Biostar kündigt neue Racing-Serie-Platinen an: Mit Kaby Lake zum Premiumanbieter?
Vielen ist Biostar eher als Nischen- oder Billiganbieter für Mainboards bekannt, doch zuletzt drängte der Konzern vermehrt in die Oberklasse. Erste Details der überarbeiteten Racing-Serie lassen darauf schließen, dass der Klassenkampf für die Taiwaner noch kein Ende gefunden hat. M.2-Kühlung und 10 GBit LAN soll es im Zusammenhang mit Kaby Lake geben - das ist auch bei der Konkurrenz kein Standard.
Zugegeben, allzu viele Details hat Biostar noch nicht enthüllt. Doch das, was unlängst über die überarbeitete Racing Serie offenbart wurde, deutet darauf hin, dass Biostar sein Billig-Image mit aller Kraft abschütteln will. So steht beispielsweise eine "M.2 Cooling Protection" auf der Habenseite. Damit kann bisher nur MSI aufwarten, Gigabyte, Asrock und auch Asus bieten so etwas nicht an.
Eine derartige Kühlung soll etwaige M.2-Laufwerke bei Temperatur halten und dadurch beispielsweise verhindern, dass dem Controller bei länger andauernder Belastung zu warm wird und er die Leistung drosseln muss.
Auch die Unterstützung von 10 GBit LAN ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eher bei hochpreisigen Platinen zu verorten. Biostar realisiert das Feature über den X550-Chip. Dabei handelt es sich um einen Zusatzchip aus dem Hause Intel, der eigentliche Chipsatz unterstützt 10 GBit LAN nicht.
Welchen Preis Biostar für die Mainboards aufruft, ist noch nicht bekannt. Für den Gegenwert eines Mittelklassemainboards wird man die Ausstattung vermutlich nicht bekommen. Dafür deutet zu vieles darauf hin, etwa die sechs mechanischen x16-Slots, dass man den Klassenaufstieg anstrebt.
Die Mainboards kommen vermutlich zusammen mit Kaby Lake in den Handel, wenngleich man das Kind aktuell nicht beim Namen nennt. Das halten sich die Taiwaner wahrscheinlich für die CES 2017 im Januar vor. Dort wird Intel Kaby Lake auch offiziell der breiten Öffentlichkeit präsentieren.
Quelle: Techpowerup, Biostar

Ich habe mit Biostar auch gute Erfahrungen. Sowohl mein TPower X79 als auch das mehrfach verbaute TA970 Plus leisten super Dienste. Das X79 hab ich mir geholt nachdem das Rampage Extreme Probleme gemacht hat (triple CF und Vollbestückung mit 1,65V Ram wollte das board scheinbar nicht).
Ich verstehe allerdings die ganze news nicht. Die ersten boards aus dieser serie sind doch schon seit bald einem Jahr im Handel. Das Z170GT7 z.B. seit Februar. Die Rennflagge ist mir damals direkt in der Liste aufgefallen.
Viel Erfolg Biostar, obwohl ich wahrscheinlich für eure Boards die ich in den 90ern ahnungslosen Kunden verbaut habe in die Hölle komme.
Besitze noch ein simples G31-M7 TE Ver. 6.3 auf dem ein E8500 - günstig geschossen von PCGH Carsten
Gab und gibt damit nie Probleme und seinerzeit lief der Rechner seeeehr intensiv. Einige Anbieter dieser Zeit haben Treiber zwar noch für Vista, aber nicht mehr für 7 bereitgestellt. Biostar aber schon, so dass der PC auch heute noch problemlos "aktuell" betrieben mit Windows werden könnte, ein Vorteil kleinerer Anbieter welche mitunter mehr bieten (müssen). Mit einem entsprechenden Linux läuft die älteste Gurke aus den Achtzigern ja sowieso noch.
Pro-PS: Bevor jetzt jemand einen Schwächeanfall erleidet sei gesagt, dass der XP-Rechner seit 2011 nicht mehr im Netz ist.
Hab vor einiger Zeit, aufgrund des für meine Zwecke günstigen Formfaktors (DTX), mal ein Biostar Board mit H61 Chipsatz verbaut und war eigentlich recht angetan davon, dass es out of the box völlig rund lief und auch sonst überhaupt keine Zicken machte. Es kam sogar mit einer CPU zurecht die ansonsten nur von relativ wenigen Boards bekannterer Hersteller unterstützt wurde (i3 3250T). Parallel dazu habe ich noch einen zweiten ganz ähnlichen Rechner gebaut, bei dem ich aber auf ein vergleichsweise teures teuren Jetway-Board (ebenfalls H61) gesetzt hatte. Die Kiste ist bei Weitem schwerer handzuhaben und nach wie vor etwas zickig. Biostar habe ich persönlich daher definitiv wieder auf der Liste der Hersteller gesetzt, die ich in die engere Wahl nehme, wenn eine Neubeschaffung ansteht. Mit ASUS habe ich da z. B. schon deutlich mehr Bauchweh nach den jüngsten Erfahrungen in Punkto UEFI, die ich bei einem Board aus der Pro Gaming Serie sammeln durfte. Hatte für die Kiste zunächst sogar ein Biostar-Brett in der engen Auswahl, aber eine günstige Gelegenheit und die etwas praxisgerechtere Schnittstellenausstattung hat mich dann doch zum Asus greifen lassen. Gut möglich, dass ich mit dem Biostar-Board letztlich besser gefahren wäre, aber inzwischen rennt zum Glück auch das ASUS-Brett endlich.
In den letzten Jahren bin ich zwar stets am besten mit Asrock gefahren, aber ich könnte mir durchaus vorstellen, dass Biostar die etablierten Hersteller ähnlich aufmischen könnte wie es seinerzeit, nach anfänglichen Qualitätsproblemen, auch Asrock tat.
Btw: Auch Supermicro, die ja eher aus der Serverecke kommen, bringt nun wieder Consumer-Boards raus. Bin ich gespannt, ob die sich auch etablieren können. Mit Supermicro habe ich bislang auch gute Erfahrungen gemacht.
Edit:
@wuselsurfer: Ja das ECS K7S5A sagt mir was - hatte ich nämlich mal. War aber nicht gerade eine Offenbarung. Wenn ich mich recht erinnere hat es irgendwann ohne ersichtlichen Grund den Geist aufgegeben. Damals waren die Asrock-Boards auch noch richtig schlecht. Ein Asrock K7S8X (ebenfalls mit SIS-Chipsatz) ist mir damals nämlich sogar mit einer spektakulären Stichflamme an einem Spannungswandler abgeraucht