nehmen und kommt zu einem grundsoliden Ergebnis. Die Platine sei hochwertig verarbeitet und kein schlechter Einstand. An den Optionen des BIOS und der OC-Fähigkeiten müsse Supermicro aber noch feilen, wenn der Hersteller auf die seit vielen Jahren im Segment aktive Konkurrenz aufschließen möchte.
Es ist aktuell nicht bekannt, wann und für welchen Preis das Supermicro C7Z87-OCE in den Handel geht. Ob in nächster Zeit weitere Platinen zu erwarten sind, oder es sich hierbei lediglich um einen Testbalon fürs Endkunden-Segment handelt, ist gleichfalls ungewiss. Im PCGH-Preisvergleich ist die Platine bisher nur bei einem britischen Händler als nicht lieferbar gelistet. Insofern ist der von ihm veranschlagte Preis von rund 265 Euro wohl auch nicht sonderlich aussagekräftig.
Quelle: Tweak Town, pcper

Beim "billigstem" Mainboard wurde eine Temperatur von 32,8 Grad festgestellt. Damit ist wohl klar, dass diese Riesenkühler ziemlich unnötig sind.
Und das Remote-Wakeup, Serverfunktionen, das kann doch Supermicro.
Wäre für den Heimbereich der nächste Schritt. Aber nein, bloß nicht.[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Die haben alles fertig in der Schublade, und hätten damit ECHT! ein Alleinstellungsmerkmal.... Vor allem mit ECC-RAM wäre das Ding für High-Frequency-Trader durchaus interessant
Ich denke nicht, dass es ein minimalistisches Board für extrem-OC ist, es ist bloß einer der ersten von Supermicro welche dazu fähig sind.
Supermicro hat ja auch reine Serverboards als OC-Varianten herausgebracht, die hatten ganz normale Serverausstattung, nur konnte man bei den S2011 Xeons den Takt um ein paar Prozent anheben.
Oh, Thunderbolt habe ich komplett übersehen - das würde den Preis natürlich erklären. Und die "OC"-Ausrichtung noch mehr ad absurdum führen
Ironischerweise hat das zweite ATX-Board übrigens Firewire, PCI, PS/2,... (aber weiterhin ein grottiges PCIe Layout)
Na ja...
Die Qualität ist wohl nicht schlecht und die Kühler sind wenigstens nicht hoffnungslos überdimensioniert aber die Schnittstellenauswahl gefällt mir nicht wirklich.
-Kein IEEE1284
-Kein PCI
-Kein PS/2
-Kein eSATA
-Kein Mini-PCIe
Dafür gibt es Thunderbolt...
Server/Profifeatures hat das Board ja auch durchaus einige, etwa TPM und einen zweiten Ethernetanschluss.
Es ist übringens nicht nur ein MB, es sind drei, davon zwei mit OC Support:
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