Intel X299G statt X499: Refresh-Mainboards für höhere TDPs
Gigabyte hat auf der Computex 2019 drei X299G-Mainboards ausgestellt, die für Intels kommende Core-X-Prozessoren mit dem Codenamen Cascade Lake-X gedacht sind. Ursprünglich wurde der Name X499 erwartet, schließlich aber korrigiert. Die Plattform soll einen Refresh darstellen, der für höhere Leistungsaufnahmen gedacht sei.
Intel hat auf seiner Computex-Keynote mit einem Einzeiler neue Core-X-Prozessoren für den kommenden Herbst angekündigt. Dahinter verbergen sich aller Voraussicht nach die CPUs mit dem Codenamen Cascade Lake-X, die einen Skylake-X-Re-Refresh darstellen. Intel wechselt in der Generation von der 14+- auf die 14++-Fertigung für höhere Taktraten. Hinzu kommen Anpassungen gegen Sicherheitslücken wie Spectre und Meltdown auf Hardware-Ebene sowie Deep-Learning-spezifische Instruktionen.
X299G debütiert mit Cascade Lake-X
In unserer Ankündigungs-News nannten wir bereits die Möglichkeit, dass Intel einen Refresh der Sockel-2066-Plattform planen könnte. Diesen bestätigt Gigabyte auf seinem Computex-Stand, auf dem drei X299G-Mainboards ausgestellt werden. Dieser Refresh sieht allerdings nicht so aus, wie wir ihn als Option darstellten: Der X299G soll technisch eins zu eins dem X299 entsprechen, der wiederum den gleichen Siliziumchip nutzt wie der Z370. Die Vermutung lag nahe, dass Intel auf den Z390-Chip als Basis für eine überarbeitete Plattform setzen könnte. Das brächte natives USB 3.1, eine Integration der WLAN-Logik und eine verringerte Leistungsaufnahme mit sich. Womöglich hat sich Intel gegen diesen Schritt entschieden, um die 14-nm-Fertigung nicht weiter zu belasten.
Passend dazu: Intel auf der Computex: Cascade Lake-X für den Herbst angekündigt
Die Überarbeitung soll primär bei der Stromversorgung der X299G-Mainboards liegen. Offiziell hat Intel noch keine Spezifikationen zu Cascade Lake-X verraten. Gigabyte bereitet sich mit zusätzlichen VRM-Phasen und größeren Kühlkörpern aber zumindest auf eine Erhöhung der TDP vor, die mit Skylake-X und dessen Refresh zurzeit bei 165 Watt liegt. Der Name X299G erscheint da durchaus angemessen. Eine komplett neue Nummer - hier mit einer übersprungenen Ziffer, weil AMD den X399 besetzt - würde die Erwartungshaltung höher setzen. Die Auflage von X299G-Mainboards heißt derweil nicht, dass Cascade Lake-X nicht auf "normalen" X299-Platinen liefe. In der Regel ist noch OC-Spielraum vorhanden, der eine Anhebung der Leistungsaufnahme erlaubt, mit der nächsten Generation jedoch kleiner würde.
X499 als Platzhalter falsch gewesen
Das X499 steht noch auf dem Kühler eines Workstation-Mainboards von Gigabyte. Die Beschriftungen auf den Platinen wurden hingegen alle durch Aufkleber mit X299G ersetzt. Gigabyte nahm die Schuld für die "falsche" Bezeichnung auf sich. Ob es im Hintergrund Änderungen gab, ist nicht bekannt.

Solange jeder sein eigenes Süppchen kocht, kann udn sollte jeder seine eigene Bezeichnung für ein Produkt festlegen können und nicht für andere sperren dürfen.
Solange da vorne große der Firmenname davor steht, ist das Produkt ja auf jeden Fall klar zu unterscheiden.
Bei den Smartphones ist es doch genauso.
Da sind sogar dutzende Hersteller damit beschäftigt, imemr wieder neue und vorher möglichst nie benutze Kurznamen auszudenken, die einprägsam genug sind und sich von der Konkurrenz abheben.
Wenn Audi jetzt auf die Idee käme, seine Namen schützen zu lassen, hätten paar Smartphoneherstller aber arge Probleme. ^^
A 4 6 und 8 würden Samsung und Co sicher schmerzlich fehlen. ^^
Das mit dem CPU's reicht mir persönlich schon... außerdem tut es Intel gut, sieht man ja was die verschlafen haben in den letzten Jahren das die überhaupt erst in diese Lage gekommen sind... 14nm++ und noch nicht mal 10nm... vor 2022 kein 7
Jetzt kann Intel sich mal schütteln und wieder auf dem Boden stehen...