Zen 6: Gigabyte und MSI machen AM5-Mainboards fit für Ryzen X
Gigabyte und MSI scheinen ihre AM5-Mainboards bereits auf die kommenden Ryzen X/10000 ("Olympic Ridge") vorzubereiten und deren Speicherkonfigurationen schon auf die neuen Desktop-CPUs mit Zen 6 ("Morpheus") anzupassen.
Der taiwanische Hersteller Gigabyte scheint seine AM5-Mainboards mit neuen Revisionen bereits jetzt auf die kommenden Ryzen X/10000 alias "Olympic Ridge" vorzubereiten und deren Speicherkonfigurationen schon auf die neuen Desktop-CPUs mit Zen 6 ("Morpheus") anzupassen. Wie UNIKO's Hardware berichtet, wurde die Revision 1.1 des Gigabyte X870I Aorus Pro Ice für das mit Ryzen X wohl zu erwartende neue Speicherrouting des neuen Speichercontrollers angepasst.
Quelle: UNIKO's Hardware
Während die Revision 1.0 wie gewohnt empfiehlt, den DDR5-Arbeitsspeicher in der bekannten A1B1-Konfiguration (DIMM A1 + DIMM B1) zu nutzen, soll die Revision 1.1, welche zudem über ein neues und zur ersten Revision inkompatibles BIOS verfügt, demnach für eine A2B2-Konfiguration (DIMM A2 + DIMM B2) ausgelegt sein.
Wie Wccftech berichtet hat, setzt auch das MSI MPG B850I Edge Ti WIFI in der neuesten Revision auf eine A2B2-Konfiguration (DIMM A2 + DIMM B2). Auch diese Information stammt einmal mehr von UNIKO's Hardware und zeigen, dass Vorbereitungen auf die nächste Ryzen-Evolutionsstufe bereits laufen.
Quelle: UNIKO's Hardware
Bisher nicht gesichert, allerdings aus gleich mehreren Quellen durchgesickert ist, dass die nächste Generation der Ryzen-Prozessoren über gleich zwei Speichercontroller, sogenannte IMCs ("Integrated Memory Controller") verfügen soll.
Weiterhin sollen vier DIMM-Steckplätze zum Einsatz kommen, die im Dual-Channel betrieben werden und mittels Overclocking deutlich höhere Speichergeschwindigkeiten erlauben.
Hier sind aktuelle Ryzen-CPUs im Vergleich zu Intel Core und Core Ultra noch deutlich im Nachteil. Ein Umstand, der dem Vernehmen nach mit den AMD Ryzen X/10000 endlich korrigiert werden könnte.
Es ist davon auszugehen, dass AMD die Speicherstandards beim offiziellen Support von DDR5-5600 auf DDR5-6400 anheben wird und beim Overclocking über AMD EXPO mit Speichergeschwindigkeiten von 7.200 bis 8.400 MT/s zu Intel aufschließen wird. - Sven Bauduin, PCGH -
Die Ryzen-CPUs der nächsten Generation sollen auch in einer anderen Hinsicht zu Intels Core Ultra ("Arrow Lake-S") aufschließen und eine offizielle Unterstützung für schnellen CUDIMM-Speicher erhalten.
Damit sollten sich dann auch sehr hohe Speichergeschwindigkeiten von 7.200 bis 8.400 MT/s über EXPO ("Extended Profiles for Overclocking") deutlich einfacher realisiert lassen. Aktuell sagt man, dass eine A2B2-Konfiguration mit zwei Speichermodulen in DIMM A2 und DIMM B2 der neue Standard wird.
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Quelle: UNIKO's Hardware [ 1 ] [ 2 ] via Wccftech [ 1 ] [ 2 ]

- Zen6/DDR5/AM5 => Zen7/DDR6/AM6 => Zen8/DDR6/AM6 – unwahrscheinlich früher DDR6-Start (oder unerwartet später Zen-7-Start)
- Zen6/DDR5/AM5 => Zen7/DDR5/AM6 => Zen8/DDR6/AM7 – unwahrscheinlich kurze Lebensdauer für zweiten DDR5-Sockel
- Zen6/DDR5/AM5 => Zen7/DDR5/AM5 => Zen8/DDR6/AM6 – unwahrscheinlich lange Lebensdauer für AM5
- Zen6/DDR5/AM6 => Zen7/DDR5/AM6 => Zen8/DDR6/AM7 – keine neue Architektur mehr für AM5
Die Zeit wird zeigen, was stimmt. Derzeit sehe ich für keine Option genug Gerüchte, um ihr mehr als 50 Prozent Wahrscheinlichkeit zuzusprechen.
Dennoch, meine ursprüngliche Aussage war so gemeint, dass man eine AM6 Plattform eben auch ohne neuen DDR6 bringen kann. Wenn das nicht klar daraus hervorgeht, weil ich vorher das Muster DDR-Nummer=Sockel Nummer aufzeigen, tut mir das leid. Ich dachte schon auch klar hingeschrieben zu haben, dass es eben auch andere möglich ist.
Das Muster ist bislang anders, aber AMDs Sockel Politik ist ja nicht per Gesetz an sowas gebunden.
Mein Wunschdenken sagt mir, dass Zen 6 noch für AM5 kommen, aber Zen7 schon wieder "zu viel des Guten" sein könnte. Wahrscheinlich sprechen sowohl Kommerzielle Gründe dagegen, wie auch technische (manchmal muss man alte Zöpfe abschneiden und neue Pfade betreten, wenn ich das ganz untechnisch ausdrücken darf).
Aber DDR6-DIMMs (oder -CAMM2s)? Ich wüsste nicht, dass die Specs finalisiert sind, auf deren Basis man entwickeln könnte. Ich sehe auch keinen Druck; AMD und Intel haben noch knapp 60 respektive 40 Prozent Luft, ehe sie JEDEC-DDR5-8800 erreichen. AMD hat zudem von JEDEC-DDR4-3200 zum Nachfolge-Standard 3-4 Jahre und 2 Generationen verstreichen lassen. Intel wiederum wird bislang kein DDR6 für Nova Lake nachgesagt und wenn der LGA1954 nächstes Jahr startet, wird er wohl eher 2029 oder 2030 denn 2028 einen DDR6-Nachfolger erhalten. Um 2028 einen DDR6-only AM6 zu launchen, müsste AMD nicht nur gewaltig Druck machen, sondern auch über den eigenen Schatten springen und erstmals einen Speicherstandard auf eigene Faust am Markt durchdrücken, anstatt sich ins gemachte Nest zu setzen.
Das ist, mit zunehmenden Marktanteilen und Entwicklungsübernahme von den KI-Beschleunigern, zwar nicht gänzlich ausgeschlossen, aber darauf wetten würde ich nicht. Eine DDR5-Nutzung bis 2030 erscheint genauso gut möglich und würde eine Plattformerneuerung auf halber Strecke nahelegen. "Alles AMD-DDR4 in AM4" war ja auch eher Artefakt denn Konzept – von 2014 bis 2017 gab es halt aus bekannten Gründen schlicht gar keine AMD-DDR4-Prozessoren als "Generation 1".
Ich gehe halt eher von der Markteinführung Ende 2028 aus, was auch immer dann Grad "in" ist.
Laut PCGH wäre DDR6 dann schon verfügbar
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