PCI-Express: Standard soll um optische Übertragung ergänzt werden - die Vorteile
Die PCI-SIG hat eine neue Arbeitsgruppe gegründet, die eine optische Übertragung von PCI-Express-Signalen ermöglichen soll. Dadurch erhofft man sich zahlreiche Vorteile, beispielsweise beim Energieverbrauch, der Datenrate und der Reichweite.
Alle paar Jahre kommt ein neuer PCI-Express-Standard auf den Markt, der mechanisch dem Vorgänger entspricht und die Datenrate pro Verbindungslinie verdoppelt. Die schnelle Datenübertragung über Kupferleitungen wird aber zunehmend zum Problem: Bei größeren Distanzen müssen schon bei jetzt Retimer verbaut werden, die das Signal synchronisieren. Diese sind aber kostspielig und können einen hohen Stromverbrauch von mehreren Watt haben.
Optische Übertragung als Lösung
Mit weiteren Standards wie PCI-Express 6.0 oder PCI-Express 7.0 dürfte dieses Distanz-Problem immer größer werden, was unter anderem in großen Rechenzentren zum Problem wird. Die PCI-SIG, die den PCI-Express-Standard verantwortet, hat deshalb eine neue Arbeitsgruppe eingerichtet. Die PCI-SIG Optical Workgroup soll sich um eine optische Umsetzung des PCI-Express-Standards kümmern. Das soll in Zukunft eine höhere Übertragungsrate bei niedrigerem Verbrauch, niedrigerer Latenz und erhöhter Reichweite bieten. Als Zielmärkte werden dabei insbesondere professionelle Anwendungen wie Cloud-Server oder Quantencomputer genannt.
Mit welchem PCI-Standard die optische Alternative zur Verfügung stehen soll, ist bislang noch nicht bekannt. Auch zur konkreten Lösung der Arbeitsgruppe weiß man noch nichts, da diese wohl zunächst alle Alternativen prüft. Vermutlich dürfte in Zukunft statt mehreren Retimern aber einfach eine Glasfaserstrecke ins System eingefügt werden, wobei optische Empfänger und Sender - zum Beispiel Mach-Zehnder-Modulatoren - das elektrische Signal entsprechend umwandeln.
Passend zum Thema: PCI-Express: Lanes, Routing, Sharing, Switches und Redriver erklärt [PCI-E-5.0-Update]
Auch die Übertragung per Glasfaser ist aber nicht vollständig von Problemen befreit: Auch hier kann es zu Signalverzerrungen und sogar zu einem Übersprechen zwischen den Wellenlängen kommen. Wie die PCI-SIG eine möglichst kostengünstige und zuverlässige Lösung zur Datenübertragung auslegen will, bleibt deshalb spannend.
Quelle: Business Wire / PCI SIG via Tom's Hardware / Golem


Ich persönlich finde das eine tolle Entwicklung, wenn es nicht den Weg nimmt, den die Glasfasern (mit Ausnahme von TOSLink) im Heimbereich immer genommen haben: nämlich gar keinen. Hoffentlich gibt es dann auch Adapterkarten, mit denen sich ein PCIe Slot beliebig weiter versetzen läßt.
Es geht ja erst mal nur um die Spezifikation, das kann Jahre dauern. Dann kommen irgendwann danach, noch mal Jahre später, vielleicht die ersten Umsetzungen in Datacentern. Dann eine ultra-teure Exotenumsetzung für Heimcomputer und dann noch mal Jahre später gibt es das auf jedem Mainboard.
Da bin ich mal gespannt, was da so in die Richtung kommt.
Ich persönlich finde das eine tolle Entwicklung, wenn es nicht den Weg nimmt, den die Glasfasern (mit Ausnahme von TOSLink) im Heimbereich immer genommen haben: nämlich gar keinen. Hoffentlich gibt es dann auch Adapterkarten, mit denen sich ein PCIe Slot beliebig weiter versetzen läßt.
Ich persönlich finde das eine tolle Entwicklung, wenn es nicht den Weg nimmt, den die Glasfasern (mit Ausnahme von TOSLink) im Heimbereich immer genommen haben: nämlich gar keinen. Hoffentlich gibt es dann auch Adapterkarten, mit denen sich ein PCIe Slot beliebig weiter versetzen läßt.