LGA 1156 Overclocking Mainboard von EVGA abgelichtet

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Mit Nvidia-LGA-775-Chipsätzen hatte EVGA seinerzeit den Einstieg ins Mainboard-Geschäft gewagt und bietet heute eine breite Palette von X58-Mainboards. Für den kommenden Lynnfield will man eine waschechte Overclocker-Plattform auf P55-Basis verkaufen.

Das I/O-Panel der EVGA Platine mit der Produktnummer 132-LF-E657 weißt wenig Überraschungen auf. Quelle: xtremesystems.org Das I/O-Panel der EVGA Platine mit der Produktnummer 132-LF-E657 weißt wenig Überraschungen auf. Peter "Schamino" Tan alias "LardArse" ist einer der bekanntesten Overclocker der Welt und erfreut sich einer guten Unterstützung durch diverse Hardwarehersteller. Entsprechend oft präsentiert er die ersten Bilder bis dato unbekannter und oft erst Wochen später im Handel erscheinender Hardware. Diesmal eine EVGA-Platine mit der Produktnummer 132-LF-E657 und noch unbekanntem Namen.

Die Platine basiert auf dem vielfach beschriebenen Intel-P55-Chipsatz. Entsprechend kommt ein Sockel 1156 für künftige Core i5 und i7 CPUs auf Lynnfield-Basis samt Dual-Channel-DDR3- Interface zum Einsatz. Erweiterungskarten finden ihren Platz in zwei PCI, einem PCI-E x1- oder drei mechanischen PCI-E-x16-Slots, die elektrisch mit x16/0/x4 oder wahlweise x8/x8/x4 angebunden sind. Wie vom Grafikkartenspezialist EVGA nicht anders zu erwarten, verfügt das Board über eine SLI-Lizenz.
Ein Slot für Braidwood-Flash-Module, 3 USB-Header und 6 SATA-2-Anschlüsse runden das dürftige Angebot Chipsatz-interner Schnittstellen ab. Auf zusätzliche Controller-Chips für weitere Anbindungsmöglichkeiten verzichtet EVGA - in Anbetracht der Probleme mit SATA-3-Controllern vielleicht ein Vorteil. Extrem-Übertakter freuen sich auf alle Fälle über den Wegfall unnötiger Stabilitätsrisiken.

Ganz auf die Bedürfnisse dieser Zielgruppe ist auch der Rest der Platine zugeschnitten, womit wir bei den eigentlichen Features wären:
Die Spannungsversorgung besteht zwar "nur" aus 12 Phasen, deren Schalttakt liegt mit 300 bis 1100kHz aber im Bereich der bekannten EVGA-X58-Classified-Serie. Im Inneren des Sockels finden sich hochwertige Keramikkondensatoren, wie sie auch auf CPUs zum Einsatz kommen. Gleich zwei 8pin-12V-Stecker ermöglichen den Anschluss ausreichender Netzteilleistung. Ebenfalls doppelt ausgeführt ist der Taktgeber, was Übertakter auf klarere Signale und gesteigerte Stabilität hoffen lässt. Das BIOS ist gleich dreifach vorhanden und für den Wechsel zwischen verschiedenen Versionen steht ein Schalter auf der Platine zur Verfügung. Einstellungen können aber auch direkt über ein externes Modul mit eigenem Display vorgenommen werden.

Über die externe 'Fernbedienung' ist noch wenig bekannt... Quelle: xtremesystems.org Über die externe "Fernbedienung" ist noch wenig bekannt... Speziell für Benchsessions stehen Jumper zur Verfügung, die einzelnen PCI-E-Slots das power-good-Signal vorenthält und sie damit effektiv von der Stromversorgung trennt. So ist es möglich, nur mit einer primären Grafikkarte zu benchen, ohne weitere Karten zu demontieren oder aufwändig kühlen zu müssen. Auf Freunde ausladender Grafikkühler und -ports nimmt EVGA beim Slot-Layout Rücksicht. So befindet sich zwischen den x16-Slots jeweils ein Slot Abstand. Zusätzlich ist der elektrisch mit vier Lanes angebundene Slot in der Mitte positioniert, das heißt bei Verwendung von nur zwei Grafikkarten steht ein Abstand von drei Slots zur Verfügung.
Für den CPU-Kühler gibt es neben den normalen LGA-1156-Löchern auch einen zweiten Satz. Dieser ist zwar aus Platzgründen um 1° verdreht, hat aber die vom LGA 775 bekannten Lochabstände. Alte High-End-Kühler lassen sich so bequem weiterverwenden.

Konventionell präsentiert sich dagegen das I/O Panel: Sechs USB-Anschlüsse, Dual-LAN, E-SATA, Firewire und die üblichen Audioausgänge werden geboten. Ein kleiner Schalter dürfte dem BIOS-Reset dienen und mit einem einzelnen PS/2-Port findet sich hier die einzige Legacy-Schnittstelle des gesamten Boards.

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    • Kommentare (16)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Chrisch Software-Overclocker(in)
        Zitat von ruyven_macaran
        Um da auf Nummer sicher zu gehen, werd ich wohl auf die ersten Retail-Boards warten müssen.
        Aber in Anbetracht dessen, dass die Mehrheit aller Vorserienboards über Slots für Flash-Module verfügt (z.T. sogar mit "Braidwood" beschriftet) und die Hersteller entsprechende Platinen sogar an unabhängige Tester verschicken, glaube ich nicht so recht, dass jetzt, kurz vor dem erscheinen, auf einmal alle eine neue Board-Variante ohne hervorzaubern.
        Also von den meisten Boards die mit Braidwood Slot gezeigt wurden sind auch schon neuere Versionen ohne Slot aufgetaucht und da der P55 Braidwood nicht offiziell unterstützt wirds das auch nicht geben.

        Sogar das hier gezeigte eVGA Board hat in der final Version keinen Slot mehr (siehe das Bild wo es mit Kühler usw gezeigt wird). Auch div. Asus und Gigabyte Boards die mit gezeigt wurden hat man ebenfalls schon ohne gesehen (neuere PCB Rev.).

        Gruß
        Chris
      • Von Chrisch Software-Overclocker(in)
        Zitat von ruyven_macaran
        Um da auf Nummer sicher zu gehen, werd ich wohl auf die ersten Retail-Boards warten müssen.
        Aber in Anbetracht dessen, dass die Mehrheit aller Vorserienboards über Slots für Flash-Module verfügt (z.T. sogar mit "Braidwood" beschriftet) und die Hersteller entsprechende Platinen sogar an unabhängige Tester verschicken, glaube ich nicht so recht, dass jetzt, kurz vor dem erscheinen, auf einmal alle eine neue Board-Variante ohne hervorzaubern.
        Also von den meisten Boards die mit Braidwood Slot gezeigt wurden sind auch schon neuere Versionen ohne Slot aufgetaucht und da der P55 Braidwood nicht offiziell unterstützt wirds das auch nicht geben.

        Sogar das hier gezeigte eVGA Board hat in der final Version keinen Slot mehr (siehe das Bild wo es mit Kühler usw gezeigt wird). Auch div. Asus und Gigabyte Boards die mit gezeigt wurden hat man ebenfalls schon ohne gesehen (neuere PCB Rev.).

        Gruß
        Chris
      • Von Naumo Software-Overclocker(in)
        jo danke! ich mein doch molex hupps ^^
        hab ich leider aber auch so noch nie gesehen... man lernt nie aus
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von Chrisch
        Du wirst kein retail Board mit nem Slot für Braidwood finden
        Um da auf Nummer sicher zu gehen, werd ich wohl auf die ersten Retail-Boards warten müssen.
        Aber in Anbetracht dessen, dass die Mehrheit aller Vorserienboards über Slots für Flash-Module verfügt (z.T. sogar mit "Braidwood" beschriftet) und die Hersteller entsprechende Platinen sogar an unabhängige Tester verschicken, glaube ich nicht so recht, dass jetzt, kurz vor dem erscheinen, auf einmal alle eine neue Board-Variante ohne hervorzaubern.

        Zitat von Naumo
        wozu isn der pata anschluss neben dem pciex1 anschluss??
        Ich seh auf dem ganzen Board keinen einzigen PATA-Stecker.
        Falls du den vier Pin Molexanschluss über dem PCI-E x1 meinst: Sowas haben sehr viele Boards mit zwei oder mehr PEGs, umd den zusätzlichen Strom, den 2+ Grafikkarten über den PCI-E Slot ziehen, bereitzustellen.
      • Von Naumo Software-Overclocker(in)
        wozu isn der pata anschluss neben dem pciex1 anschluss??
        und btw: wer hat ein NT mit 2 8pin steckern... ich kenn halt 8pin und 4pin
      • Von martin_s Kabelverknoter(in)
        Super Board, hoffentlich wird es das bei meinem Händler des Vertrauens auch geben ^^

        Ich möchte mir gleich beim Erscheinen einen i5er kaufen....

        Wird langsam Zeit *gg*..

        Hoffentlich wird sich dann ne neue GraKa auch noch ausgehn.

        lg
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