Asus plant "neue" Mainboards mit H510-Chipsatz, der gar keiner ist
Obwohl es für den Sockel LGA1200 keine neuen Produkte gibt, will Asus offenbar einige neue Mainboards mit H510-Chipsatz auf den Markt bringen. Wirklich "neu" sind diese aber nicht, denn sie basieren auf Produkten mit dem älteren H470-Chipsatz.
Eigentlich nutzt Intel schon seit Oktober 2021 den Sockel LGA1700, der zu Raptor Lake (Core 13000) und der Vorgängergeneration Alder Lake (Core 12000) kompatibel ist. Asus will nun aber offenbar noch einmal Modelle für den älteren Sockel LGA1200 veröffentlichen, die sich an das Einstiegssegment richten. Neue Prozessoren gibt es für LGA1200 aber nicht, und dementsprechend sind auch die neuen Mainboards nur wenig spektakulär.
Neue Mainboards mit altem Chipsatz
Ursprünglich stammt die Information über neue Asus-Mainboards vom Twitter-Leaker @momomo_us, der einen Screenshot von drei neuen Produkten auf der Asus-Website veröffentlicht hat. Wccftech hat diesen aufgegriffen und um ein weiteres Mainboard auf der Asus-Website ergänzt. Insgesamt hatte das Unternehmen damit angeblich die Mainboards Prime H510M-A R2.0-CSM, Prime H510M-E R2.0 CSM, Prime H510M-A R2.0 und Prime H510M-E R2.0 gelistet. Inzwischen sind diese Einträge aber wieder verschwunden. Stattdessen findet sich auf der Website von Asus nur das Prime H510M-K R2.0-CSM.
Quelle: Wccftech
Auf der Website von Asus waren mehrere neue Mainboards mit H510-PCH gelistet. Verbaut wurde stattdessen aber der H470.
Wie das durchgehend vorhandene Kürzel "R2.0" verrät, sind die "neuen" Mainboards gar nicht wirklich neu. Stattdessen handelt es sich um überarbeitete Produkte. Spannend ist dabei der genutzte Chipsatz, denn obwohl alle Produkte ein "H510" im Namen tragen, kommt der mit den Rocket-Lake-Prozessoren eingeführte PCH gar nicht zum Einsatz. Aus den Produktbeschreibungen geht stattdessen hervor, dass Asus den älteren, aber sogar besser ausgestatteten H470 verbaut. Das ist laut Beschreibung auch beim Prime H510M-K R2.0-CSM der Fall, das bis jetzt auf der Asus-Website gelistet ist.
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Durch ein UEFI-Update ist der H470 auch zum Betrieb neuerer Prozessoren geeignet, eigentlich hätte er damit gegenüber dem H510 also nur Vorteile. Die Umbenennung erscheint damit ungewöhnlich, sie dürfte aber Marketing-Gründe haben: Die Zahl 510 ist größer als die Zahl 470, für uninformierte Kunden wirkt das erstgenannte Modell damit neuer und besser. Vermutlich nutzt Asus die aktualisierten Mainboards also einfach dazu, um alte Lagerbestände schneller abbauen zu können. Schließlich soll bis zum Jahresende schon der nächste Intel-Sockel auf den Markt kommen, und LGA1200 dürfte damit dann endgültig veraltet sein.
Quelle: via Wccftech
