EVGA setzt bei neuen Mainboards auf Treiber-Sticks anstelle von DVDs

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EVGA setzt bei neuen Mainboards auf Treiber-Sticks anstelle von DVDs (1)
Quelle: EVGA / Twitter

Hersteller EVGA kehrt Treiber-DVDs in Zukunft den Rücken. Stattdessen liegen neuen Mainboards Flash Sticks mit allen benötigten Treibern bei. Wer diese im Anschluss nicht mehr benötigt, kann den USB-Stick auch anderweitig verwenden, denn dieser ist wiederbeschreibbar und bietet 8 Gigabyte Speicherplatz.

Viele verzichten beim PC-Neubau mittlerweile auf DVD-Laufwerke und EVGA verzichtet künftig auf Treiber-DVDs, die nicht gerade selten ungenutzt im Karton verweilen. Zumindest bei den neuen Mainboards des Herstellers liegen die Datenträger nicht mehr bei. Stattdessen setzt EVGA auf ein gängigeres Format: USB-Sticks.

Neu ist die Idee nicht, dafür jedoch bislang nur sehr selten und vornehmlich bei hochpreisigen Mainboards anzutreffen. 2015 lieferte beispielsweise Biostar das Biostar Z97X - damals rund 190 Euro - mit einem Treiber-Stick aus. Asus griff bei dem Threadripper-Board Asus Zenith Extreme, das derzeit für rund 526 Euro erhältlich ist, zum Flash-Speicher.

Ganz so tief müssen Käufer bei EVGA nicht in die Tasche greifen, um einen Treiber-Stick im Lieferumfang vorzufinden. Wie Global Product Management Director Jacob Freeman via Twitter bekannt gab, liegen diese auch günstigeren Mainboards bei und nennt dabei Hauptplatinen mit H370-Chipsatz von Intel. Davon hat EVGA derzeit eines mit dem EVGA H370 Stinger im Angebot. Ein wahrer Schnapper ist das Mainboard mit einer UVP von 160 US-Dollar mitnichten, aber immerhin günstiger als die oben erwähnten Beispiele. Nach der Treiberinstallation lassen sich die USB-Sticks auch anderweitig weiterverwenden. Versehen mit einem EVGA-Logo, verfügen diese über 8 Gigabyte Speicherplatz und sind wiederbeschreibbar.

Der Aufwand bei dem sehr überschaubaren Mainboard-Portfolio von EVGA dürfte eher gering ausfallen. Drei Z370-Mainboards bietet der Hersteller neben der bereits erwähnten Variante mit H370-PCH an. Größere Hersteller dürften auch weiterhin auf die wesentlich kosteneffizienteren DVDs setzen.

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    • Kommentare (28)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von IICARUS
        Zitat von Olstyle
        Genau genommen kann sogar das UEFI alleine selbstständig Netzwerkfunktionen durchführen. Ein OS braucht es dafür schon länger nicht mehr.
        Nach dem aktuelle Bios Version kann ich mit meinem Board auch aus dem Uefi suchen und auch direkt flashen lassen. Dazu verbindet sich das Uefi mittels Lan direkt mit dem Internet.
      • Von IICARUS
        Zitat von Olstyle
        Genau genommen kann sogar das UEFI alleine selbstständig Netzwerkfunktionen durchführen. Ein OS braucht es dafür schon länger nicht mehr.
        Nach dem aktuelle Bios Version kann ich mit meinem Board auch aus dem Uefi suchen und auch direkt flashen lassen. Dazu verbindet sich das Uefi mittels Lan direkt mit dem Internet.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Multithread
        Danke

        Ein Stick mit 10-30MBit und ggf. Read-only-Firmware ist genau das, was Ich nicht haben möchte, wenn schon ein Memorystick beim Mainboard dabei ist.

        Vielleicht bin Ich da aber auch nur Teil einer Randgruppe mit meinem Wunsch das ein Vernünftiger USB Stick dabei ist. Wenn schon, dann eben richtig. Auch wenn es dann 5€ mehr kostet.
        Der Wunsch ist verständlich. Aber für die Mainboard-Hersteller rechnet es sich nicht, ein 5-Euro-Goodie beizulegen, dass den Preis um 5 Euro steigert und das nur ein Teil der Kunden als 5-Euro-Mehrwert empfindet. Denn jeder, der gerade keinen kleinen USB-Stick braucht, sieht nur den 5 Euro höheren Preis und geht zur Konkurrenz. Bei einigen Halo-Produkten, deren Preis und Verkaufszahlen beinahe egal sind, wird sicherlich auch mit extra tollen USB-Sticks experimentiert werden – auf breiter Front dürfte es sich eher lohnen, diese einzeln zu kaufen. Oder besser gleich noch ein paar Euro drauflegen für ein gutes USB-3.x-Modell und mehr als zwei bis acht Gigabyte, denn wer seine USB-Sticks nicht verliert, wird sie vermutlich auch noch in einigen Jahren für deutlich größere als die heute üblichen Dateien nutzen wollen.

        Zitat von sauerlandboy79
        Finde ich einerseits gut, da ein Stick robuster ist und allgemein eine höhere Lebenserwartung als ein Disc-Medium hat. Andererseits kann so ein Winzling schnell(er) verloren gehen, ist mir bei manchem Stick tatsächlich schon passiert.
        Gepresste CDs haben eine Lebensdauer von mehreren Jahrzehnten, USB-Sticks werden eher mit 5 bis 10 Jahren Datenrückhaltzeit angegeben – bei namenhaften Herstellern, die solche Angaben machen und deren Produkte deutlich zu teuer für die Nutzung als Beigabe sind.
      • Von Merowinger0807 Software-Overclocker(in)
        So "nett" der Gedanke von EVGA auch sein mag... spätestens bei Ankunft des Produktes beim Kunden sind die mitgelieferten Treiber, egal ob auf einem Stick, einer DVD oder einer Steintafel, veraltet.
        Man zieht "heutzutage" sowieso die aktuellsten Treiber aus dem Netz.

        Des Weiteren denke ich auch, das EVGA hier eher einen arg günstigen Stick beilegt mit entweder Read-Only Speicher oder was auch immer. JEDES Unternehmen ist auf Profit ausgelegt und nicht auf Herzensgüte.

        Letzten Endes ist mir das eh egal. Das letzte mal, das ich einen "beigelegten" Treiber installiert habe, war noch vor Einführung des Euros...
      • Von shadie Volt-Modder(in)
        Zitat von Multithread
        Danke

        Ein Stick mit 10-30MBit und ggf. Read-only-Firmware ist genau das, was Ich nicht haben möchte, wenn schon ein Memorystick beim Mainboard dabei ist.

        Vielleicht bin Ich da aber auch nur Teil einer Randgruppe mit meinem Wunsch das ein Vernünftiger USB Stick dabei ist. Wenn schon, dann eben richtig. Auch wenn es dann 5€ mehr kostet.
        Wenn es ein vernünftiger Stick sein soll dann sollte es einer mit SLC Speicher sein......und die kosten dann ordentlich Kohle.

        Ich finde die Entwicklung gut, viele heutige PC´s haben keine Laufwerksschächte mehr.
        Meiner Auch nicht / lediglich der HTPC im Wohnzimmer hat ein Bluray Laufwerk.

        Hat aber bisher noch nie gestört da der Netzwerktreiber immer bereits installiert war (ob in Windows oder über das MB kp) und ich so immer die aktuellsten Treiber aus dem WWW ziehen konnte.

        Würde mich daher sehr interessieren, welche Menschen heutzutage PC´s noch komplett offline betreiben.
      • Von sauerlandboy79 Freizeitschrauber(in)
        Finde ich einerseits gut, da ein Stick robuster ist und allgemein eine höhere Lebenserwartung als ein Disc-Medium hat. Andererseits kann so ein Winzling schnell(er) verloren gehen, ist mir bei manchem Stick tatsächlich schon passiert.
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