Supermicro C7Z170-OCE auf der CES: Übertakter-Mainboard mit High-End-Ambitionen
Supermicro ist ein Experte, wenn es um zuverlässige Server und deren Mainboards geht. Mit dem C7Z170-OCE will die Firma ihre Erfahrungen in den Heimbereich übertragen und qualitätsbewusste Übertakter ansprechen.
Seit 23 Jahren baut Supermicro leistungsfähige Server-Mainboards. Jetzt will die Firma ihre langjährige Erfahrung auch im Gaming-Sektor zum Einsatz bringen. Auf der CES in Las Vegas stellte Super Micro daher das neue Overclocking-Mainboard C7Z170-OCE vor, das man vorher schon in der Einladung sehen konnte. Auf den ersten Blick fallen die sportlich grünen Sockel für Grafikkarten, Speicher und Co. auf - die es auf Wunsch auch in anderen Farben gibt. "Aber dann müsst ihr mindestens 2000 Exemplare bestellen", lacht Steve Lee von Super Micros US-Stützpunkt.
Durchdachtes Platinen-Design
Das Design des Mainboards wirkt nicht nur aufgeräumt, sondern verfügt über einige Besonderheiten. So besteht die Platine aus acht Schichten: "Bei anderen Herstellern kommen oft nur vier bis sechs zum Einsatz", weiß Joost van Leeuwen aus dem europäischen Supermicro-Büro. Je mehr Schichten es jedoch gibt, desto weniger anfällig ist das System für elektromagnetische Störungen. Auch der beleuchtete Streifen in der oberen linken Ecke des Boards ist nicht nur zur Zierde gedacht. Er trennt die Schaltkreise der On-Board-Soundkarte von den darunterliegenden - und sorge so für ein verbessertes, weil störungsfreies Audiosignal. Abschirmend wirke auch der mächtige Kunststoffpanzer, der die Anschlüsse für USB-, Sound-, Netzwerk- und Monitorkabel umgibt.
Serverkomponenten für daheim
Was die Komponenten des C7Z170-OCE angeht, so setzt Supermicro auf Bauteile, die sich im harten Server-Alltag bewährt haben. Dazu gehören hochwertige X5R- oder X7R-Widerstände, japanische NPCAP-Elkos mit langer Lebensdauer und Temperaturbeständigkeit sowie eine 15 Mikrometer dicke Goldbeschichtung auf den PCI-E-Sockeln - die sei damit 7,5 mal dicker als die standardmäßig zwei Mikrometer starke Standardbeschichtung anderer Mainboards.
Kontaktfreudiger Zeitgenosse
Ausgerüstet mit Intels Z170-PCH lässt sich das C7Z170-OCE mit Skylake-CPUs bestücken, die bis zu 160 Watt verbrauchen dürfen. Bis zu 64 GiByte DDR4-RAM lassen sich auf bis zu 1.650 MHz (DDR4-3300) übertakten. Kontaktfreudig ist das Mainboard ebenfalls: sechs SATA-6Gbit/s-Anschlüsse, drei PCI-Express-3.0-x16- und zwei -3.0-x1-Slots, sechs USB-2.0-, vier USB-3.0-, ein USB-3.1-C- und zwei USB-3.1-A-Ports warten auf bauwütige PC-Bastler. Das Gaming-Mainboard soll rund 300 US-Dollar kosten. Es dürfte interessant sein, wie die etablierten Mainboard-Hersteller auf Supermicros Einstieg in das High-End-Segment reagieren werden - und wie das C7Z170-OCE von der Übertaktergemeinde aufgenommen werden wird.
Sieht eigentlich ganz schön aus. Deutlich besser als die grünen oder blauen Platinen, die man sonst so von Serverboards kennt.
Das ASUS X99-S (90MB0KH0-M0EAY0) Preisvergleich | Geizhals Deutschland baut davon auf gleicher Fläche 10 Stück und es wäre zumindest theoretisch noch Platz für mehr.
Das eigentliche Highlight hat der Kollege vor Ort übrigens übersehen:
"×16/×16", also (wie erwartet) mit PLX-Switch. Da wären 300 US-Dollar ein echter Kampfpreis, verglichen mit den 400 oder sogar über 500 Euro, die Gigabyte und EVGA aufrufen. Trotzdem schade, dass man den freien Platz am I/O-Panel und die noch freien USB-Ports (2 mal 3.0, einiges an 2.0) beziehungsweise die freien Kontakte der mechanischen ×4-Slots und die noch freien PCI-E-Lanes des Z170 (mindestens 2, möglicherweise 4) nicht sinnvoll genutzt hat.
Etwas wenig SATA Ports, da wird es mit meinen 8 Stück schon langsam knapp.
EDIT:
ja, Ok, 8 Stück muß man am Gehäuse oder per Slotblech rausführen