MSI und Gigabyte: BIOS-Updates für Bluescreen- und DDR5-Probleme
Mit Mainboards für Intels 600er- und 700er-Serien gab es in letzter Zeit Probleme, die einerseits mit Fehlermeldungen auf Bluescreens und Fehlern im Zusammenspiel mit DDR5-RAM auftraten. Betroffen davon waren die Hersteller MSI und Gigabyte, die nun BIOS-Updates ausgerollt haben.
Nutzer von 600er- und 700er-Mainboards für Intel-CPUs stießen derweil auf allerhand Probleme, die vor allem die Hersteller MSI und Gigabyte auf Trab hielten. Die haben nun reagiert und ihrerseits neue BIOS-Versionen veröffentlicht, die die Probleme angehen sollen. Im Fall von MSI handelt es sich um den BSOD-Fehler, der nach den neuesten Windows-Updates aufgetreten war. Infolgedessen konnte es bei der Nutzung bestimmter Raptor-Lake-CPUs zu Bluescreens mit der Meldung "nicht unterstützter Prozessor" kommen.
MSI und Gigabyte verteilen Updates
Intel ist mittlerweile darauf aufmerksam geworden, dass sein Microcode wohl der Schuldige für das Problem ist und möchte daher tätig werden. Mainboardhersteller MSI verkündete nun, dass in Zusammenarbeit mit Intel ein neues BIOS mit einem CPU-uCode-Update ausgearbeitet worden ist, welches den BSOD-Fehler beheben soll. Bis Ende der Woche und spätestens Ende September sollen noch mehr BIOS-Updates für alle 600er- und 700er-Mainboards bereitgestellt werden. Dafür stellt MSI auch eine Liste mit den entsprechenden Mainboard-Modellen und Verlinkungen zu den BIOS-Versionen zur Verfügung.
Bei Gigabyte traten Probleme bei den gleichen PCHs auf, hier stand aber DDR5-Arbeitsspeicher im Vordergrund. So kam es zu einem Fehler, der dazu führte, dass Mainboards der 600er- und 700er-Serie von Gigabyte die RAM-Module nicht erkennen konnten, was mit einer Störung der Serial-Presence-Detect-Daten (SPD) zusammengehangen haben soll. Über dieses Problem wurde aus China in einem Baidu-Forum berichtet, wo Nutzer darauf hinwiesen, dass ihre 600er- und 700er-Gigabyte-Boards den DDR5-RAM nicht erkannt haben. Ein Benutzer erklärte zudem, dass ihm aufgrund der SPD-Störung ein Wert von 384 GiB beim Arbeitsspeicher angezeigt wurde.
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Mittlerweile hat Gigabyte die Berichte zur Kenntnis genommen und vermeldet über sein Aorus-Bilibili-Konto, dass sowohl eine neue Version der Gigabyte-Control-Center-Software als auch eine neue BIOS-Version für entsprechende Mainboards zur Verfügung stehen. Gigabyte stellt zudem fest, dass das Problem bei den RAM-Modulen selbst liegt, insofern sie keinen SPD-Schreibschutz aufweisen. Beim Problem sei die Hardware aber nicht direkt betroffen, sondern nur der SPD-Firmware-Code. Ein SPD-Firmware-Update könne hierbei laut Gigabyte schon für Abhilfe sorgen.
