Ryzen-Mainboards: Vorläufiger Workaround für USB-Probleme veröffentlicht
Seit rund zweieinhalb Wochen sucht AMD nach einer Lösung für die USB-Ausfälle bei manchen Mainboards mit 500er-Chipsatz. Eine Ursache konnte zwar bislang noch nicht ausgemacht werden, doch zumindest verteilt das Unternehmen nun einen ersten Workaround. Dieser basiert auf dem Feedback der Nutzer und soll die Probleme manchmal beheben können.
Im Februar hat AMD bekannt gegeben, dass endlich die USB-Verbindungsprobleme untersucht werden sollen, mit denen manche Ryzen-Mainboards zu kämpfen haben. Konkret geht es dabei um Platinen mit B550- oder X570-Chipsatz. Eine eindeutige Ursache konnte bislang weder durch AMD noch durch die Community ausgemacht werden, doch zumindest wurden durch betroffene Nutzer einige Lösungsansätze entwickelt. In Foren wird beispielsweise eine Deaktivierung von PCI-Express 4.0 empfohlen.
Updates, PCI-Express 3.0 und keine globalen C-States als Lösung
Ebendies empfiehlt nun auch AMD in einem ersten Workaround, den das Unternehmen als Antwort auf Support-Anfragen verteilt. Davor sollen Nutzer aber erst die typischen Lösungswege versuchen; also alle Treiber, das UEFI und Windows auf die neueste Version bringen und die UEFI-Standardeinstellungen laden. Sollten die Verbindungsprobleme dann immer noch bestehen, empfiehlt AMD die Deaktivierung von PCI-Express 4.0 und der globalen C-States.
Diese Lösungsvorschläge hat AMD offenbar lediglich auf Basis des eingereichten Feedbacks entwickelt, eine konkrete Ursache für die Probleme wird derzeit noch gesucht. Für den Fall, dass der Auslöser entdeckt wird, ist ein Softwareupdate in Planung, um die USB-Probleme zu beheben. Für die breite Masse der Nutzer dürfte das auch die einzig sinnvolle Lösung sein, denn abseits von Hobbybastlern dürften sich nur die wenigsten Privatanwender selbst ins UEFI wagen, um dort Einstellungen zu ändern oder gar ein Update durchzuführen.
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Der von AMD beschriebene Workaround im Überblick:
- Das UEFI aktualisieren und auf die Werkseinstellungen zurücksetzen
- Windows 10 aktualisieren
- Den aktuellen Ryzen-Chipsatztreiber herunterladen - derzeit die Version 2.13.27.501
- Im UEFI den PCIe-Mode auf Gen 3 setzen
- Global C-State im UEFI deaktivieren
Quelle: Reddit via Computerbase

Das muss zwar nicht zwangsläufig bedeuten dass es bei allen so läuft, aber es ist mMn doch schon sehr wahrscheinlich.
Edit
Fun fact: Auf meinem Dark Hero war noch eine BIOSversion von Oktober 2020, welche es auf der Asus Homepage gar nicht gibt, also vor Serie und was soll ich sagen... damit lief erwartungsgemäß nicht alles ganz rund.
- USB headsets fangen an auszusetzen oder fallen komplett aus
- Tastaturen/Mäuse funktionieren nicht mehr und müssen einmal aus- und eingestöpselt werden
Aus Mangel an PCIE 4 Grafik bei mir derzeit nicht feststellbar.
edit: da war Torsten wohl schneller
Allerdings finde ich den walkaround echt albern. Wen man Systemprobleme hat, dann sollten doch BIOS aktualisieren, Windows aktualisieren, Chipsatz aktualisieren und vielleicht noch GPU Treiber, absolute Standardvorgehensweise sein. Wer bitte macht sowas denn nicht schon aus dem Bauch heraus? Keine andere Vorgehensweise ist irgendwie logisch.
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